Nelly Sachs
Nelly Sachs (* 10. Dezember 1891 in Berlin; † 12. Mai 1970 in Stockholm) war eine deutsche Schriftstellerin und Lyrikerin. 1966 verlieh das Nobelpreiskomitee ihr – gemeinsam mit Samuel Josef Agnon – den Nobelpreis für Literatur „für ihre hervorragenden lyrischen und dramatischen Werke, die das Schicksal Israels mit ergreifender Stärke interpretieren.“
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Leben
Nelly Sachs wurde als Leonie Sachs und Tochter jüdischer Eltern in Berlin-Schöneberg, Maaßenstraße 12, geboren, wo eine Gedenktafel an die Lyrikerin erinnert. Sie begann bereits im Alter von 17 Jahren Gedichte zu schreiben. Erst 1947 wurde indes ihr erster Gedichtband In den Wohnungen des Todes veröffentlicht.
1940 gelang ihr durch die Hilfe der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf die Emigration nach Schweden. 1965 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, im Jahr darauf den Nobelpreis für Literatur. Sie pflegte Kontakte u. a. zu Karl Schwedhelm.
Die Laudatio zur Nobelpreisverleihung und Nelly Sachs Antwort
Die Laudatio bei der Verleihung des Nobelpreises an Nelly Sachs hielt Ingvar Andersson, der darin unter anderem sagte:
- Ihr lyrisches und dramatisches Werk gehört jetzt zu den großen Klagen der Literatur, aber das Gefühl der Trauer, welches sie inspirierte, ist frei von Haß und verleiht dem Leiden der Menschheit Größe. Wir ehren Sie heute als Trägerin einer Botschaft des Trostes, die all jenen gilt, die am Schicksal der Menschheit verzweifeln.
Nelly Sachs antwortete darauf mit einem Gedicht;
- In der Flucht
- Welch großer Empfang
- Unterwegs -
.Eingehüllt
- In der Winde Tuch
- Füße im Gebet des Sandes
- Der niemals Amen sagen kann
- Denn er muß
- Von der Flosse in den Flügel
- Und weiter -
- Der kranke Schmetterling
- Weiß bald wieder vom Meer -
- Dieser Stein mit der Inschrift der Fliege
- Hat sich mir in die Hand gegeben -
- An Stelle von Heimat
- Halte ich die Verwandlung der Welt -
Sammel- und Werkausgaben
- In den Wohnungen des Todes, 1947
- Die Leiden Israels, 1951
- Fahrt ins Staublose. Die Gedichte, Band 1, 1961
- Zeichen im Sand. Die szenischen Dichtungen, 1962
- Ausgewählte Gedichte, 1963
- Landschaft aus Schreien, 1966
- Gedichte, 1977
- Suche nach Lebenden. Die Gedichte, Band 2, 1979
- Frühe Gedichte und Prosa, 1983
Literatur über Nelly Sachs
- Ruth Dinesen; Nelly Sach - Eine Biographie, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1992, ISBN 3-518-40426-1
- Petra Oelker; Und doch, am Ende steht wieder das Licht, wenn auch noch so fern, in Charlotte Kerner; Nicht nur Madame Curie - Frauen, die den Nobelpreis bekamen, Belz Verlag Weinheim und Basel 1999, ISBN 3-407-80862-3
- Gertraude Wilhelm (Hrsg); Die Literaturpreisträger - Ein Panorama der Weltliteratur im 20. Jahrhundert, Econ Taschenbuch VErlag Düsseldorf, 1983, ISBN 3-612-10017-3
Sachs, Nelly
Sachs, Nelly
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Sachs, Nelly
Sachs, Nelly
Sachs, Nelly
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sachs, Nelly |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Deutsche Schriftstellerin, (Lyrik) und Literatur-Nobelpreisträgerin |
| GEBURTSDATUM | 10. Dezember 1891 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 12. Mai 1970 |
| STERBEORT | Stockholm |
