Oerlikon

Dieser Artikel beschreibt den Stadtteil Zürichs. Für den Misch-Konzern gleichen Namens siehe: Oerlikon-Bührle.


Oerlikon
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Oerlikon

Stadtkreis: Kreis 11 seit 1934
Einwohner: 19'217 (2003)
Fläche: 264 ha
300px|Kreis 11

Oerlikon ist ein Stadtteil im Norden von Zürich.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Name Oerlikon geht auf den alemannischen Siedlungsgründer Orilo zurück. Oerlikon wurde erstmals im Jahre 946 (andere Quelle: 942) urkundlich als Orlinchowa erwähnt.

Damals zählte der Ort etwas mehr als ein dutzend Häuser und war Teil der Gemeinde Schwamendingen. Dort besuchten die Einwohner von Oerlikon auch die Schule und Kirche.

1855 baute die Nordostbahn eine Bahnlinie, welche den süddeutschen Raum mit Zürich verbinden sollte. Dadurch wurde Oerlikon für Industrie und Gewerbe interessant, was Oerlikon ein sehr schnelles Wachstum verschaffte.

1872 löste sich Oerlikon von Schwamendingen und wurde zu einer eigenständigen Gemeinde.

1897 wurde eine private Strassenbahn von Zürich nach Oerlikon gebaut. Zweiglinien führten auch nach Seebach und Schwamendingen.

Oerlikon entwickelte sich unabhängig von Zürich, erst 1934 wurde Oerlikon - zusammen mit Seebach, Affoltern, Schwamendingen, Witikon, Höngg, Altstetten und Albisrieden - in Zürich eingemeindet.

Oerlikon, das in der Vergangenheit vor allem ein Industriegebiet war, ist heute einer der am schnellsten wachsenden Stadtteile Zürichs.

Oerlikon geriet im Jahr 2003 wegen eines Zugunglückes nahe des Bahnhofes Oerlikon in die Schlagzeilen (siehe auch Zugunglücke der Zürcher S-Bahn).

Ortsgliederung

Südlich der Bahnlinie befindet sich die Oerliker City mit den Einkaufszentren Neumarkt und züri 11 shopping, dem gediegenen Hotel Swissôtel und dem Marktplatz.

Nördlich des Bahnhofs entsteht das neue Quartier Neu-Oerlikon (vormals Zentrum Zürich Nord). Im ehemaligen Industriequartier wird neuer Wohn- und Lebensraum geschaffen. Die sehr urban wirkende Architektur wird aufgelockert durch grosszügige Parks. In den letzten Jahren wurden drei neue Parks angelegt: Der Oerliker Park mit Aussichtsturm, der MFO-Park auf dem Areal der früheren Maschinenfabrik Oerlikon sowie der Traugott-Wahlen-Park.

Neben dem Hauptsitz der Oerlikon Contraves AG befinden sich in Oerlikon auch die Gebäude der Messe Zürich sowie das Hallenstadion. Auch die 1876 gegründete Maschinenfabrik Oerlikon war hier ansässig. Weitere in Oerlikon angesiedelte Industrieunternehmen sind Unaxis (vormals Oerlikon Bührle) und ABB.

Der Bahnhof Zürich Oerlikon ist als wichtiger Knotenpunkt des Zürcher S-Bahnnetzes ein Nadelöhr für den öffentlichen Verkehr.

Bildungseinrichtungen

Oerlikon ist ein wichtiges Zentrum im Bildungsbereich. Im Quartier gibt es zwei Kantonsschulen, die Kantonsschule Oerlikon und die Kantonsschule Birch. Zudem lagert die Universität Zürich zunehmend einzelne Lehr- und Forschungseinrichtungen vom Zentrum nach Oerlikon aus.

In Oerlikon befindet sich auch das kantonale Zentrum für Berufsberatung.

Literatur

Weblinks

See also: Oerlikon, 1855, 1872, 1876, 1897, 1934, 2003, Albisrieden