Notodden
Notodden ist eine Gemeinde im Osten der Provinz Telemark (Norwegen) mit 12.359 Einwohnern (2005). Dem 130 km südwestlich von Oslo am Telemarkskanal gelegenen Hauptort wurden 1913 die Stadtrechte verliehen. Die gesamte Gemeinde erstreckt sich auf einer Fläche von 914 km² und erreicht im 1305 Meter hohen Tverrgrønut ihren höchsten Punkt.
Am Fluss Tinnelva entstanden schon im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts Sägewerke und Holzveredelungsmanufakturen. 1905 startete der von Sam Eyde und Kristian Birkeland gegründete Konzern Norsk Hydro die Produktion von künstlichem Salpeter und Düngesalz. Für einige Jahre verwandelte sich der beschauliche Ort in eine Art norwegisches Klondyke. Voraussetzung für diesen hektischen industriellen Aufschwung war die intensive Nutzung der Wasserkraft in der Telemark.
Noch heute ist der weltweit operierende Konzern Norsk Hydro - inzwischen vor allem auf dem Gebiet der Forschung - in Notodden tätig. Doch nicht nur als Industrie- und Dienstleistungsstandort, sondern auch als Zentrum von überregional bedeutsamen Bildungseinrichtungen hat sich die Stadt einen Namen gemacht. Die 1994 ins Leben gerufene Høgskolen i Telemark (Hochschule in Telemark) - mit Abteilungen in Notodden, Bø i Telemark, Porsgrunn und Rauland - bietet heute 4400 Studierenden Ausbildungsplätze. Bis 2013 möchte die Hochschule Universität werden.
Notodden richtet jährlich das größte Bluesfestival Norwegens aus.
5 km westlich vom Stadtzentrum befindet sich die bekannte Stabkirche von Heddal.
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