Neal Stephenson
Neal Stephenson (* 31. Oktober 1959 in Fort Meade, Maryland, USA) ist ein in Seattle lebender Science-Fiction-Autor. 1996 gewann er den Hugo Award für den SF-Roman The Diamond Age.
Er wurde als Science-Fiction-Autor bekannt, dessen Experimente mit neuen Medien wie Virtual Reality und dem World Wide Web sich in seinen Werken widerspiegeln. Er gilt deshalb auch als einer der Hauptvertreter des Cyberpunk. Oft mischen sich in seinen Büchern historische Elemente mit futuristischen Technikfantasien, so porträtiert er beispielsweise in The Diamond Age eine Gesellschaft, die sich hochentwickelter Nanotechnologie bedient, aber gesellschaftlich einem viktorianisch-puritanischen Rollenmodell huldigt. Seit Ende der 1990er Jahre entfernt Stephenson sich zunehmend vom Genre der Science-Fiction. Cryptonomicon zum Teil und besonders der Baroque Cycle im Ganzen sind dem Genre des historischen Romans zuzuordnen.
Sein Roman Snow Crash spielt in einem Amerika, das in unzählige Mininationen zersplittert ist, die als Franchiseunternehmen großer Konzerne betrieben werden, und bis hin zu Polizei und Strafvollzug vollständig privatisiert wurde. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein fortgeschrittenes System der virtuellen Realität, das mit einer florierenden Hacker-Kultur einher geht. Weitere Bezüge bestehen zu der sumerischen Mythologie mit ihrem Gott Enki.
Sein Cryptonomicon befasst sich in zwei Zeitsträngen mit dem Thema Kryptographie. Stephenson verwebt hier die Lebensgeschichte von Lawrence Waterhouse, eines fiktiven, an der Entschlüsselung der Enigma beteiligten Mathematikers in der Endphase des Zweiten Weltkriegs und die Geschichte seines Nachfahren, Randy Waterhouse, der in Südostasien einen „Datenhafen“ errichten will. Eine zentrale Rolle im Roman spielt ein von Bruce Schneier entworfener Verschlüsselungsalgorithmus.
Die drei Romane der Barock-Trilogie, Quicksilver, The Confusion (bisher nur auf englisch) und The System of the World (bisher nur auf englisch), spielen Ende des 17. bis Anfang des 18. Jahrhunderts. Sie erzählen erneut in mehreren Handlungssträngen die Geschichte des Mitglieds der Royal Society Daniel Waterhouse, der mehr durch Zufall in den Adelsstand aufsteigenden Ränkeschmiedin Eliza und des Vagabunden Jack Shaftoe und greifen damit der Handlung des Cryptonomicons voraus.
Stephensons In the Beginning... Was the Command Line ist im Gegensatz zu seinen anderen Werken kein Roman, sondern ein Aufsatz über Freie Software. Insbesondere werden mittels einer Metapher die Betriebssysteme Mac OS, Linux, Microsoft Windows und BeOS miteinander verglichen.
Werke
- The Big U – (1984 – ISBN 0-38081603-2)
- Zodiac: The Eco-Thriller – (1988 – ISBN 0-55357386-1)
- Snow Crash – (1991 – ISBN 3-442-45302-X)
- Interface – (1994, zusammen mit George Jewsbury – ISBN 0-55338343-4, englische Ausgabe)
- The Diamond Age – (1996 – ISBN 3-442-45154-X)
- Cryptonomicon – (1999 – ISBN 3-442-54529-3)
- In the Beginning... was the Command Line – (1999 – ISBN 0-38081593-1)
- Quicksilver: Volume One of the Baroque Cycle – (2003 – ISBN 3-44254568-4)
- The Confusion: Volume Two of the Baroque Cycle – (2004 – ISBN 0-43401238-6, englische Ausgabe)
- The System of the World: Volume Three of the Baroque Cycle – (2004 – ISBN 0-06052387-5, englische Ausgabe)
Weblinks
- http://www.nealstephenson.com
- Metaweb, das Wiki rund um Stephensons Werk
- http://www.well.com/user/neal/
- http://www.nealism.net/de_index.shtml
- In the Beginning was the Command Line – kompletter Text
Rezensionen
- Buchwurm.info: Quicksilver (Manhattan, September 2004)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stephenson, Neal |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | in Seattle lebender Science-Fiction-Autor |
| GEBURTSDATUM | 31. Oktober 1959 |
| GEBURTSORT | Fort Meade, Maryland, USA |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
