Öffentliches Gut

Unter einem öffentlichen Gut bzw. reinem Kollektivgut versteht man Güter, die vom den Staat angeboten, gefördert oder beschränkt werden. Öffentliche Güter sind demnach beispielsweise nationale Verteidigung, Wissen und öffentliche Straßen, Dämme oder Leuchttürme.

In der Theorie unterscheidet man zwei Gründe, weswegen Güter durch den Staat reguliert werden sollten:

Reines öffentliches Gut

Reine öffentliche Güter oder spezifische öffentliche Güter sind Güter, bei denen das Ausschlussprinzip nicht greift und gleichzeit keine Rivalität im Konsum vorliegt (auch als Nutzenunteilbarkeit bekannt).

Der Markt funktioniert somit nicht, da es zwar Interessenten für das Gut gibt, aber keiner bereit ist, einen Marktpreis zu entrichten. Dies liegt daran, dass man auch ohne den Preis für das Gut zu entrichten ebenso in den Genuss des Gutes kommen kann. Man spricht dann vom so genannten Trittbrettfahrerverhalten.

In der Regel wird das Gut daher vom Staat angeboten bzw. zur Verfügung gestellt und über Steuern und andere Abgaben werden alle "Nutzer" daran finanziell beteiligt. Ein typisches Beispiel für ein reines öffentliches Gut ist die Landesverteidigung.

Reine öffentliche Güter und Gemeingüter

Da reine öffentliche Güter für alle Nachfrager frei zugänglich sind, gehören sie auch zur Rubrik der Gemeingüter.

Unreines öffentliches Gut

Unter einem unreinen öffentlichen Gut versteht man meritorische und demeritorische Güter.

Meritorische Güter sind Güter, die aus Wohlfahrtsgesichtspunkten vom Staat über Zwänge und finanzielle Anreize gefördert werden. Die Gründe dafür können vielseitig sein:

Der Begriff kann auch implizieren, dass das Individuum den Wert des Gutes nicht (gleich bzw. zur Gänze) selbst erkennt, oder ihm sich dieser erst nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne offenbart. Ein im positiven Sinne paternalistisch agierender Staat fördert deswegen von sich aus den Konsum von meritorischen Gütern, da er dem Individuum gegenüber einen Informationsvorsprung hat und diesen zum allgemeinen Wohl einsetzen möchte.

Bei demeritorischen Gütern will der Staat hingegen einen geringeren Konsum erreichen. Mittel hierbei sind Verbote und Steuern. Klassische Beispiele für diese Güter sind Benzin sowie Tabak und andere Drogen.

Sie sind auf einem Kontinuum mittig zwischen privatem Gut (Gültigkeit des Ausschlussprinzips) und spezifisch öffentlichem Gut (Versagen des Ausschlussprinzips) zu sehen.

siehe auch: Individualgut, Clubgut, Allmendegut, Marktversagen

Offentliches Gut

See also: Öffentliches Gut, Allmendegut, Ausschließbarkeit, Bildung, Clubgut, Damm, Droge, Gemeingut, Individualgut, Kontinuum