New Orleans Jazz (Musik)
Mit New Orleans Jazz bezeichnet man eine archaische Form des eigentlichen Jazz, von 1900 bis etwa 1930, benannt nach seinem Ursprungsort New Orleans, ursprünglich nur von Farbigen gespielt. Der historische Vorgänger waren Ragtime und die Musik der Marching Bands, Märsche, Hymnen, Negro Spirituals und Blues. Um 1940, am Ende der Swing-Ära und nahe der Geburtsstunde des Bebop, erlebte der New Orleans Jazz eine Renaissance.
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Stilmerkmale
Besetzungen
- Rhythmusgruppe
- Klavier, Bass oder Tuba, selten Basssaxophon, Schlagzeug und eventuell Gitarre oder Banjo
- Melodieinstrumente
- Kornett oder Trompete, Klarinette und Posaune, selten Saxophon
Um 1900 herrschten in der Stadt New Orleans im Vergleich zu anderen amerikanischen Städten relativ freie Rassengesetze, was dazu führte, dass sich die dort relativ zahlreich vorhandenen Einwanderergruppen, u.a. Franzosen und Spanier mit ihrer Kultur untereinander mischten. Besonders zwei Gruppen schwarzer Bürger trafen hier aufeinander und hatten maßgeblich Einfluss auf die Entwicklung des New Orleans Stils: Den Kreolen, eine Gruppe, die neben farbigen auch französische Wurzeln hatte, stand die Gruppe der Schwarzen gegenüber, die afrikanischer Abstammung war. Während die Kreolen eher bürgerlich und kultiviert lebten, waren die Schwarzen mit afrikanischen Vorfahren proletarischer. Dem Einfluss der Kreolen ist es zu verdanken, dass im New Orleans-Stil der Klarinette eine so große Bedeutung zukommt, da sie in Frankreich zur damaligen Zeit sehr beliebt war.
Wichtige Musiker
- Jelly Roll Morton
- King Oliver
- Buddy Bolden, Kornett
- Kid Ory, Posaune
- Louis Armstrong, Kornett
- Jimmy Noone, Klarinette
- Johnny Dodds, Klarinette
- Baby Dodds, Schlagzeug
- Nick La Rocca, Trompete
- Sidney Bechet, Saxophon, Klarinette
- Tommy Ladnier, Trompete
- Bunk Johnson, Trompete
Wichtige Bands
Bekannte Kompositionen
- At the Jazz Band Ball
- Darktown Strutters' Ball
- Memphis Blues
- King Porter Stomp
- Panama
- Tiger Rag
