Nuragher

Die Nuraghenkultur entwickelte sich während der Bronzezeit auf Sardinien. Sie wurde benannt nach den von den Nuraghern errichteten Steintürmen, den Nuraghen. Die Nuragher pflegten wirtschaftliche Beziehungen im gesamten Mittelmeerraum. Das seltene Kupfer war ein begehrtes Gut, mit dem die Nuragher Handel trieben und es zum Beispiel an Zypern und an Mykonos veräußerten.

Als die mykenische Kultur ca. 1000 v. Chr. unterging, gewannen die Phönizier immer mehr Macht im Mittelmeerraum. Sie errichteten auf Sardinien Handelsniederlassungen mit Einverständnis der nuraghischen Stammesoberhäupter, begannen aber bald die Insel zu kolonialisieren. Die dadurch in Bedrängnis geratenen Nuragher griffen die neu errichteten Handelsstädte an, um ihr Territorium zu verteidigen. Es folgte eine Besetzung durch die Karthager (von den Römern Punier genannt), die in der Zeit von 500 bis 238 v. Chr. fast die ganze Insel unter ihre Herrschaft bringen konnten. Das führte auch zur ethnischen und kulturellen Verschmelzung der beiden Völker.

See also: Nuragher, Bronzezeit, Karthager, Mykenier, Mykonos, Nuraghe, Phönizier, Punier, Sardinien