Nürnberg
| left|25px|Begriffsklärung | Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Nürnberg; siehe auch: Nürnberg (Begriffsklärung) |
| Wappen | Karte |
|---|---|
| 140px|center|Karte Nürnberg in Deutschland | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 186,38 km² |
| Einwohner: | 495.546 (Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 2.657 Einwohner je km² |
| Höhe: | 302 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 90000 - 90491 |
| Vorwahl: | 0911 |
| Geografische Lage: | 49° 27' n. Br. 11° 05' ö. L. |
| Kfz-Kennzeichen: | N |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 64 000 |
| UN/LOCODE: | DE NUE |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtbezirke |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 2 90317 Nürnberg |
| Offizielle Website: | www.nuernberg.de |
| E-Mail-Adresse: | pr@stadt.nuernberg.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Ulrich Maly (SPD) |
Nürnberg (engl./frz.: Nuremberg; tschech.: Norimberk, ostfränk.: Nämberch) ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Frankens und mit 495.546 Einwohnern (Dezember 2004) hinter München die zweitgrößte Stadt Bayerns. Die kreisfreie Stadt bildet mit den Städten Fürth und Erlangen ein Städtedreieck, welches das Kernland des mittelfränkischen „Großraums“ (Ballungszentrum) bildet und eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern darstellt. Seit 28. April 2005 darf die Stadt gemeinsam mit ihrem Umland auch offiziell als Metropolregion Nürnberg bezeichnet werden, eine von 11 Metropolregionen in Deutschland.
Geografie
Nürnberg liegt zu beiden Seiten der Pegnitz, eines Flusses, der etwa 80 Kilometer nordöstlich der Stadt entspringt, nach Eintritt in das Stadtgebiet dieses von Ost nach West auf einer Länge von etwa 14 km durchfließt – wobei der Fluss im Bereich der Altstadt stark kanalisiert ist – und nach Verlassen des Stadtgebiets nur wenige Kilometer nördlich der Innenstadt von Fürth zusammen mit der Rednitz den Fluss Regnitz bildet.
Das Gebiet der Stadt umfasst eine Fläche von 186,6 km². Im Westen ist die Bebauung fast mit der Nachbarstadt Fürth und Zirndorf und im Südwesten mit Stein und Oberasbach zusammengewachsen. thumb|350px|right|Wöhrder See im Mai 2005 Nördlich der Stadt liegt relativ flach das fruchtbare Knoblauchsland, welches zugleich auch die westliche Anflugschneise für den Nürnberger Flughafen bildet, sowie dann vor allen Dingen nach Nordosten hin der Sebalder Reichswald, der sich an wenigen Stellen knapp über 400m erhebt.
Die nördliche Begrenzung der Altstadt bildet der Burgberg mit der Nürnberger Burg; etwas östlich, ebenfalls auf der Nordseite der Pegnitz, erhebt sich der parkartig gestaltete Rechenberg.
Siehe auch: Nachbargemeinden Nürnbergs
Stadtgliederung
Am 18. Oktober 1995 beschloss die Stadt Nürnberg eine Neueinteilung des Stadtgebietes. Aus den bisherigen 87 Bezirken wurden sieben neue Stadtbezirke gebildet. Diese verwaltungstechnischen Stadtbezirke spielen im Bewußtsein der Bevölkerung kaum eine Rolle, vielmehr orientiert man sich im Alltagsleben an den traditionellen Namen der Stadtteile, die ehedem oft eigenständige Gemeinden bzw. Vorstädte waren (z.B. Erlenstegen, Gostenhof oder St. Johannis (Nürnberg)).
Siehe auch: Liste der Stadtbezirke und statistischen Bezirke von Nürnberg
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Stadt Nürnberg
Mittelalter und beginnende Neuzeit
[[Bild:Nuernberg_schedel.JPG|thumb|Älteste gedruckte Ansicht Nürnbergs, Schedelsche Weltchronik 1493]] Die Stadt wurde 1050 als nuorenberc (felsiger Berg) in einer Urkunde von Kaiser Heinrich III. erstmals erwähnt. Als kaiserlicher Stützpunkt war die Nürnberger Burg bald bedeutsam für das Reich, und die Siedlung unterhalb der Burg erhielt möglicherweise zur gleichen Zeit das Marktrecht. Mit dem „Großen Freiheitsbrief“ machte Kaiser Friedrich II. Nürnberg 1219 zur freien Reichsstadt. Bis zum Jahr 1427 wurde die Stadt von Burggrafen regiert, bis der letzte Burggraf Friedrich VI. seinen Titel an den „Rat der Stadt Nürnberg“ verkaufte. Von nun an bis zum Übergang an Bayern lagen die politischen Geschicke der Stadt in der Hand dieses Rates.
thumb|Nürnberg, Merian-Stich von 1642Kaiser Ludwig der Bayer wählte Nürnberg gern als Aufenthaltsort; ebenso dann Karl IV., der 1356 in Nürnberg die Goldene Bulle erließ. 1423 übergab Kaiser Sigismund die Reichskleinodien der Stadt, wo sie bis Anfang des 19. Jahrhunderts aufgewahrt wurden. Die Jahre zwischen 1470 und 1530 gelten allgemein als die Blütezeit der Stadt. Zwischen 1517 und 1525 festigte sich die Reformation in Nürnberg. 1543 wurde zum letzten Mal ein Reichstag nach Nürnberg einberufen. Philipp Melanchthon gründete in Nürnberg den ersten Vorläufer des Gymnasiums, bis heute besteht die Nachfolgeschule dieser Lateinschule mit dem Melanchthon-Gymnasium Nürnberg fort.
Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges erlebte Nürnberg mit dem „Friedensmahl“ im Jahre 1649 noch einmal ein bedeutendes Ereignis.
Der Übergang an Bayern
Einschneidende Ereignisse spielten sich von 1796 bis 1818 ab, als die Stadt an Bayern kam. Im Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 bleibt Nürnberg zunächst weiter unabhängig, bis nach dem Abschluss der sogenannten Rheinbundakte französische Truppen Nürnberg besetzten. Am 15. September 1806 übergibt der französische General François-Nicolas Baron de Fririon (1766–1827) schließlich die Stadt auch offiziell an die Armee des neuen Königreichs Bayern. Mit der Auflösung des Rates der Stadt im Jahre 1808 wird die die Unabhängigkeit Nürnbergs beendet. Im Jahre 1818 wird dann erstmals eine Zivilverwaltung installiert, indem ein Magistrat mit einem Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister an der Spitze eingerichtet wird. Nürnberg ist nun endgültig in die Verwaltungsstrukturen Bayerns eingegliedert.
Jüngere Vergangenheit
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Nürnberg zu einem der industriellen Zentren in Bayern. So fuhr 1835 beispielsweise die erste Eisenbahn in Deutschland, 1903 wurde der Rangierbahnhof eröffnet und 1909 wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser in der Stadt ergriffen.
Während der Zeit des Dritten Reiches war Nürnberg die 'Stadt der Reichsparteitage' und der Rassengesetze. Im Zweiten Weltkrieg war Nürnberg eines der bevorzugten Ziele der Alliierten, die am 2. Januar 1945 die Nürnberger Altstadt zerstörten und die Stadt als Ganzes schwer beschädigten. Siehe dazu: Artikel in Wikinews
Nach dem Zweiten Weltkrieg, ab November 1945, hielten die Siegermächte hier die Nürnberger Prozesse gegen führende Kriegsverbrecher der nationalsozialistischen Diktatur ab. Beim Wiederaufbau orientierte man sich an den vormaligen Stadtstrukturen, so dass mittelalterliche und vor allen Dingen frühneuzeitliche Zusammenhänge an vielen Plätzen ablesbar sind.
Eingemeindungen
Hauptartikel: Eingemeindungen in die Stadt Nürnberg
Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahl Nürnbergs überschritt um das Jahr 1880 die Grenze von 100.000 Einwohnern und machte die Stadt damit zur fränkischen Großstadt.
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. thumb|250px|Bevölkerungsentwicklung
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¹ Volkszählungsergebnis
Religionen
Die Bevölkerung Nürnbergs gehörte ursprünglich zum Bistum Eichstätt, ab 1016 wurde das Gebiet nördlich der Pegnitz dem Bistum Bamberg zugeordnet. 1524 führte die Reichsstadt Nürnberg die Reformation nach lutherischem Bekenntnis ein. Danach blieb sie über Jahrhunderte eine protestantische Stadt. Lediglich das exterritoriale Gebiet der Deutschordensniederlassung blieb katholisch. Nach dem Übergang der Stadt an Bayern 1808 wurde die Bevölkerung Teil der Protestantischen Kirche des Königreichs Bayern, die zunächst lutherische und reformierte Gemeinden umfasste. Im gleichen Jahr wurde das Generaldekanat, 1810 das Dekanat Nürnberg und 1934 der Kirchenkreis Nürnberg errichtet. Die Kirchengemeinden der Stadt Nürnberg gehören heute zum Dekanat Nürnberg, das mit 3 Prodekanaten (Nürnberg-Mitte/Nord, Nürnberg-Ost, Nürnberg-West) geführt wird.
Seit dem 19. Jahrhundert gab es auch für die reformierten Gemeindeglieder eine eigene Gemeinde, die 1853 zusammen den anderen reformierten Gemeinden Bayerns eine eigene Synode erhielt. 1919 trennten sich die reformierten Gemeinden formell von der Protestantischen Kirche Bayerns. Seither gab es in Bayern zwei protestantische Landeskirchen, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die „Reformierte Synode in Bayern rechts des Rheins“, die sich seit 1949 „Evangelisch-reformierte Kirche in Bayern“ nannte und heute Teil der Evangelisch-reformierten Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland (Synodalverband XI) ist.
thumb|225px|Kath. Elisabethkirche, Südfassade (etwa 2003-12-17)
Spätestens seit dem 18. Jahrhundert nahm die Zahl der Katholiken in der Stadt wieder zu. Im Jahre 1810 entstand die erste katholische Gemeinde in Nürnberg seit der Reformation. Sie erhielt 1816 die Frauenkirche zur dauerhaften Nutzung. Seither nahm der Anteil der katholischen Bevölkerung ständig zu, und weitere Gemeinden entstanden. Insbesondere wurden auch katholische Vororte nach Nürnberg eingegliedert, so dass das Verhältnis der katholischen Bevölkerung im 20. Jahrhundert etwa 1/3 zu 2/3 war. Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören überwiegend zum Dekanat Nürnberg des Erzbistums Bamberg. Die Pfarreien in den südlichen Stadtteilen gehören zum Dekanat Nürnberg-Süd des Bistums Eichstätt.
Jüdische Mitbürger wurden in Nürnberg schon seit Jahrhunderten mit Regulierungen und Progromen drangsaliert. Das erste jüdische Ghetto wo heute der Hauptmarkt ist, entstand dort weil es oft vom Fluss überschwemmt wurde. Als die beiden Teile Nürnberg zusammenwuchsen war das Zentrum Nürnbergs zu wichtig um es den Juden zu überlassen - ein Progrom 1298 started diese unglücklichen Verbrechen in Nürnberg: "Juden waren auf dem Hauptmarkt von Nürnberg zuerst sesshaft, nachdem sie im 13. Jahrhundert aus Angst vor Kreuzzügen hierher flüchteten. Sie unterlagen keiner Ghettobildung. 1296 kam es zum Höhepunkt der Judenentfaltung. Auf dem Gebiet der heutigen Frauenkirche entstand bis dato die erste jüdische Synagoge Nürnbergs.
Den genauen Standpunkt der Synagoge kannte man lange Zeit nicht. Durch Zufall fand man bei Bauarbeiten ein Säulenfundament, auf dem der Davidstern eingeritzt war.
Mit dem Wachstum der jüdischen Gemeinde im Mittelalter kam es vermehrt zu Problemen, die erstmals 1298 in der Ermordung von 628 Juden in Nürnberg gipfelten. In die Geschichte ging diese Greueltat als Rindfleisch - Progrom ein. Grund für die Ermordung und Vertreibung der vielen Unschuldigen war unter anderem die Legende des Hostienfrevels, welche im 13. Jahrhundert entstand. Juden hätten demnach Hostien durchstochen, um aus Hass gegen Christus seinen Leib zu zerstören.
Erst 1313 durften die Juden dann wieder das Nürnberger Stadtrecht erlangen, wofür sie ein erhebliches Schutzgeld zahlen mussten. Dies ging bis ins Jahr 1349 gut, welches sich als Schicksalsjahr für die Juden herausstellen sollte. Die Lage in Nürnberg war durch den 1348 niedergeschlagen Handwerkeraufstand äußerst instabil. Die Stadt selbst war in einer erheblichen Finanznot. Den entscheidenden Anlass für die erneute Vertreibung und Ermordung der Juden brachte Ulman Stromer brachte vom König aus Prag mit.: Die Markturkunde, welche Abrisspläne von Judenhäusern rund um den Hauptmarkt beinhaltete. Es kam zu Zwangsenteignungen der Juden , wogegen diese sich wehrten. Die Ausschreitungen endeten für 562 Juden mit dem Tod. Die jüdische Synagoge wurde abgebrannt und an gleicher Stelle die Frauenkirche errichtet."
1349 - Ende freier Siedlung von Juden in Nürnberg - Ghetto Bildung um heutiger Judengasse 1499 - Endgültige Vertreibung von Juden von Nürnberg - Zerstörung 2. Synagoge
Nach Eingliederung zu Bayern waren Juden wieder ein Faktor in Nürnberg - dank des Wechsels im Klima in deutschen Landen die durch die Französischen Eroberer mitgebracht wurden. 1861 - Bereits 500 jüdische Familien lebten in Nürnberg 1864 - Ein jüdischer Friedhof entstand 1871 - Über 1800 Juden hatten sich in der Stadt niedergelassen 1872 - Der erste Rabbiner kam nach Nürnberg 1874 - Die dritte Nürnberger Synagoge wurde eingeweiht. 1902 - Orthodoxe Synagoge 1910 - Neuer Friedhof an Schnieglinger Strasse 1914-1918 - 178 nürnberger Juden sterben im 1. Weltkrieg für ihr deutsches Vaterland 1933-1945 - Holocaust/Shoa - Entwertung, Entfremdung, Enteignung, Vertreibung und Tötung der Mitbürger jüdischen Glaubens
Nach 1945 wurde die jüdische Gemeinde von der Familie Hamburger wieder aufgebaut. Klein wie sie war blieb sie in einem ehemaligen jüdischen Wohnheim bis in 1980er eine neue Synagoge erbaut wurde.
Seit 1990 hat sich die jüdische Gemeinde verdoppelt und wächst weiter mit der Einwanderung von russischen Juden.
Quellen: Eigenen Erfahrungen und http://www.didgeo.ewf.uni-erlangen.de/06Exkursionen/Rusam/Internetseite%20Exkursion.htm#_Toc18125985
Politik
Oberbürgermeister ist seit 2002 Ulrich Maly (SPD) (Stand Februar 2004).
Siehe auch: Liste der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg
Wappen
Das Große Wappen der Stadt Nürnberg zeigt in Blau einen goldenen Adler mit herschauendem, golden gekröntem Königshaupt. Dieses Wappen wird schon im Siegel von 1220 erwähnt und versinnbildlicht das Reich („Reichsstadt“). Der Kopf wurde zeitweise auch als Frauenkopf dargestellt. In seiner heutigen Form wurde das Große Wappen 1936 verliehen und 1963 vom Stadtrat bestätigt.
Das Kleine Wappen der Stadt Nürnberg zeigt in gespaltenem Schild, vorne in Gold, einen halben, rot gezungten und golden bewehrten schwarzen Adler am Spalt, hinten fünfmal schräg geteilt von Rot und Silber. Die Schrägteilung ist schon seit 1260 nachweisbar. Der Reichsadler kam ab 1350 hinzu und stellte somit das Rücksiegel dar. Seit 1513 wurde diese Abbildung in den Siegeln der Ämter und Außenbehörden Nürnbergs verwendet, wobei die Zahl der Schrägbalken und die Farbgebung mehrmals variierte. Die heute noch gebräuchliche Form wurde 1936 zusammen mit dem Großen Wappen verliehen. Aus dem kleinen Wappen leitet sich auch die Stadtflagge ab. Sie zeigt die Farben Rot und Weiß ebenfalls in Schrägteilung.
Städtepartnerschaften
Nürnberg hat insgesamt 14 Städtepartnerschaften auf der ganzen Welt. Vertreter dieser Städte präsentieren alljährlich eigene Erzeugnisse (Kunsthandwerk, Spezialitäten, Textilien etc.) auf dem Weihnachtsmarkt.
- Nizza (Frankreich), seit 1954
- Krakau (Polen), seit 1979
- Skopje (Mazedonien), seit 1982
- San Carlos (Nicaragua), seit 1985
- Glasgow, Schottland (Vereinigtes Königreich), seit 1985
- Gera (Thüringen), seit 1988/1997
- Prag (Tschechien), seit 1990
- Charkiw (Ukraine), seit 1990
- Hadera (Israel), seit 1995
- Antalya (Türkei), seit 1997
- Shenzhen (China), seit 1997
- Kavala (Griechenland), seit 1998
- Atlanta (USA), seit 1998
- Venedig (Italien), seit 1999
Wirtschaft und Infrastruktur
Über Standortkompetenzen der europäischen Spitzenklassen verfügt Nürnberg insbesondere in den Bereichen Information und Kommunikation, Energie und Leistungselektronik sowie Verkehr und Logistik. Nürnberg ist noch vor Hamburg der bedeutendste Druckstandort Deutschland. Im Bereich der Marktforschung ist Nürnberg ebenfalls führend: jeder dritte deutsche Marktforscher arbeitet hier. Des weiteren wurde die Region zur Gateway-Region zu den neuen EU-Mitgliedsstaaten von der EU definiert.
Im Juli 2000 wurde das Europa-Büro der Stadt Shenzhen in Nürnberg eröffnet.
Messe
Die Messe Nürnberg ist nicht nur einer der bedeutendsten Kongress- bzw. Messestandorte Deutschlands sondern liegt auch weltweit in der Liste der Top 20.
Verkehr
thumb|350px|right|Dutzendteich mit Stadion im Mai 2005 Den ÖPNV bedienen U-Bahn-, S-Bahn, Straßenbahn- und Buslinien der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG), die alle zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg verkehren.
Der Nürnberger Hauptbahnhof ist ICE- und IC-Station an der Strecke München-Frankfurt, München-Hamburg/Berlin und Frankfurt - Nürnberg - Linz.
Mit dem Flughafen ("Airport Nürnberg"), der im Norden der Stadt liegt, ist Nürnberg auch international angebunden.
Die Stadt liegt verkehrsgünstig am Schnittpunkt wichtiger Bundesautobahnen. Im Südosten des Stadtgebiets kreuzen sich die Autobahnen A 3 Frankfurt-Passau-Wien und die A 9 München-Berlin. Beide Autobahnen werden im Süden der Stadt von der A 6 Stuttgart-Prag gekreuzt. Ferner beginnt südlich der Stadt als Abzweig der A 9 bei Feucht der Frankenschnellweg, die A73 in Richtung Bamberg, deren Fortsetzung über Suhl bis nach Erfurt geplant ist. Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 2, B 4, B 8 und B 14 in alle Himmelsrichtungen, dabei führt die B 4R in einem großen Ring um die Kernstadt.
Der am westlichen Stadtrand verlaufende Main-Donau-Kanal mit dem bayernhafen Nürnberg im Stadtgebiet beheimatet das größte GVZ in Süddeutschland.
Medien
Zeitung
In Nürnberg erscheinen folgende Tageszeitungen:
- Nürnberger Nachrichten, herausgegeben vom Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co.
- Nürnberger Zeitung, herausgegeben von der Nordbayerische Verlagsgesellschaft mbH.
- Nürnberger Abendzeitung, herausgegeben vom Verlag „Die Abendzeitung GmbH & Co. 8-Uhr-Blatt KG“.
- Kicker Sportmagazin, herausgegeben vom Olympia-Verlag.
- Raumzeit-Zeitung für den Großraum Nürnberg – Fürth – Erlangen.
- Plärrer, das erste Nürnberger Stadtmagazin, erscheint seit 1978 monatlich. Schwerpunkte sind kulturelles und politisches Leben.
- Doppelpunkt, seit 1984 erscheinendes kostenloses Magazin im DIN-A5-Format mit vielen Terminen und Kleinanzeigen.
- curt Magazin, monatliches Szene-Magazin im Hosentaschenformat für die jungen Menschen der Stadt, erscheint seit 1997.
- Prinz, die Nürnberger Ausgabe des überregionalen Hochglanz-Lifestyle-Stadtmagazins.
Fernsehen
- In Nürnberg befindet sich das Studio Franken, das für die Fernseh- und Rundfunkberichterstattung des Bayerischen Rundfunks aus ganz Franken zuständig ist.
- Ein privates Fernsehprogramm mit regionaler Ausrichtung auf den Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen sowie ganz Mittelfranken ist Franken TV.
Radio
In der Region Nürnberg gibt es ein vielfältiges Angebot an Radiosendern. Die wichtigsten kommerziellen Lokalsender sind im Funkhaus Nürnberg ansässig. Daneben gibt es auch einige nichtkommerzielle Sender wie Radio Z oder AFK max.
Druck
Nürnberg ist ein bedeutender Druckstandort in Deutschland. Im Jahr 2002 sorgten über 6.000 Beschäftigte in 43 Betrieben für einen Umsatz von mehr als 1,2 Milliarden EUR. Die größten Druckereien Nürnbergs sind die Firmen maul-belser und die schlott gruppe AG mit ihren Unternehmen "u.e. sebald Tiefdruck" und "heckel Rollenoffset". Zu den bekanntesten Druckerzeugnissen aus Nürnberg gehören der Quelle-Katalog mit rund 15 Mio. Druckauflage, die c't (ca. 500.000), das Kicker Sportmagazin und die Nürnberger Nachrichten, eine der größten deutschen Regionalzeitungen mit einer Auflage von rund 1.000.000 Exemplaren.
Beschäftigungsstruktur
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Quelle: Landesarbeitsamt Bayern, Stand: Juni 2002
Ansässige Unternehmen
Siehe: Liste der in Nürnberg ansässigen Unternehmen
Gewerbegebiete/Gewerbeparks
- Eurocom
- FrankenCampus
- Gewerbepark Nürnberg-Feucht
- Innovations Quartier (früher Hightech Center Nord)
- Maxtorhof
- Nordostpark
- Nürbanum
- Süd-West-Park
- TA-Gelände
Wochenmärkte
thumb|Frauenkirche, davor der Hauptmarkt Auf dem Hauptmarkt (vor der Frauenkirche) findet täglich ein Markt mit etwa 20-30 Ständen statt (Gemüse, Blumen, Backwaren, Wurst, Käse etc.).
Auf dem Kobergerplatz in der Nordstadt (Gärten hinter der Veste) findet am Freitag vormittag ein Wochenmarkt statt (etwa 6-8 Verkaufsstände).
Auf dem Palmplatz im Stadtteil St. Johannis findet am Samstag vormittag ein Wochenmarkt statt (etwa 5-7 Verkaufsstände: Obst, Gemüse, Wurst, Käse etc.).
Öffentliche Einrichtungen
Nürnberg ist Sitz folgender staatlicher Behörden und Einrichtungen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Bundesagentur für Arbeit
- Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge
- Handwerkskammer Mittelfranken
- Hauptzollamt Nürnberg
- IHK Nürnberg
- Oberfinanzdirektion des Bundes
- Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg
Bildung und Forschung
siehe Bildung und Forschung Nürnberg
Kultur und Sehenswürdigkeiten
thumb|Der Hof der Burg thumb|Figur – „Schöner Brunnen“, Hintergrund: Frauenkirche thumb|Der "Schöne Brunnen" in der Totalen thumb|Der Ehebrunnen vor dem Weißen Turm thumb|Der Weiße Turm (August 2004) thumb|Dürerhaus am Platz „Beim Tiergärtnertor“, von NO (um 2003-11-07)
Stadtbild und Denkmäler
Innerhalb der Stadtmauer der nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebauten Stadt gibt es zahlreiche zum Teil mittelalterliche und frühneuzeitliche Bauwerke von großen kunst- und kulturhistorischem Wert.
Sehenswert in der Innenstadt sind unter anderem: Die Nürnberger Burg, das Wahrzeichen der Stadt; der Hauptmarkt, wo zu Weihnachten der berühmte Christkindlesmarkt stattfindet, und wo der „Schöne Brunnen“ (bekannt wegen des scheinbar nahtlosen Kupferrings, dem "Goldener Ring", an dem alle Touristen drehen wollen, damit ihre Wünsche in Erfüllung gehen) und die Frauenkirche stehen; die Lorenzkirche; St. Sebald; St. Egidien; Heilig-Geist-Spital (liegt direkt an der Pegnitz); der Henkersteg; der Kettensteg; der Weiße Turm mit dem Ehebrunnen; Albrecht-Dürer-Haus. Hinter der Kirche Unserer lieben Frauen steht ein kleiner Brunnen, das Gänsemännchen; er wurde vermutlich 1550 von Pankraz Labenwolf gegossen.
Ebenfalls sehenswert, aber außerhalb der Mauern gelegen, sind z.B.das Planetarium; der Tiergarten; das Reichsparteitagsgelände und die Regiomontanus Sternwarte. Berühmt sind von den Friedhöfen insbesondere der Johannis- und der Rochusfriedhof in den Vororten. Südlich direkt vor Mauer und Graben befinden sich die monumentalen Bauwerke des Hauptbahnhofs und des Opernhauses - beide sind auch von der Burg aus mit bloßem Auge zu erkennen.
„Dürer-Weg“
Seit dem 7. August 2004 gibt es den sogenannten „Dürer-Weg“, einen Rundgang auf Dürers Spuren durch seine Heimatstadt. Nach Entrichtung einer Leihgebühr kann man sich von einem Minicomputer begleiten lassen, der einen auf dem Weg durch die Altstadt mit Ton und Bild führt und informiert. Nürnberg ist damit die erste Stadt, die ein audiovisuelles Führungssystem im Freien einsetzt:
http://www.kubiss.de/kulturreferat/duerer/duererweg.htm
Siehe auch: Kunst- und Baudenkmäler der Stadt Nürnberg, Bildergalerie Nürnberg
Museen und Galerien
Nürnberg ist reich an kunst- und kulturgeschichtlichen Museen – viele Kunstobjekte befinden sich heute in den über die Stadt verteilten Museen: Albrecht-Dürer-Haus, DB Museum, Germanisches Nationalmuseum, Stadtmuseum Fembohaus, Spielzeugmuseum, Museum Tucherschloss mit dem dort wiedererrichteten "Hirsvogelsaal" (1534), Museum Industriekultur, Neues Museum Nürnberg (Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg) etc.
Die Kongresshalle am ehemaligen Reichsparteitagsgelände beherbergt seit 2001 das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, in dem die Geschichte Nürnbergs als „Stadt der Reichsparteitage“ während der Zeit des Nationalsozialismus aufgearbeitet wird.
Weitere Ausstellungsorte: Kunsthalle Nürnberg, Albrecht Dürer Gesellschaft
Eher ein Geheimtipp ist das „Historische Straßenbahndepot“ in St. Peter, in dem mit vielen Originalfahrzeugen die Geschichte der ehemaligen Nürnberg-Fürther Straßenbahn dokumentiert wird. Stadtrundfahrten auf dem sog. Burgring gehören zum Programm und sind sehr empfehlenswert.
Theater und Konzert
Staatstheater Nürnberg, Meistersingerhalle, Gostner Hoftheater, Nürnberger Burgtheater, Tassilotheater
Orchester und Chöre
Nürnberger Philharmoniker – Das Orchester wurde 1965 gegründet. Seine Vorläufer waren das 1890 gegründete erste „Philharmonische Orchester Nürnberg“ und das „Städtische Orchester“.
Nürnberger Symphoniker – Das Konzertorchester in der Stadt Nürnberg, gegründet 1946, bietet eine große Bandbreite verschiedener Tätigkeitsfelder: neben den Sinfonie- und Chorkonzerten und den Open Air-Veranstaltungen im Serenadenhof hat es eine lange Tradidtion im Bereich Filmmusik: Es nahm unter anderem die Soundtracks zu „Ben Hur“ und „Quo vadis“ auf und erhielt 1992 den Grammy Award für die Einspielung zu „Die Schöne und das Biest“. Seine Konzerte spielt es in der Meistersingerhalle.
Bibliotheken und Archive
Die Stadtbibliothek Nürnberg umfaßt die Bibliothek Egidienplatz (im Pellerhaus), die Zentralbibliothek, mehrere Spezialbibliotheken sowie Stadtteil- und Fahrbibliotheken. Die Direktion sitzt in der Bibliothek Egidienplatz.
Eine Zweigstelle der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg bei den anderen universitären Einrichtungen auf dem Tuchergelände zu finden.
Das Stadtarchiv ist in der Norishalle (Marientorgraben 8) beheimatet.
Stadt des Friedens und der Menschenrechte
Aus der besonderen Rolle, die Nürnberg während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft spielte, ist eine historische Verantwortung für die Menschenrechte erwachsen. Die Stadt fühlt sich daher in besonderem Maß verpflichtet, einen aktiven Beitrag zum Frieden und zur Verwirklichung der Menschenrechte zu leisten.
Folgende Projekte wurden bereits realisiert:
- Die Straße der Menschenrechte – ein Mahnmal für die Würde des Menschen
- Der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis
- Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
- Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte
- Menschenrechtsbüro
- Nürnberger Menschenrechtszentrum
Die Stadt Nürnberg wurde am 10. Dezember 2000 in Paris mit dem UNESCO-Preis für Menschenrechtserziehung ausgezeichnet. Damit würdigte die UNESCO den vorbildlichen Einsatz der Stadt Nürnberg für Frieden und Achtung der Menschenrechte
Sport
Ab dem 14. Jahrhundert entstanden in Nürnberg sportähnliche Gemeinschaften der Schützen und Fechter. 1434 richtete der Rat auf der Hallerwiese einen Sport-, Spiel-, Fest- und Schützenplatz ein, der als ältester Deutschlands gilt. 162 wurde auf der Hinteren Insel Schütt das Fechthaus errichtet.
Die Geschichte des modernen Sports begann in Nürnberg jedoch wie anderswo auch erst Mitte des 19. Jahrhunderts. 1846 organisierte sich erstmals die Turnbewegung im Turn- und Sportverein 1846 Nürnberg. Der Turnverein Glaishammer war der erste süddeutsche Turnverein, der 1893 den Bruch mit der bürgerlichen Turnbewegung vollzog und der neu entstandenen sozialdemokratischen Arbeitersportbewegung anschloß. Innerhalb kürzester Zeit entwickelt sich Nürnberg zum süddeutschen Zentrum des Arbeitersports.
Die Dominanz Nürnberger Arbeitersportvereine in den 1920er und frühen 1930er Jahren war ein Teil von Nürnbergs Entwicklung zu einer Sporthochburg. Die Bedeutung des Nürnberger Fußballs war eine zweite wichtige Komponente. Der 1. FC Nürnberg war der erfolgreichste Fußball in Deutschland deutsche Fußballverein dieser Zeit: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927 und 1936 errang er die Deutsche Meisterschaft. Spieler des 1.FC Nürnberg stellten phasenweise die Hälfte der Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft.
Den Ruf als Sporthochburg ergänzten die Erfolge Nürnberger Vereine im Kraftsport, Ringen und besonders auch im Radsport. Allein zwischen 1890 und 1900 waren 52 Radsportvereine gegründet worden. In Nürnberg wurde die erste Radrennbahn Bayerns errichtet, 1912 wurde die noch heute bekannte Radrennbahn Reichelsdorfer Keller eröffnet. Besonders die Steherrennen erfreuten sich großer Popularität.
Nach dem 2. Weltkrieg konnte Nürnberg seinen Ruf als Sporthochburg nur noch in den 1950er und 1960er Jahren aufrecht erhalten. Im Radsport und in der Leichtathletik brachte Nürnberg noch vereinzelt herrausragende Sportler hervor. Im Handball dominierten die Frauen des 1. FC Nürnberg in den 60ern. Doch mit dem Abstieg der Fußballherren des 1. FC Nürnberg 1969, unmittelbar nachdem 1968 letztmals die Deutsche Fußballmeisterschaft errungen wurde vollzog sich auch parallel ein Wandel im Nürnberger Sport.
National und international erfolgreich wurden nur noch Randsportarten wie z.B. Faustball beim Turnverein Eibach 1903 betrieben. Viele Sportvereine zogen sich aus dem Leistungssport zurück und widmeten sich dem Breitensport. Der Post SV Nürnberg wurde auf diese Art in den 1980ern zum mitgliederstärksten deutschen Sportverein. Versuche, außer Fußball anderen Leistungssport wieder zu etablieren, endeten mit dem finanziellen Kollaps der Vereine. So musste sich der Turn- und Sportverein 1888 Nürnberg 1990 aus der 2. Handballbundesliga zurückziehen, nachdem er in den 1980ern sogar mehrmals in die 1. Bundesliga aufgestiegen war.
In den 1990ern und seit der Jahrtausendwende gelang es Nürnberger Vereine jedoch, in allen populären Mannschaftssportarten erfolgreich zu arbeiten. So kehrte die Herrenfußballabteilung des 1. FC Nürnberg nach dem zwischenzeitlichen Abstieg in die Drittklassigkeit wieder in die 1. Bundesliga zurück. Die Handballfrauen des 1. FC Nürnberg konnten sogar an ihre erfolgreiche Zeit in den 1960ern anknüpfen und gewannen zuletzt 2005 sowohl den deutschen Pokal wie die Meisterschaft. Im Eishockey konnten sich die Nürnberg Ice Tigers als Spitzenverein in der höchsten Spielklasse etablieren. 2005 gelang schließlich den Herren des RCE Falke Nürnberg in die Basketball-Bundesliga aufzusteigen.
Freizeitanlagen
Siehe auch: Freizeit Nürnberg
Regelmäßige Veranstaltungen
Alle ein bzw. zwei Jahre wird der Preis der Stadt Nürnberg an Personen mit herausragenden Leistungen in Kunst und Wissenschaft verliehen.
Märkte
thumb|Frauenkirche in Nürnberg während des Christkindlesmarkts Der Christkindlesmarkt findet in der Vorweihnachtszeit, immer vom Freitag vor dem 1. Advent bis einschließlich 24. Dezember, auf dem Nürnberger Hauptmarkt statt und lockt zahlreiche, auch internationale, Touristen an.
Der Trempelmarkt, Deutschlands größter Flohmarkt (Stand Mai 2004), findet zweimal im Jahr in Nürnberg statt; jeweils am zweiten Wochenende im Mai und im September.
Ausstellungen, Aufführungen etc.
Seit 2000 findet jedes Jahr an einem Samstag Mitte Mai die Blaue Nacht statt, eine Kulturnacht mit geöffneten Museen, Kunstprojekten, Performances und Musik in der gesamten Innenstadt.
Das Klassik Open Air, auch „Woodstock“ der klassischen Musik genannt, findet am Luitpoldhain (im Juli und August) statt. An einem Tag spielen die Nürnberger Symphoniker an dem anderen Nürnberger Philharmoniker. Es ist mit insgesamt rund 100.000 Besuchern jährlich das größte Klassik Open Air in Europa. Der Eintritt ist frei.
Das Bardentreffen mit zahlreichen kostenlosen Konzerten wird jährlich am letzten Wochenende im Juli an verschiedenen Spielstätten in der Altstadt durchgeführt.
Weitere Veranstaltungen: Nürnberger Spielwarenmesse, Rock im Park.
Kulinarische Spezialitäten
Als kulinarische Spezialitäten gelten unter anderem: Nürnberger Bratwürste und Nürnberger Rostbratwürste mit Kraut (fränk.: „Nämbercher Broudwärschd“), beide Bezeichnungen und die Herstellung sind durch eine europäische Verordnung geschützt; Nürnberger Lebkuchen; Stadtwurst; Ochsenmaulsalat; Brezeln (Breezn); gebratene Schweineschulter ("Scheiferla", „Schäufele“).
Nachtleben
Die kulturelle Infrastruktur Nürnbergs ist mit anderen Großstädten vergleichbar und weist einzelne besondere Highlights auf. Ein Schwerpunkt des Nachtlebens findet sich in der Altstadt, jedoch nicht so konzentriert wie z. B. in den Nachbarstädten Fürth und Erlangen. In der Weißgerbergasse findet sich eine Vielzahl von Kneipen gesäumt von mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Deutschlands größtes Kinocenter, das Cinecittà Nürnberg, mit Europas größtem Imax-Kino ist nicht zuletzt durch seine großen Cafebereich ein beliebter Treffpunkt. Neben Kinocentern gibt es eine Reihe Programmkinos, Diskotheken, Bars und Kneipen sowie Konzerthäuser.
Im Bereich der alternativen Kultur hatte Nürnberg zwei Jahrzehnte mit dem selbstverwalteten Kommunikationszentrum Komm ein herausragendes Beispiel in diesem Bereich, vergleichbar mit der Roten Flora in Hamburg. Unter der CSU-Regierung (1996-2002) wurde die Selbstverwaltung jedoch abgeschafft. Im heutigen K4 finden heute normale Ausstellungen, Lesungen und Konzerte statt. In den Stadtteilen verfügt Nürnberg über ein gutes Netz an Kulturläden. Die alternative Kulturszene verfügt heute mit dem Z-Bau (Teil der ehemaligen „Süd-Kaserne“ bzw. „SS-Kaserne“) über ein weiteres Kulturzentrum.
Persönlichkeiten
Siehe Liste der Ehrenbürger von Nürnberg und Söhne und Töchter der Stadt Nürnberg
Skurriles
Wie bei einigen anderen Städten auch, herrscht zwischen Nürnbergern und Fürthern „Krieg“, der sich vor allem bei Fußballspielen der beiden jeweiligen Mannschaften zeigt. Eine Veräppelung der Fürther von den Nürnbergern aus betrifft auch das Autokennzeichen. Oft wird dieses als „Fahrer Übt“ oder „Frankens Übel“ interpretiert. Zu weiteren Spottversen der Nürnberger über die Fürther gehören: „Läiber fümfder als Fädder“ (Lieber fünfter als Fürther), „Wer nix werd' und wer nix ko' gäid zur Färder Strasserbo“ (Wer nichts wird und wer nichts kann geht zur Fürther Straßenbahn) sowie „Wer nix werd werd Wärd in Fädd“ (Wer nichts wird, wird Wirt in Fürth) und „Wer nix ko un wer nix wädd, der is vo Fädd“ (Wer nichts kann und wer nichts wird, der ist aus Fürth).
Literatur
- Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Verlag W. Tümmels, Nürnberg, 2. verb. Aufl. 2000; auch online bei http://www.stadtarchiv.nuernberg.de/Lexikon.htm#Lexikon als Internetdatenbank.
- Christoph von Imhoff: Berühmte Nürnberger aus neun Jahrhunderten, Edelmann, Nürnberg, 2000, ISBN 3-8719-1088-0
- Eugen Kusch: Nürnberg - Lebensbild einer Stadt, Verlag Nürnberger Presse, Nürnberg, 1989, ISBN 3-9207-0179-8
- Herbert Maas: Nürnberg - Geschichte und Geschichten, Edelmann, Nürnberg, 2001, ISBN 3-8719-1032-5
- Rainer Mertens: "Nürnberg. Die Entdeckung Amerikas und die Folgen. Ein kolonialer Stadtrundgang", Geschichte für Alle e. V./Nürnberg, Nürnberg 1992 ISBN 3-930699-06-0
- Ralf Nestmeyer: "Nürnberg, Fürth, Erlangen. Ein Reisehandbuch", Michael-Müller-Verlag, Erlangen, 2005 ISBN 3-89953-191-4
- Bayerisches Städtebuch; Band V 1. Teilband Unter-, Mittel- und Oberfranken aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1971
- Nürnberg Heute, Schriftenreihe der Stadt; auch online: http://www.nuernberg.de/verwaltung/publikationen/nuernberg_heute.html
Weblinks
- Offizielle Internetseite der Stadt Nürnberg; dort gibt es auch Unterseiten zu Museen und öffentlichen Veranstaltungen
- Einzel-Geschichten aus Nürnberg
- Ältester Stadtteil
- Staatstheater Nürnberg
- Nürnberger Symphoniker
- Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg
- Bedeutendes innerstädtisches Naherholungsgebiet
- Bilder von Nürnberg
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