Oberschwaben
Als Oberschwaben wird die Landschaft zwischen der Schwäbischen Alb bzw. der Donau, der Iller und dem Bodensee bezeichnet. Es liegt überwiegend in Baden-Württemberg und ist ein Hügelland, das landwirtschaftlich vor allem für die Milchwirtschaft genutzt wird; im Schussental herrschen Hopfengärten und Obstbau vor. Die wichtigsten Städte Oberschwabens sind Friedrichshafen, Ravensburg, Bad Waldsee, Biberach an der Riß, Lindau und Sigmaringen.
Oberschwaben war seit dem Mittelalter in eine Vielzahl einzelner kleiner Territorien (Ritterschaften, Reichsstädte, Grafschaften, Fürstentümer, Abteien) zersplittert. Durch die Säkularisation wurden 1803 fast alle Klöster aufgelöst, die Mediatisierung bedeutete das Ende der Freien Reichsstädte. Nach dem Ende des Alten Reichs 1806 (Reichsdeputationshauptschluss) kam - endgültig durch den Wiener Kongress 1815 - der größte Teil dieser vorwiegend katholischen Landschaft an das protestantische Königreich Württemberg.
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Tourismus
[[Bild:Steinhausen-1921.jpg|thumb|220px|Wallfahrtskirche in Steinhausen]] Durch Oberschwaben führen mehrere Touristikstraßen:
- Die Oberschwäbische Barockstraße führt über mehrere Routen bis zum Bodensee und zurück.
- Die Schwäbische Bäderstraße verbindet die Kurorte mit Thermalbädern.
- Die Schwäbische Dichterstraße
- Der östliche Teil der Deutschen Fachwerkstraße führt von Bad Urach bis zum Bodensee, an die Orte Blaubeuren, Riedlingen, Biberach an der Riß, Pfullendorf und Meersburg.
- Die Mühlenstraße Oberschwaben ist die jüngste, 2005 installierte touristische Route und führt zu über 100 Mühlen der Region.
Insgesamt ist die Entwicklung des Tourismus in Oberschwaben in den letzten Jahrzehnten nur schleppend verlaufen. Die angrenzenden Destinationen Allgäu, Schwäbische Alb, Schwarzwald und vor allem der Bodensee prosperierten weit stärker. Nicht zuletzt die Politik hat noch in den 1990er Jahren darauf verwiesen, dass Oberschwaben eher ein Industrie-Standort denn eine touristische Destination sei. Seit einigen Jahren aber weist Oberschwaben eine touristisches Angebot auf, das es dem Gast leicht macht, mit oder ohne Kinder Urlaub in einer authentischen Region mit guter Infrastruktur zu machen. Auch die Politik hat dies erkannt und fördert den Tourismus nun nachhaltig.
Aussichtspunkte
[[Bild:Bussen1903.jpg|thumb|220px|Der Bussen um 1903]]
- Der Heilige Berg Oberschwabens, der 767 m hohe Bussen, ist als Aussichtsberg und Wallfahrtsort vielbesucht.
- Der Gehrenberg bei Markdorf ist mit 754 m ü. NN die nach dem Bussen zweithöchste Erhebung zwischen Schwäbischer Alb und Bodensee, liegt aber bereits im badischen Teil Oberschwabens.
Regionale Medien
Die regionalen Tageszeitungen sind im angrenzenden Norden Oberschwabens die Südwest-Presse (Ulm), in weiten Teilen Oberschwabens die Schwäbische Zeitung (Leutkirch im Allgäu) und im angrenzenden Süden der Südkurier.
Neben dem Südwestrundfunk, der auch Rundfunk- und Fernsehstudios in Oberschwaben unterhält, gibt es die privaten Radiosender Radio 7 und Radio Seefunk, sowie im südlichen Oberschwaben und am Bodensee den regionalen Fernsehsender Euro 3.
Neben den tagesaktuellen Medien gibt es das monatliche Veranstaltungsmagazin BLIX und das jährliche touristische Oberschwaben Magazin.
Siehe auch
- Region Bodensee-Oberschwaben, Region Donau-Iller
- Alb-Donau-Kreis, Landkreis Biberach, Bodenseekreis, Landkreis Lindau, Landkreis Ravensburg, Landkreis Sigmaringen, Ulm
Weblinks
- Tourismusgesellschaft Oberschwaben
- Geheimtipps in Oberschwaben
- Oberschwäbische Barockstraße
- Schwäbische Bäderstraße
- Der Bussen
- Ausflüge in Oberschwaben
