Nikon-MF-Kameras

Neben der Nikon-F-Serie für den professionellen Bereich brachte Nikon diverse andere Kleinbildkameras mit manuellem Fokus auf den Markt. Diese Modelle haben alle das F-Bajonett von Nikon und können in den meisten Fällen sogar mit aktuellen Objektiven betrieben werden.

Inhaltsverzeichnis

Nikkormat Serie

Nikkormat FTn (1967-1975)

Die auch als die Schwester der Nikon F oder F2 bezeichnete Nikkormat FTn wurde sowohl als Ersatzkamera von Profis als auch von Amateuren genutzt. So wurde diese Kamera oft zum Einstieg in das große und hochgepriesene Nikon SLR System genutzt. Von den technisch ausgereifteren Modellen unterscheidet sich diese Kamera hauptsächlich dadurch, dass kein Motorantrieb angeschlossen werden kann und das Sucherprisma und die Mattscheibe nicht ausgetauscht werden können.

Nikkormat FT-2 (1975)

Als Nachfolgemodell der FTn unterschied sich diese Kamera fast nur durch den auf dem Prisma angebrachten Blitzschuh. Sie gehört immer noch zu den non-AI Nikon SLR Kameras.

Nikkormat FT-3 (1977)

1977 führte Nikon das AI-Steuersystem für die automatische Eingabe der größten Objektivblende an das Belichtungsmeßsystem ein. Hierbei wurden alle Kamera mit der neuen AI-Blendenkupplung versehen und somit wurde die FT-2 auch in FT-3 umbenannt und als neues Modell vertrieben. Technisch unterscheiden sich die Modelle nicht.

Noch im gleichen Jahr wurde die Produktion der FT-3 eingestellt, da diese Kamerareihe von der FM-Serie abgelöst werden sollte, die kompakter und leistungsstärker war.

Nikkormat EL (1972)

Die EL verfügt über einen elektronischen Verschluss, der eine automatischen Belichtungssteuerung zulässt. Damit steht diese Kamera zwischen der Nikkormat FTn und der F2, wobei sie technisch nur wenig mit der FTn zu tun hatte.

Nikkormat ELW (1976)

ELW (Winder)

Da es keine Möglichkeit gab, an der Nikkormat EL eine Motorantrieb zu betreiben, dies aber am Markt verlangt wurde, wurde die EL mit Kontakten und mechanischen Kupplungen vorbereitet, sodass ein Motoantrieb daran betrieben werden konnte.

Nikon EL-2 (1977)

Als Nachfolger der Nikkormat ELW beendete die Nikon EL-2 die Nikkormat-Reihe.

Die wichtigsten Änderungen:

FM Serie

Nikon FM (1977)

1977 stelle zum 60 Jahrigen Jubiläum Nippon Kogaku K.K. die Nikon FM vor. Sie war eine völlige Neukonstruktion und bestach durch eine nahezu Öl und Schmiermittelfreie Mechanik und durch hochsensieble Photozellen im Belichtungsmesser, die innerhalb von einer 1/25 Sekunde auf 1/5 Blende genau messen. Durch das fehlende Öl (bzw. Schmiermittel) ist die Kamera für den Einsatz in extremen Temperaturen (- 30 bis + 40 C°) bestens geeignet.

Zum 60. Jubiläum wurde ein Sondermodell mit sehr geringer Auflage vergoldet und mit Echsenleder veredelt.

Nikon FM2 (1982)

1982 hatte es Nikon geschafft, als erstes Unternehmen eine Kamera für die Masse zu produzieren, die eine Belichtungszeit von 1/4000 sec und eine Blitzsynchronzeit von 1/200 sec erlaubt.
Mit der ausgereiften vollmechanischen Technik (nur um den Belichtungsmesser zu betreiben, ist eine Knopfzelle nötig, die wohl viele tausend Aufnahmen überlebt) blieb die Kamera 18 Jahre lang in den Regalen der Händler für Kunden mit dem besonderen Anspruch einer voll manuellen Kamera vorrätig.

Nikon FM2n (1983)

Bereits 1983 wurden in die FM2 neue Verschlüsse verbaut, die eine höhere Blitzsyncronzeit (1/250 sec) zulassen.
Rein mechanisch ist die Kamera sonst nicht verändert worden. Wahrscheinlich ist das n der Typenbezeichnung an der Gehäusevorderseite erst 1986 hinzugekommen. Bis dahin wurde sie oft auch nur als New FM2 bezeichnet. Trotzdem kann über das Wählrad für Belichtungszeit erkannt werden, um welche Modellversion es sich handelt. Hier sind die Blitzsyncronzeiten Rot eingefärbt.
1989 wurde der immer noch mit dem Wabenmuster versehene Titanverschluss durch einen mit Alluminiumlamellen versehenen Verschluss ersetzt.

Nikon FM2 T (1994)

1994 wurde die FM2 T als Sondermodell mit einem noch robusterem Gehäuse aus Titan versehen.

Nikon FM10 (1995)

Diese Kamera war nicht als Nachfolger der FM2 angedacht. Vielmehr sollte sie den Sprung in eine deutlich günstigerere Preisklasse machen. Auf die essentziellen Funktionen reduziert und in ein Palstik Gehäuse verpackt sollte sich diese Kamera - Gerüchten nach - besonders auf dem Markt der Dritten Welt etablieren.

Nikon FM2n Millennium (2000)

Zum Jahrtausenwechsel brachte Nikon die FM2n als Millennium-Sondermodel in einer limitierten Auflage nochmals ins Gespräch bevor das FM2n Modell dann 2001 nach fast einem viertel Jahrhundert durch die FM3A abgelöst wurde.

Nikon FM3A (2001)

Als Nachfolger der FM2 und einzige noch von Nikon vertriebene Kamera mit manuellem Fokus bietet sie durch einen hybrieden Verschluß sowohl die vollmechanische Zeitensteuerung der FM2 als auch eine Zeitautomatik wie sie aus der FE Serie bekannt ist. TTL-Blitztechnik, Messwertespeicher, Belichtungskorrektur und automatische Erkennung der Film DX-Codierung sind nur wenige Features die diese Kamera zu einem - durch ihre Vorgänger bekannt - unverwüstlichen und unter schwierigsten Bedingung arbeitenden Fotoklassiker machen. Der Hit schlechthin. Buy or die!

FE Serie

Nikon FE (1978)

Bei der Einführung der FM Serie (1977), die ja voll mechanisch arbeitete entstand auch die Nachfrage nach eine Kamera mit Zeitautomatik. So kam 1978 die FE auf den Markt die mit einem elektronischen Verschluss versehen wurde mit dem Belichtungszeiten von 1/1000 bis 8 Sekunden möglich waren. Leider war bei leerer Batterie nur noch eine Verschlusszeit von 1/90 sec möglich die mechanisch arbeitete. Dafür konnten im Gegensatz zur FM die Matscheiben ausgetauscht werden um so z.B. ein helleres Sucherbild zu erhalten.

Nikon FE2 (1983)

Kaum ein Jahr nach der Einführung der Nikon FM2 wurde auch die FE zur FE2 aufgewertet. Sie bekam einen neuen Elektronischen Verschluss, der eine Belichtungszeit von bis zu 1/4000 sek und eine Blitzsynchronzeit von 1/250 sek ermöglicht. Bei aufgesetztem Blitz regelt die Elektronik automatisch auf die Blitzsynchronzeit herunter. Hellere Mattscheiben wurden bereits ab Werk eingebaut und durch eine dem Spiegel gegenläufige Platte wurden Erschütterungen beim Spiegelschlag reduzierte.

Nikon FE10 (1996)

Wie üblich wurde ein Jahr nach der manuellen Variante (FM10) auch ein Gehäuse mit Zeitautomatik angeboten. Um auch bei dieser Kamera einen günstigen Preis anbieten zu können wurde auf Möglichkeiten wie Belichtungskorrektur oder den Anschluss eines Motorantriebs verzichtet. Die Kamera im Plastikgehäuse verkaufte sich erstaunlich gut als Einsteigerkamera.

Nikon FA (1983)

Neben der FE2 brachte Nikon 1983 mit der FA eine revolutionären Kamera auf den Markt.

Die FA war die Weltweit erste Kamera mit AMP-Mehrfeldmessung (Automatic Multi Pattern). Das Sucherbild wurde in 5 Messfelder unterteilt. Die gemessenen Werte der Felder wurden durch ein Auswahlsystem geschickt und führten so zu einer fast fehlerfreien "automatischen" Belichtung. Programm-, Zeit- und Blendenautomatik machte die FA auch zu Nikons ersten Multiautomaten. Leider wurde die für ihre Zeit fast unübertroffene Kamera nicht zum Verkaufsschlager da erst ein Jahr später genügend produziert wurden und nun schon die erste Autofokus-Kamera von Minolta Konkurrenz machte. Technologisch ist die FA dennoch ein Meilenstein in der Kameratechnik und wurde so 1984 zur besten Kamera-Neuerscheinung gewählt. Dies belohnte Nikon mit einem vergoldeten Sondermodell.

Compact Nikon

Nikon EM (1979)

Die Nikon EM kam 1979 auf den Markt.
Sie war das erste Modell in einem überarbeitetem Design-Konzept, welches eine Serie von Gehäusen einläuten sollte, mit der Charakteristik von Kompaktheit, Leichtgewicht und einfachem Handling.

Nikon FG (1982)

Als Nachfolger der EM wurde die FG zusäzlich mit mit eine Programmautomatik ausgerüstet.

TTL-Blitztechnik und manuell einstellbare Verschlußzeiten, waren auch Neuerungen zur EM.

Nikon FG-20 (1984)

Die FG-20 stellt sich technisch zwischen die EM und die FG. Sie war zwar mit einem Zeiteinstellring versehen bot aber keine Programmautomatik und keine TTL-Blitzmessung.

Nikon F-301 (1985)

Die F-301 läutet als Nachfolger der FG eine neue Kamerageneration bei Nikon ein. Mit eingebautem Motor, der sogar automatisch den Film einzieht, gewohnt einfacher Bedienung und der Kompatibilität zum Nikon System machte diese Kamera auch für technisch unbedarft Hobbyfotografen interessant. Die Kamera benutzt vier Batterien von Typ Micro um den Energiebedarf des Motors zu stillen. Der optisch sehr ähnliche Nachfolger, die F-501 erschien 1986 mit einem Autofokus (siehe Nikon AF-Kameras).

Weblinks


Kategorie:Fototechnik

See also: Nikon-MF-Kameras, 1986, Autofokus, Batterie, Blendenkupplung, Fokus, Kleinbildkamera, Minolta, Nikon-AF-Kameras, Nikon (Unternehmen)