Ninjatō
Das Ninjatō (jap. 忍者刀) ist das gerade Kurzschwert der Ninja. Es hat normalerweise eine Klingenlänge zwischen 46-61 cm (1,5-2,0 Shaku) mit gerader Klinge, manchmal wurde einfach ein Katana gekürzt, um ein Ninjatō zu erhalten. Das Ninjatō wurde nicht nur als Waffe genutzt sondern auch als nützliches Werkzeug. Zum Beispiel wurde es als Brechstange oder Kletterhilfe verwendet. Sogar die Schwertscheide hatte mehr Funktionsmöglichkeiten als nur das Schwert zu wahren. Es konnte als Schnorchel genutzt werden oder auch um kleinere Ausrüstungsgegenstände darin zu verstauen. Eine weitere Verwendungsmöglichkeit war es, die Scheide als Blasrohr für Metsubushi (Blendpulver) zu verwenden. Dadurch konnte der Ninja dem Feind das Blendpulver ins Gesicht blasen, ihn damit blenden um dann zu Fliehen. Auch konnte man in der Scheide Wurfmesser verstecken, ein als Tsuba getarnter Wurfstern wäre auch möglich.
Im Gegensatz zum Katana der Samurais wurde das Ninjaschwert üblicherweise auf dem Rücken getragen. Dieses ermöglichte eine größere Bewegungsfreiheit des Trägers. Beim Klettern und Schleichen wäre ein langes Schwert an der Seite einfach hinderlich gewesen. Aus dieser Tragart resultiert auch die Kürze. ein längeres Schwert hätte sich über die Schulter hinweg nur schwer aus der Scheide ziehen lassen. Ebenfalls ergab sich aus diesem besonderen Schwert eine andere Kampfweise als die der Samurai.
Es ist umstritten, ob die Ninja jemals solche Schwerter benutzt haben, da es sich nicht eindeutig mit historischen Unterlagen belegen lässt. Viele halten es für eine Erfindung westlicher, moderner selbsternannter Ninja, zum Beispiel Stephen K. Hayes. Jedoch ist seine Nützlichkeit, wie oben beschrieben, nicht abzustreiten. Ein normales Katana würde sich zum Beispiel wohl kaum zum Klettern eignen.
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