Nori

Nori (海苔 auch: のり) ist die in der japanischen Küche wichtigste Algenart. Es handelt sich bei Nori um die kulinarische Bezeichnung für getrocknete, als dunkelgrüne, quadratische, papierartige Blätter verkaufte Meeresalgen (meist Grünalgen der Arten Porphyra yezoensis und Porphyra tenera, Deutsch: Purpurtang, bisweilen auch Meerlattich oder Seegras genannt), die u.a. benutzt werden, um Sushi-Rollen (Maki-Sushi) damit zu umwickeln. Die Algen werden eigens dazu angebaut, hauptsächlich in Japan, aber auch in Korea. Koreanisches Nori ist mit dem japanischen so gut wie identisch, aber hierzulande meist um einiges günstiger im Handel.

In einer anderen Variante (Temaki) werden die Nori-Blätter zu kegelförmigen Tüten gerollt und mit Reis, Gemüse und Fisch gefüllt. Auch bei Nigiri-Sushi (handgeformten, belegten Sushi) wird teilweise ein Nori-Streifen verwendet, um den Belag auf dem Sushi "festzubinden".

In feine Streifen geschnitten oder zerkrümelt ist Nori auch Bestandteil von verschiedenen japanischen Gewürzmischungen, die Fischspeisen, Suppen, Salaten und Omletten einen charakteristischen kräftig-würzigen Geschmack verleihen. Weitere typische Bestandteile solcher Mischungen sind u.a. gerösteter Sesam und Meersalz.

Nori ist stark Jod-haltig (5-8 mg pro 100g Trockensubstanz) und sollte daher nicht in exzessiv großen Mengen (dutzende Blätter auf einmal) gegessen werden, was aber vermutlich sowieso niemand vorhat. In normalen Mengen ist es unbedenklich, und wer sehr häufig Sushi isst, sollte in seiner Küche einfach statt Jodsalz jodfreies Speisesalz verwenden.

Andere essbare Meeresalgen sind Wakame und Konbuku.

Weblinks

See also: Nori, Algen, Gemüse, Grünalge, Iod, Japan, Japanische Küche, Korea, Meersalz, Reis