Neidkopf

Als Neidkopf bezeichnet man jene Fratzen, die oft an Mauern, Türen oder Giebeln von Häusern und Gebäuden angebracht sind.

Um das Böse abzuwehren, brachte man in Europa gerne fratzenhafte Köpfe von Tieren, Menschen oder fabelhaften Ungeheuern aus Stein oder Holz an Türen an. Diese Fratzen nennt man Neidkopf. Der Neidkopf soll nach Volkes Glaube das Unheil und Böse abwehren. Die Bösen Mächte und Geister sollten den Menschen in den damit bedachten Gebäuden nichts neiden und sie damit nicht gegen die Bewohner aufbringen. Neidköpfe gab es von der Größe eines Handtellers bis zu Kopfgröße. Selten erreichten sie in Steinform als Stufe zur Haustreppe einen Größe bis 1,50 m. Neidköpfe befanden sich besonders an nach Westen ausgerichteten Pfeilern und Gebäudeteilen, da man die Dämonen hauptsächlich dort vermutete.

Der Brauch geht vermutlich auf keltischen Ursprung zurück, als man feindliche Schädel an den äußeren Begrenzungen der Bauten anbrachte, um Feinde abzuschrecken. Er galt außerdem als Glücksymbol und wurde auch auf Rüstungen angebracht. Man glaubte, mit der Zurschaustellung des Kopfes habe man Gewalt über die Seele und den Geist des Feindes. Ohne Kenntnis dieses Kults wurde der Brauch mit Steinköpfen vom inzwischen christianisierten Volk weiterhin beibehalten.

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Abbildungen von Neidköpfen sind zu sehen:

See also: Neidkopf, Dämon, Fratze, Gebäude, Geist, Giebel, Kelten, Neid