Neurowissenschaften

Seltsamer Zufall, daß alle die Menschen, deren Schädel man geöffnet hat, ein Gehirn hatten. (Ludwig Wittgenstein)

Die Neurowissenschaften sind ein interdisziplinärer wissenschaftlicher Bereich, welcher den Aufbau und die Funktionsweise des biologischen Nervensystems untersucht.

Inhaltsverzeichnis

Paradigmen

Das Spektrum der wissenschaftlichen Ansätze zur Untersuchung des Nervensystems, die man in den Neurowissenschaften antrifft, könnte nicht vielfältiger sein. Sowohl einzelne Zellen (vor allem Neuronen und Gliazellen), Zellverbände, aber auch das ganze Gehirn bzw. das zentrale oder periphere Nervensystem sind Untersuchungsgegenstand von Neurowissenschaftlern. Im Mittelpunkt des Interesses können dabei sehr verschiedene Fragen stehen, z.B. die Rolle entwicklungssteuernder Gene, Aktivitätsmuster des gesamten Gehirns oder die speziellen Proteine der Nervenzellen, um nur einiges zu nennen.

Neben der experimentellen Grundlagenforschung wird auch medizinischen Fragestellungen nachgegangen, wie z.B. die Heilung von Nervenkrankheiten oder Demenzen. Darüberhinaus liefern die Neurowissenschaften auch Anstöße für die Klärung philosophischer Fragen, die sich zum Beispiel mit Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Gedächtnis, Seele, Geist etc. befassen.

Es besteht eine Beziehung zwischen Neurowissenschaften und der psychologischen Kognitionswissenschaft.

Disziplinen der Neurowissenschaften

Medizin

Folgende klinische Fachdisziplinen befassen sich mit Funktionsweisen, Erkrankungen und Störungen des Nervensystems. Die Übergänge sind teilweise fließend.

Sie werden von folgenden Disziplinen unterstützt:

Literatur

Siehe auch

German Brain Immune Network, Hugo Besedovsky

Weblinks

See also: Neurowissenschaften, Bewusstsein, Bindungstheorie, Demenz, Entwicklungsgenetik, Entwicklungsneurobiologie, Gedächtnis, Gehirn, Geist, Gen