Neo (Plansprache)

Neo ist eine Plansprache, die bereits in den 30er Jahren entwickelt und 1966 von dem Belgier Arturo Alfandari (1888-1969) in seinem Buch "Rapid Method of Neo" vorgestellt wurde.

Die Sprache steht in der Tradition von Esperanto, Ido und Novial. Die Grammatik nimmt in diesem Buch lediglich zwei Seiten ein und umfasst das gesamte Regelwerk, das die Schreibweise und Aussprache, alle Wortarten, die Syntax, Zeitenbildung und den Wortschatz betrifft.

In den 60er Jahren wurde die Plansprache in Floyd und Evelyn Hardins "International Language Review" präsentiert, wodurch sich eine Freundschaft zwischen den Herausgebern und dem Erfinder entwickelt hat, die schließlich in der "Friends of Neo"-Vereinigung Ausdruck fand. Ein paar Jahre lang sah es so aus, als wäre Neo eine ernst zu nehmende Konkurrenz für Esperanto und Interlingua. Durch den Tod Alfandaris geriet sie aber fast vollständig in Vergessenheit.

Douglas S. Blacklock ist ein begeisterter Anhänger dieser Sprache und hat viele Texte in Neo übersetzt, darunter auch eigene Gedichte und Teile der Bibel. "Selig sind die im Geiste Armen, denn ihnen gehört das Himmelreich" liest sich in Neo wie folgt: "Ixa lo spirtopovas, den zia lo cela royado." Auffallend bei dieser Übersetzung und charakteristisches Merkmal von Neo ist die Kürze des Ausdrucks. Neo-Sätze sind in der Regel um einiges kürzer als ihre englischen und deutschen Pendants.

Selbst Eigennamen werden in Neo angepasst, so wird aus Shakespeare Shexpir und aus Hamlets berühmten Monolog "Si o no si, em lo qestyon".

See also: Neo (Plansprache), Bibel, Eigenname, Esperanto, Grammatik, Hamlet, Ido, Interlingua, Novial, Plansprache