Netzfrequenz

Mit Netzfrequenz bezeichnet man die in einem Stromnetz herrschende Frequenz des elektrischen Stroms.

Die Einheit der Frequenz ist das Hertz, abgekürzt Hz. Diese Einheit leitet sich von der Sekunde als SI-Basiseinheit der Zeit ab als 1 Hz = 1/s. Die Einheit Hertz ist nach dem deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz benannt.

Gleichstrom hat die Frequenz 0 Hz. Wechselstrom und Drehstrom hat eine Netzfrequenz > 0 Hz. In Europa wird für das allgemeine Stromnetz eine Netzfrequenz von 50 Hz verwendet. Einige Eisenbahnen verwenden davon abweichende Netzfrequenzen, so arbeitet die Deutsche Bahn z.B. mit einem Fahrstrom der Frequenz 16 2/3 Hz. In Amerika (Karte) verwendet man im Allgemeinen ein Stromnetz mit einer Netzfrequenz von 60 Hz. Für Eisenbahnen und industrielle Abnehmer findet man dort auch eine Netzfrequenz von 25 Hz vor. In spezialisierten Bereichen, so z.B. in Flugzeugen, trifft man auch aus Sicherheitsgründen höhere Netzfrequenzen an (z. B. 440 Hz), da sich die Auswirkungen eines Stromschlag fast wie bei einem Gleichstromunfall verhalten (Geringere Gefahr von Herzkammerflimmern).

Die Wahl der Netzfrequenz ist ein Kompromiss aus verschiedenen technischen Randbedingungen. Die Festlegung erfolgte in der Anfangszeit der Elektrifizierung, also um die Jahrhundertwende zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert. Die maßgeblichen Randbedingungen waren also diejenigen, die sich zu jenem Zeitpunkt ergaben. Hier sind einige davon:


Kategorie:Elektrische Energie

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