Ningxia
| Abkürzung: 宁 (Pinyin: Níng) | |
| Hauptstadt | Yinchuan |
| Fläche - Gesamt - % Wasser | 27. Stelle 66 km² |
| Bevölkerung
| 29. Stelle
|
| Verwaltungstyp | Autonome Region |
| Bild:China provinces ningxia.png | |
| ISO 3166-2-Kürzel | CN-46 |
| Bezirksebenen | 5 |
| Kreisebenen | 21 |
| Gemeindeebenen | 227 |
Ningxia (宁夏; pinyin Níngxia) ist eine Autonome Region im Nordwesten der Volksrepublik China.
| Inhaltsverzeichnis |
Geographie
thumb|left|Klimadiagramm Yinchuan Die Autonome Region der Hui grenzt im Osten an die Provinz Shaanxi, im Norden und Westen an die Innere Mongolei und im Süden an die Provinz Gansu.
Mit einer Fläche von nur 66.000 km² und einer Bevölkerungszahl von 5,6 Millionen zählt Ningxia zu den kleinsten und bevölkerungsärmsten Provinzen Chinas. 38% der Fläche bestehen aus Hügelland, 27% aus Schwemmebenen und Becken, 17% aus Tafelländern, 16% aus Gebirgen und 2% aus Wüsten. Die vom Gelben Fluss durchzogenen Schwemmebenen und Becken bilden die wichtigsten agrarwirtschaftlich genutzten Gebiete, die jedoch durch intensive und falsche Nutzung zunehmend an Fruchtbarkeit verlieren.
Klima
Das Klima Ningxias ist kontinental-gemäßigt bei von Süden nach Norden stark abnehmenden Niederschlägen. Während im Süden noch 670 mm Niederschlag im Jahr fallen, sind es in Yinchuan nur noch 200 mm. Dieser nördliche Teil Ningxias gehört zum zentralasiatischen Steppen- und Wüstenbereich.
Geschichte
thumb|Umrisskarte Ningxia Ningxia war ehemals das Zentrum des Tanguten-Reichs Xixia und wurde erst 1928 Provinz. 1954 wurde Ningxia wieder aufgelöst und in die Provinz Gansu eingegliedert. Aber schon 1958 wurde Ningxia als autonomes Gebiet für die muslimische Hui-Minorität neu gegründet.
Wirtschaft
In Ningxia befinden sich große Kohlevorkommen von guter Qualität, weitere wichtige Bodenschätze sind Gips, Kalk und Eisenerz. Dennoch gehört Ningxia zu den ärmsten Provinzen Chinas, wobei der südliche Teil zu den ausgeprägtesten Armutsregionen der Volksrepublik China gehört und deshalb besondere Finanzzuweisungen der Zentralregierung erhält. Hierbei handelt es sich um das vor allem von den muslimischen Hui bewohnte Gebiet. 1990 galten noch 60% der Hui als Analphabeten (davon 78% Frauen), während es bei der Han-Bevölkerung nur 36% Analphabeten waren (davon 49% Frauen).
1994 wurden 22% des BIP im primären, 42% im sekundären und 36% im tertiären Sektor erwirtschaftet. Gleichzeitig galten 73% der Bevölkerung als Landbevölkerung, woraus sich ableiten lässt, dass die Landwirtschaft nur einen unterdurchschnittlichen Beitrag zum Sozialprodukt leistet und wohl kaum in der Lage sein wird, Arbeitsplätze bereit zu stellen.
Mit 80,8 Stück Vieh pro km² weist Ningxia die höchste Viehdichte aller Provinzen und Autonomen Regionen Chinas auf; die Folgen sind Überweidung und Desertifikation.
Die Industrie (Metallindustrie, chemische Industrie, Maschinenbau) konzentriert sich fast ausschließlich auf die Standorte Yinchuan und Shizuishan im Norden der Autonomen Region.
Tourismus
Weblinks
- Informationsseite (englisch)
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