Nationalsozialistisches Kraftfahrerkorps
Das Nationalsozialistische Kraftfahrerkorps (NSKK) war eine paramilitärische Organisation der NSDAP, die von 1931 bis 1945 existierte. Die Organisation war ein Nachfolger des Nationalsozialistischen Automobilkorps, das seit 1930 bestand.
Das NSKK war die kleinste der Unterorganisationen der NSDAP. Ursprünglich ein motorisiertes Korps der SA („Motor-SA“), hatte die Organisation 1934 ca. 10.000 Mitglieder und wurde als eigenständige Organisation ausgegliedert. Die SA selbst selbst verlor kurz darauf durch den sogenannten Röhm-Putsch ihre politische Bedeutung.
Das Hauptziel des NSKK war es, seine Mitglieder in den Aufgaben eines Kraftfahrers auzubilden, hauptsächlich in der Bedienung und Wartung von Hochleistungsmotorrädern und -personenkraftwagen. Mitte der 30er Jahre arbeitete das NSKK auch als Pannenhilfsdienst.
Mitgliedschaft im NSKK setzte keine Kenntnisse über Automobile voraus, und es war dafür bekannt, auch Personen ohne Führerschein aufzunehmen. Stattdessen folgte das NSKK der rassistischen Doktrin der NSDAP und wählte seine Mitglieder danach aus, ob sie als „arisch“ gelten konnten.
Das NSKK war auch eine paramilitärische Organisation mit einem eigenen System von Dienstgraden, das jedoch dem der SA sehr ähnelte. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 begann die Wehrmacht verstärkt Mitglieder des NSKK zu rekrutieren, da man dort weithin noch Pferde einsetzte. Die meisten NSKK-Mitglieder nahmen in der folgenden Zeit den Dienst in den Transportabteilungen der verschiedenen Truppenteile auf. Ihm oblag ab 1934 die „Verkehrserziehung“ der Kraftfahrer und der Jugend, so arbeitete das NSKK auch eng mit dem ADAC und der Motor-HJ zusammen.
Prominente Mitglieder des NSKK waren Franz Josef Strauß, Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha, sowie Prinz Bernhard der Niederlande.
1945 wurde das NSKK aufgelöst und bei den Nürnberger Prozessen zur „verurteilungswürdigen“ („condemned'“'), wenn auch nicht „kriminellen“ Organisation erklärt. Dies geschah teilweise aufgrund seiner Ursprünge bei der SA und seiner Doktrin der rassischen Überlegenheit seiner Mitglieder.
