Nutzenfunktion
thumb|300px|Nutzenfunktion U(x)In der mikroökonomischen Haushaltstheorie gibt die (direkte) Nutzenfunktion das Nutzenniveau an, das ein Konsument durch den Konsum bestimmter Gütermengen erreicht:
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Dabei bezeichnet U das Nutzenniveau, Ci die konsumierte Menge der einzelnen Güter und n die Anzahl der Konsumgüter.
Die erste Ableitung der Nutzenfunktion nach der Menge eines der Konsumgüter
wird auch Grenznutzen dieses Gutes genannt.
| Inhaltsverzeichnis |
Kardinaler und ordinaler Nutzen
Man unterscheidet zwischen der kardinalen und der ordinalen Nutzentheorie. Das Konzept der kardinalen Nutzenmessung misst der Nutzendifferenz zweier Güterbündel eine Bedeutung zu, wohingegen die ordinale Nutzenmessung der Nutzendifferenz zweier Güterbündel keine wesentliche Aussagekraft beimisst.
Mit der ordinalen Nutzentheorie begegnet man der Kritik, dass Nutzenvorstellungen verschiedener Individuen nicht quantifizierbar sind.
Allgemeine Annahmen
Bei normalen Gütern geht man oft davon aus, dass ein zusätzlicher Konsum grundsätzlich einen höheren Nutzen stiftet, selbst wenn die bereits konsumierte Menge bereits sehr groß ist. Das heißt, dass die Nutzenfunktion streng monoton steigt beziehungsweise dass der Grenznutzen auch für große Ci positiv ist.
Auf der anderen Seite unterstellt man häufig, dass der Nutzengewinn durch den zusätzlichen Konsum eines Gutes mit der Höhe der bereits konsumierten Menge abnimmt, wie dies bereits im ersten gossenschen Gesetz gefordert wird. Man spricht dabei von einem abnehmenden Grenznutzen beziehungsweise einer konkaven Nutzenfunktion.
Indirekte Nutzenfunktion
Die indirekte Nutzenfunktion (V) gibt dagegen das Nutzenniveau an, das ein Konsument bei einer bestimmten Einkommenshöhe und bei bestimmten Konsumgüterpreisen maximal erreichen kann:
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Dabei bezeichnet Y das Einkommen des Konsumenten und Pi den Preis des Konsumgutes i.
Intertemporale Nutzenfunktion
Die intertemporale Nutzenfunktion stellt den unterschiedlichen Nutzen dar, den Konsum in verschiedenen Perioden bringt. Der Einfachheit halber bebeschränken sich theoretische Modelle häufig auf die Darstellung eines Zwei-Perioden-Falls. Mit der Funktion soll erklärt werden, warum und in welcher Höhe Menschen sparen.
Der Diskontierungsfaktor, mit dem der zukünftige Konsum auf die Gegenwart abgezinst wird, wird Zeitpräferenzrate genannt. Häufig geht man dabei vereinfachend von einer konstanten Zeitpräferenzrate auch bei Einkommensveränderungen aus. Vermutlich hat der Gegenwarstskonsum aber bei niedrigeren Einkommen einen höheren Nutzen, und bei einen Pro-Kopf-Einkommen an der Armutsgrenze ist die Zeitpräferenzrate entsprechend sehr hoch.
Die Zeitpräferenzrate eines Wirtschaftssubjektes ist die private Zeitpräferenzrate, während die einer Gesellschaft als soziale Zeitpräferenzrate bezeichnet wird.
Graphisch läßt sich das Indifferenzkurvensystem durch ein Koordinatensystem darstellen, in dem der Gegenwartskonsum auf der einen und der Zukunftskonsum auf der anderen Achse abgetragen wird.
