Niedere Weihe
In der Katholischen Kirche zählt die Priesterweihe zu den Sakramenten. Als Vorstufe auf diese Weihe gab es bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts die so genannten niederen Weihen. Diese stammen aus einer Zeit, als die Kirche für jede liturgische Funktion eine eigene Beauftragung ("Weihe") benannte. In den Orthodoxen Kirchen existieren die entsprechenden Ämter und Ehrentitel bis heute, waren aber nie mit einer Weihe verbunden.
Im Einzelnen sind dies:
- Ostiarier (Niedrigster Weihegrad, seit 3. Jahrh.)
- Aufgaben:
- Bewachen der Kirchentüren
- Läuten der Glocken
- Lektor (seit 4. Jahrh.)
- Aufgaben:
- Vorlesen aus der Heiligen Schrift
- Exorzist (seit 3. Jahrh.)
- Aufgaben:
- Mit Erlaubnis des Bischofs Besessene heilen
- Akolyth (seit 3. Jahrh.)
- Aufgaben:
- Sorge für das Licht und den Wein
- Helfer des Subdiakons und des Diakons
- Subdiakon (seit 3. Jahrh.)
- Diese Weihe gehörte eigentlich zu den höheren Weihen (siehe die drei Stufen des Weihesakraments), wurde jedoch ebenfalls in den 60er Jahren abgeschafft. Der Vollständigkeit wegen sei sie hier erwähnt.
- Aufgaben:
- Bedingung:
- Zölibat (nicht in den Ostkirchen)
