Neuralgie
Unter dem Begriff Neuralgie fasst man anfallsartige Schmerzzustände zusammen, die von erkrankten Nerven ausgehen. Der Schmerzreiz kommt dabei nicht von Schäden im Innervationsgebiet, sondern entsteht im Nerven selbst. Auslösende Faktoren sind Infektionen (z.B. Herpes Zoster), toxische Substanzen, Quetschungen oder Durchtrennungen von Nerven oder Schäden im Zentralnervensystem. Im Gegensatz zu sonstigen Neuropathien ist der Schmerzzustand bei einer Neuralgie auf das Ausbreitungsgebiet eines einzelnen Nerven begrenzt.
Prinzipiell kann jeder Nerv des Körpers eine Neuralgie entwickeln, allerdings treten sie bei bestimmten Nerven gehäuft auf:
- Nervus trigeminus: Trigeminusneuralgie
- Nervus nasociliaris: Nasoziliaris-Neuralgie (Charlin-Syndrom)
- Nervus intermedius: Intermediusneuralgie
- Nervus ischiadicus: Ischias
- Nervus vagus: Laryngeus-superior-Neuralgie
- Plantarnerven (Nervi plantares) des Nervus tibialis: Morton-Neuralgie
- Nervus occipitalis major: Okzipital-Neuralgie
- Nervus genitofemoralis: Spermatikus-Neuralgie
Siehe auch: Clusterkopfschmerz - Phantomschmerz
Behandlung
- therapeutische Leitungsanästhesie
- Antikonvulsiva
Weblinks
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