Nichtkommerzieller Lokalfunk

Nichtkommerzieller Lokalfunk (NKL) ist neben dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und dem privaten Rundfunk die so genannte dritte Säule des Rundfunksystems in der Bundesrepublik Deutschland und anderen Ländern. Das duale Rundfunksystem ist de facto ein triales.

Nichtkommerzielle Radio- und Fernsehsender sind werbefrei und haben u.a. den Auftrag, allen den Produktionszugang zu diesen beiden elektronischen Medien zu ermöglichen. Lokalfunk bedeutet, dass die Sender ein lokal begrenztes Verbereitungsgebiet haben.

Zu empfangen sind die Programme terrestrisch mittels Antenne und/oder über Kabel.

Zu den Anbietern nichtkommerziellen Lokalfunks gehören:

  1. freie Radios
  2. offene Kanäle
  3. Bürgerradio (Nordrhein-Westfalen)
  4. Uniradios

Freie Radios sind selbstorganiserte Projekte und finanzieren sich aus GEZ-Gebühren und/oder Eigenmitteln. Jedes freie Radio in Deutschland benötigt eine eigene Zulassung durch die jeweilige Landesmedienanstalt.

Offene Kanäle sind Einrichtungen der Landesmedienanstalten und werden von diesen finanziert, betreut und kontrolliert.

Uniradios sind Einrichtungen der jeweiligen Universitäten und werden von diesen finanziell getragen. Nicht alle Universitäten betreiben ein Uniradio, sondern vorrangig jene mit einem eigenen Publizistik-Studiengang (o.ä.).

Allen gemeinsam ist, dass sie größtenteils durch unbezahlte, ehrenamtliche Arbeit funktionieren.

Bei allen unterschiedlich sind die Organisationsmodelle.

Weblinks

See also: Nichtkommerzieller Lokalfunk, Antenne (Technik), Duales Rundfunksystem, Elektronische Medien, Fernsehen, Freies Radio, GEZ, Hörfunk, Kabelfernsehen, Landesmedienanstalt