Office-Bibliothek
Die Office-Bibliothek ist ein Computerprogramm, das den meisten elektronischen Nachschlagewerken der Verlagsgruppe Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG (Brockhaus, Duden, Meyer) und des Langenscheidt Verlags zugrunde liegt. Während die Office-Bibliothek selbst kostenlos heruntergeladen werden kann, müssen die damit benutzbaren Nachschlagewerke gekauft werden.
Entwicklung
Die Office-Bibliothek war ursprünglich im Oktober 2003 als Neuentwicklung nur für Linux und Mac OS X vorgestellt worden, während Nutzern von Mac OS Classic und Windows schon lange zuvor die anfangs noch umfangreichere Software PC-Bibliothek zur Verfügung stand. Beide Software-Produkte arbeiten mit dem selben Datenbankformat, sodass Texte der PC-Bibliothek unter der Office-Bibliothek installiert werden können wie auch umgekehrt, sofern sie in der Programmversion 3 oder neuer vorliegen. Seitdem die Version 4.0 der Office-Bibliothek im Januar 2004 den selben Funktionsumfang wie die PC-Bibliothek erreicht hat, wird sie nun auch für Windows als Nachfolgeprodukt der PC-Bibliothek angeboten. Die PC-Bibliothek ist damit nur noch für ältere Betriebssysteme (hauptsächlich Mac OS Classic) notwendig und wird nicht mehr weiterentwickelt.
Das Anbieten der Office-Bibliothek für mehrere Betriebssysteme zugleich ist durch die Verwendung des Qt-Toolkit möglich.
Kritik
thumb|Screenshot der Office-Bibliothek unter Linux. Die falsch dargestellten Sonderzeichen sind ein lange bekanntes Problem unter Linux und Mac OS X.
Die Programmoberfläche der Office-Bibliothek ist sehr übersichtlich aufgebaut, was eine intuitive Bedienung erleichtert. Dadurch, dass sie - anders als viele vergleichbare Produkte - auf multimediale Effekte verzichtet, läuft sie auch auf älteren Computern noch ausreichend schnell. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, in allen installierten Büchern gleichzeitig zu arbeiten. Unter anderem stehen Stichwortsuche, Volltextsuche, Ähnlichkeitssuche oder auch eine Suche mit logisch verknüpften Begriffen zur Verfügung. Man kann Benutzerwörterbücher anlegen, Lesezeichen setzen und Anmerkungen hinzufügen.
Bis einschließlich der aktuellen Version 4 gibt es unter Linux und Mac OS X oft Probleme mit der Darstellung von Sonderzeichen (siehe Abbildung). Zumindest unter Linux kann das Problem damit umgangen werden, dass das Programm als Root gestartet wird. Die mit älteren Versionen aufgetretenen Probleme mit dem Kopierschutz CD-Cops scheinen dagegen ab Version 4.0 behoben zu sein. Dafür funktionieren mit Version 4 die Tastaturkürzel zumindest unter Linux nicht mehr. Der Kundenservice zeigte sich nach der Einführung der Officebibliothek oft nicht in der Lage, Hilfe zu den beschriebenen Problemen anzubieten. Oft blieben Supportanfragen unbeantwortet oder wurden erst mit mehrmonatiger Verspätung lediglich vage beantwortet.
