Nekrolog

Nekrolog (griech. nekros = tot / Leiche - logos = Rede) ist ein Nachruf mit Lebensabriss des Verstorbenen, bzw. die Sammlung von Nachrufen. In mündlicher oder schriftlicher Form wird hierbei seines Lebens bzw. dessen Wirkens gewürdigt.

Inhaltsverzeichnis

Antike

Aus Überlieferungen aus der Antike von Dionysios von Halikarnassos und Menander kennen wir rhetorische Regeln für Nekrologe.

Mittelalter

Aus dem Mittelalter kennt man Totenverzeichnisse in Klöstern und Stiften, welche als Nekrologium bezeichnet werden. In diesen Verzeichnissen waren die Namen derer notiert, denen man im Gebet zu gedenken hatte. Auch heute noch sind bedeutende Nekrologien aus den Klöstern Fulda, Prüm und Lorch erhalten

Zeit Martin Luthers

Eine andere Art von Nachrufen kennen wir in Form von Leichenreden oder Leichenpredigten. Zu Zeiten Martin Luthers bis in die Barockzeit waren Leichenpredigten Bestandteil adeliger und bürgerlicher Begräbnisse. Sehr bekannt wurde Luthers Leichenpredigt aus dem Jahr 1525 auf Kurfürst Friedrich den Weisen von Sachsen. Ca. 40 000 verschiedene Leichenpredigten hat Reichsgräfin Sophie Eleonore zu Stolberg-Stolberg (1669-1745) gesammelt. Philipp Jacob Spener, ein evangelischer Theologe, (1635 - 1705) ist ebenfalls für seine Sammlung von Leichenpredigten bekannt.

Siehe auch

Modèle:Vorlage:Navigationsleiste Nekrolog

See also: Nekrolog, 1525, Dionysios von Halikarnassos, Friedrich III. (Sachsen), Fulda (Stadt), Leichenpredigt, Lorch, Martin Luther, Menander, Mittelalter