Nordische Kriege

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Unter dem Begriff Nordische Kriege fasst man im Allgemeinen drei kriegerische Auseinandersetzungen im 16. bis 18. Jahrhundert um die Vorherrschaft im baltischen Raum zusammen.

In einzelnen sind dies der Dreikronenkrieg (1563 - 1570), auch Nordischer Siebenjähriger Krieg genannt sowie der Schwedisch-Polnische Krieg (1655 - 1660) und der Große Nordische Krieg (1700 - 1721), die auch als Erster und Zweiter Nordischer Krieg bezeichnet werden.

Mit dem Ausscheiden Schwedens aus der Kalmarer Union und der Wahl von Gustav Eriksson zum König endete die Vorherrschaft Dänemarks in Skandinavien. Damit begann der Kampf um das „Dominium maris baltici“, um die Vorherrschaft im Ostseeraum.

Die Reformation führte in den skandinavischen Staaten zu tiefgreifenden Veränderungen. Durch die Enteignung von Kirchengütern sowie den wirtschaftlichen Aufschwung wurde die Krongewalt gestärkt. Die Expansionsbestrebungen nahmen zu. Von Westen drängten niederländische Kaufleute in die Ostsee und versuchten, den Einfluss der hansischen Städte zurückzudrängen. Und im Osten kämpfte Russland um einen Zugang zur Ostsee.

Weitere Kriege im nordischen Raum waren die Grafenfehde (1534 - 1536) und der Livländische Krieg (1558- 1583).


Siehe auch: Liste der Kriege, Liste von Schlachten

See also: Nordische Kriege, Dreikronenkrieg, Grafenfehde, Großer Nordischer Krieg, Gustav I. Wasa, Kalmarer Union, Liste der Kriege, Liste von Schlachten, Livländischer Krieg, Schwedisch-Polnischer Krieg