Neu-Ulm

Wappen Karte
140px|Wappen der Stadt Neu-Ulm 140px|Karte von Deutschland, Position von Neu-Ulm hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Region: Donau-Iller
Kreis: Neu-Ulm
Fläche: 80,5 km²
Einwohner: 54.047 (01.07.2004)
Bevölkerungsdichte: 675 Einwohner je km²
Höhe: 470 bis 527 m ü. NN
Postleitzahlen: 89231, 89233
(alte PLZ: 7910)
Vorwahlen: 0731, 07307, 07308
Geografische Lage: 48° 23' n. Br.
10° 00' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: NU
Gemeindeschlüssel: 09 7 75 135
Stadtgliederung: 12 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Augsburger Straße 15
89231 Neu-Ulm
Webseite: www.neu-ulm.de
E-Mail-Adresse: info@stadt.neu-ulm.de
Politik
Oberbürgermeister: Gerold Noerenberg (CSU)
Mehrheitspartei: CSU

Neu-Ulm ist eine Stadt im Westen Bayerns an der Donau. Sie hat etwa 50.000 Einwohner und liegt gegenüber der baden-württembergischen Stadt Ulm, am rechten Ufer der Donau. Neu-Ulm ist eines von 23 Oberzentren Bayerns und bildet mit Ulm ein länderübergreifendes Doppelzentrum.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Geschichte Neu-Ulms beginnt mit dem Wechsel der Hoheit über die Stadt Ulm vom Königreich Bayern zum Königreich Württemberg im Jahre 1810. Die Grenzziehung erfolgt dabei in der Mitte der Donau. Dabei bleiben die Besitzungen auf der gegenüberliegenden Seite der Donau, flussabwärts gesehen die rechte Seite, unter bayerischer Hoheit, die "Geburtsstunde" Neu-Ulms.

Zunächst besteht der Ort aus ein paar Gärten, Höfen, Wirtshäusern und dem Dorf Offenhausen. Anfangs meldet man sich denn auch noch mit Ulm am rechten Donauufer. 1814 wird der Name Neu-Ulm erstmals aktenkundig vermerkt. Der Aufschwung kommt erst einige Jahrzehnte später in Gang: 1841 beschließt die Frankfurter Bundesversammlung den Bau der Bundesfestung Ulm.

König Ludwig I. erreicht eine Einbeziehung der Ortschaft Neu-Ulm innerhalb der Festung. Somit marschieren in Neu-Ulm, nachdem es 1853 an die Bahnlinie nach Augsburg angeschlossen wurde, die Soldaten ein - Neu-Ulm wird zum Garnisonsstandort. 1857 erhalten die Bürger ihr Stadtwappen, obwohl sie rechtlich noch immer keine Stadt sind. Dies geschieht erst durch den Märchenkönig Ludwig II., 1869.

thumb|300px|none|Neu-Ulm 1915 Bürgermeister Josef Kollmann versteht es, die Geschicke der Stadt zu leiten: 1897 verbindet eine Straßenbahnlinie die Bahnhöfe der beiden Städte an der Donau, 1900 wird die Wasserversorgung durch die Inbetriebnahme des Wasserturmes, dem Wahrzeichen der Stadt, gesichert und 1906 dürfen endlich die Festungsmauern durchbrochen werden. Neu-Ulm zwängt sich aus seiner Enge und dehnt sich aus. Auch die ersten Fabriken siedeln sich an.

Nach dem ersten Weltkrieg wird die Garnison Neu-Ulm aufgelöst. Doch Bevölkerung und Wirtschaft wachsen weiter, Neu-Ulm wird eine wohlhabende Stadt. Aber der Zweite Weltkrieg hinterlässt seine Spuren: Fast 80% der Häuser und sämtliche Brücken über die Donau sind zerstört. Mühselig beginnt der Wiederaufbau.

1951 rücken wieder Soldaten in die Stadt: Bis 1991 beherbergt Neu-Ulm die amerikanischen Streitkräfte. 1980 werden auf dem Areal der Amerikaner Pershing II Raketen stationiert, samt den dazugehörigen atomaren Sprengköpfen.

Der Abzug der Amerikaner hinterlässt in Neu-Ulm Spuren, sowohl in wirtschaftlichem Sinne als auch durch die Hinterlassenschaften. Es gilt nun, das Kasernengebiet in die Stadt zu integrieren. Das Areal der ehemaligen amerikanischen 'Wiley'-Kaserne wird zum neuen Neu-Ulmer Stadtteil Wiley und beherbergt nun Wohn- als auch Gewerbeflächen. Und die Aussicht auf große städtebauliche Chancen durch das seit 2003 in Bau befindliche Projekt Neu-Ulm 21 der Deutsche Bahn, bei dem ca. 14 Hektar Gleisflächen in der Innenstadt frei werden und die Ausrichtung der Landesgartenschau 2008 erlauben eine weitsichtige Planung, die vor allem dem Faktor Umwelt ein beträchtliches Maß an Aufmerksamkeit zukommen lassen. Zumal entsteht hier in Wiley der Neubau der Fachhochschule Neu-Ulm.

Wappen

Das Wappen existiert seit 1857 und ist folgendermaßen gestaltet: Geteilt von Schwarz, Silber und Blau, belegt mit einem silbernen Zinnenturm

Die Bedeutung ist nicht schwer: der Turm symbolisiert die Festung, die die Stadt einst umgab. Die Farben Schwarz und Silber, beziehungsweise Weiß, deuten auf die Abstammung von Ulm, die Farben Weiß und Blau auf die Zugehörigkeit zu Bayern.

Stadtteile

Neu-Ulm hat 12 Stadtteile, von denen neun in den Jahren 1972 bis 1977 eingemeindet wurden: Burlafingen, Finningen, Gerlenhofen, Hausen, Holzschwang, Jedelhausen, Ludwigsfeld, Offenhausen, Pfuhl, Reutti, Schwaighofen und Steinheim.

Politik

Neu-Ulm ist, wie die meisten Städte Bayerns, von der CSU regiert. Am 11. Januar 2004 wurde der geschäftsführende 2. Bürgermeister, Gerold Noerenberg, zum neuen Oberbürgermeister gewählt, der damit die Nachfolge von Dr. Beate Merk antrat, die am 14. Oktober 2003 von Edmund Stoiber zur neuen bayrischen Justizministerin ernannt wurde.

Der Stadtrat gliedert sich in vier Fraktionen mit sechs verschiedenen Parteien und Bürgerinitiativen (in Klammern die Anzahl der Sitze):

Die CSU (22), die SPD (14), die Grünen (3) und die Fraktionsgemeinschaft der FDP (2), der FWG (2) und der Bürgerinitiative Pro Neu-Ulm, PRO (1).

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

weitere Persönlichkeiten

Weblinks


See also: Neu-Ulm, 1. Weltkrieg, 11. Januar, 14. Oktober, 15. April, 18. August, 1810, 1814