Kernäquivalent

Als Kernäquivalent wird der Bereich in einer Bakterienzelle bezeichnet, der von der ringförmig geschlossenen DNA, dem Bakterienchromosom, ausgefüllt wird. Da sich dieser Bereich auch auf elektronenmikroskopischen Abbildungen deutlich vom umgebenden Cytoplasma abhebt, obwohl er, wie bei allen Prokaryonten, nicht von einer Kernhülle umschlossen wird, bezeichnet man ihn auch als Nucleoid, was so viel wie "kernähnlich" heißt. Das Kernäquivalent ist somit dem Zellkern der Eukaryonten funktionell gleichwertig (lat. valere = Wert sein), weil es durch die Genexpression das Wachstum, die Entwicklung und den Stoffwechsel des Bakteriums steuert.

See also: Kernäquivalent, Bakterien, Bakterienchromosom, Cytoplasma, Desoxyribonukleinsäure, Elektronenmikroskop, Entwicklung, Eukaryont, Genexpression, Kernhülle