Niccolo di Conti
Niccolo di Conti (auch Nicolo de' Conti, Niccolo da Conti, Niccolò da Conti; * ca. 1395; † 1469) war ein venezianischer Kaufmann und Entdeckungsreisender.
Leben und Reisen
Um 1419 verließ er Venedig und ließ sich in Damaskus nieder. Er bereiste Ägypten und wurde dort Moslem. Nach der Heirat mit einer Muslimin wurde ihm sogar die Reise nach Indien gestattet. In der damaligen Zeit verwehrten die Araber jedem Christen eine Reise in den Osten, um so nicht ihr Handelsmonopol mit Indien und China zu gefährden.
Im indischen Hafen Kalikut sah da Conti im Jahr 1421 die chinesische Flotte. Er beschrieb sie später in einem Bericht an den Papst recht detailliert insbesondere den Schiffbau. Er lernte Arabisch und bereiste bis 1444 Asien.
Niccolo di Conti reiste zunächst durch die Wüste nach Bagdad, dann per Schiff auf dem Tigris nach Basra. Über den Persischen Golf führte sein Weg nach Persien und Indien. Von Cambay aus bereiste er die Westküste nach Pacamuria. Er querte den indischen Subkontinent und besuchte Vijayanagar (Hauptstadt des Dekkan bis 1556). An der Ostküste stattete er dem Grab des Heiligen Thomas in Maliapur seinen Besuch ab. Um 1421 blieb er für ein Jahr in Pedir (Nord-Sumatra). Über Burma und Bangladesch ging es nach Java, von dort nach Champa (Vietnam). Die Rückreise erfolgte über Calicut, Cambay, Aden, Berbera, Jiddah, den Sinai und Kairo.
1444 kehrte Niccolo di Conti nach Venedig zurück. Seine Reiseberichte wurden auf Veranlassung von Papst Eugen IV. von dessen Sekretär Giovanni Francesco Poggio Bracciolini niedergeschrieben.
Auf seiner Reise hatte di Conti Kontakt zu Chinesen, die ihm auch über Japan berichteten. Seine Berichte dienten u.a. Martin Behaim als Grundlage für seinen Globus.
Weblinks
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Conti, Niccolo di |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | venezianischer Kaufmann |
| GEBURTSDATUM | um 1395 |
| GEBURTSORT | Venedig |
| STERBEDATUM | um 1469 |
| STERBEORT | |
