Nebel
Für weitere Bezeichnungen siehe: Nebel (Begriffsklärung)
[[Bild:DSC01386.JPG|thumb|Nebel in der Region ]] Unter Nebel versteht man fein verteilte Flüssigkeitströpfchen (insbesondere Wassertröpfchen) in der Luft. Technisch gesehen ist Nebel ein Aerosol.
Natürlicher Nebel entsteht, wenn sich wassergesättigte Luft abkühlt. Dadurch kann die Luft nicht mehr so viel Wasser aufnehmen und das "überschüssige" Wasser kondensiert in kleinen Tröpfchen aus. Dieses wird noch beschleunigt, wenn sogenannte Kondensationskerne vorhanden sind, d. h. Ruß- oder ähnliche Partikel, an denen sich das Wasser aus der Luft anlagern kann. So kann dann auch, bei entsprechender Luftverschmutzung, eine Mischung aus Nebel und Rauch-, Ruß- und anderen Partikeln Smog entstehen.
Nebel entsteht bevorzugt im Winterhalbjahr in der Nähe von Gewässern, da in dieser Jahreszeit die Sonne tagsüber Wasser verdunstet, die Luft sich abends aber so stark abkühlt, dass das Wasser wieder kondensiert. Wenn es im Sommer plötzlich zu einem Kaltlufteinbruch kommt, kann auch in dieser Zeit Nebel auftreten, was jedoch nicht allzu häufig geschieht. Wenn Nebel bei Temperatur über 0° Celsius an Pflanzen und anderen Sachen kondensiert, so entsteht Tau; liegt die Temperatur unter dem Gefrierpunkt, so kann sich Reif absetzen.
thumb|left|Nebel im Hochwald Nebel entsteht oft in räumlich sehr begrenzten Gebieten, so genannten Nebelbänken. Die plötzliche Einschränkung der Sicht beim Durchfahren solcher Nebelbänke ist eine häufige Ursache von Autounfällen.
thumb|Von Sonnenstrahlen durchbrochene Nebelbank Künstlich lässt sich Nebel entweder durch gezielte Übersättigung von Luft mit Wasser herstellen (z.B. Verdampfen von Wasser; der sichtbare "Wasserdampf" ist in Wahrheit Nebel) oder direkt durch feines Versprühen von Flüssigkeit.
Der oft auf Bühnen verwendete Kunstnebel wird durch Trockeneis erzeugt: Gefrorenes Kohlendioxid entzieht der Luft beim Verdampfen Wärme; dadurch kondensiert der in der Luft enthaltene Wasserdampf, was den gewünschten Effekt erzeugt.
Eine wissenschaftliche Anwendung künstlichen Nebels ist die Nebelkammer. Diese nützt aus, dass ionisierende Strahlung Kondensationskeime bildet, an denen sich besonders viele Wassertröpfchen bilden. Schnelle durchfliegende Teilchen erzeugen dadurch entlang ihrer Flugbahn einen Streifen dichteren Nebels. Die Teilchen werden durch ein Magnetfeld unterschiedlich abgelenkt, so dass sie anhand ihrer Flugbahn identifiziert werden können.
Nebelformen sind:
- Strahlungsnebel
- Berührungsnebel (entsteht wenn feuchte Luft mit kalten Oberflächen in Kontakt kommt)
- Mischungsnebel (entsteht über Wasserflächen oder feuchten Oberflächen, z.B. auch bei der Kaffeetasse oder beim Suppenteller)
- Eisnebel
Siehe auch: Hochnebel, Dampf, Wolke, Sfumato, Nebelschlussleuchte, Aerosol
