NTFS

NTFS steht für New Technology File System und ist das Dateisystem von Windows NT, einschließlich seiner Nachfolger Windows 2000 und Windows XP. NTFS erbte viele Konzepte von IBMs Dateisystem HPFS, das in dem zusammen mit Microsoft entwickeltem Betriebssystem OS/2 verwendet wurde.

Im Vergleich zu FAT bietet NTFS u.a. einen gezielten Zugriffsschutz auf Dateiebene durch vollständige Unterstützung von Access Control Lists, d.h. es kann der Zugriff auf eine Datei für einen nicht autorisierten Benutzer verboten werden und für einen teilweise autorisierten Benutzer z.B. nur lesbar gemacht werden.

Aktuell ist NTFS v5, wobei die 5 nicht für die Version, sondern die Zugehörigkeit zu Windows NT 5 (auch bekannt unter dem Namen Windows 2000) bzw. zu Windows XP (NT 5.1) signalisiert.

Inhaltsverzeichnis

Vorteile

NTFS5

Nachteile

NTFS5

Windows NT 4.0 kann NTFS5-Partitionen erst ab Service Pack 6 lesen.

Clustergrößen

Standard Clustergrößen

Laufwerksgröße       | Cluster Größe 
 -------------------------------------
 512 MB oder weniger  | 512 bytes     
 513 MB - 1024 MB     | 1024 bytes    
 1025 MB - 2048 MB    | 2048 bytes    
 2049 MB und mehr     | 4096 bytes    
 

Zugriff mit Linux

Der Linux-Kernel kann seit Version 2.2.0 NTFS-Laufwerke mounten, allerdings ohne Schreib-Unterstützung. In Linux 2.4 ist ein NTFS-Treiber enthalten (entwickelt durch Anton Altapamarkov (Cambridge Universität) [1] und Richard Russon) der auch schreiben, dabei allerdings ernsthafte Schäden am Dateisystem anrichten kann. Für die Kernel-Version 2.6 wurde der NTFS-Treiber komplett neu geschrieben und bietet einen überarbeiteten Schreibsupport. Allerdings können zum jetzigen Zeitpunkt (Kernel 2.6.7) nur schon existierende und nicht schreibgeschützte Dateien sicher geändert oder überschrieben werden, wenn die Dateigröße sich dabei nicht ändert. Das Anlegen oder Löschen von Dateien oder Verzeichnissen wird noch nicht unterstützt. Derzeit existiert auch eine alternative Implementierung namens "Captive", die die Originaltreiber von Windows (NT/2000/XP/2003) einsetzt und ihnen eine Windows-Umgebung vorgaukelt. Dieser Treiber ist folglich hochkompatibel, aber auch langsamer als ein nativer Treiber. Für den Einsatz der Originaltreiber ist eine Windows-Lizenz erforderlich.

Des Weiteren gibt es ein kommerzielles Produkt NTFS for Linux 3 von Paragon oder http://www.ntfs-linux.com/linux-magazin.htm (wurde im Linux Magazin 11/04 vorgestellt)

Zugriff mit DOS

Für DOS Systeme (z.B. Bootdisketten) kann man beschränkten NTFS Zugriff erlangen. Die Firma Sysinternals bietet Treiber namens NTFSDOS an, der in der kostenlosen Version allerdings nur lesen kann. Einen kostenlosen NTFS-Treiber für DOS mit Schreibzugriff stellt das deutsche Unternehmen Datapol bereit NTFS4DOS.

Weblinks

See also: NTFS, Access Control List, Betriebsgeheimnis, Betriebssystem, Cluster (Festplatte), DOS (Betriebssystem), Dateisystem, Datenstrom, Datenwiederherstellung, Disk Quota