Ohmsches Gesetz
| left|25px|Begriffsklärung | Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Ohmschen Gesetz in der Elektrotechnik, für das Ohmsche Gesetz in der Akustik siehe Schallkennimpedanz |
Das Ohmsche Gesetz (nach seinem Entdecker Georg Simon Ohm) besagt, dass der Spannungsabfall U über einem metallischen Leiter bei konstanter Temperatur proportional zu dem hindurchfließenden elektrischen Strom mit der Stromstärke I ist, also
Die Proportionalitätskonstante wird dabei als elektrischer Widerstand des Bauteils bezeichnet und mit R notiert, womit sich
ergibt. Als Einheit wird 1 Ohm = 1 Ω = 1 V/A mit V (Volt) und A (Ampere) benutzt.
Die elektrische Leitfähigkeit G ist der reziproke Wert 1/R des elektrischen Widerstandes und wird in Siemens (Kurzzeichen S) (nach Werner von Siemens) angegeben.
Damit ergibt sich
als weitere Notation.
Leiter, deren Widerstand von der Spannung abhängt, sind nicht-ohmsche oder nichtlineare Widerstände.
Weiterhin kann der Widerstand von anderen Größen abhängen, z.B. Temperatur, Magnetfeld, Lichtstärke etc.
Spezielle Legierungen haben einen in weiten Bereichen temperaturunabhängigen Widerstand, z.B. Konstantan.
Hintergründe:
Prinzipiell gilt für jedes Bauteil, dessen Spannungsabfall nur vom Strom abhängt (und nicht von der Vorgeschichte wie bei Bauelementen mit Hysterese):
- U = f(I)
Wenn diese Funktion keine Sprungstellen aufweist, kann man sie in eine Potenzreihe entwickeln:
Ist x0 = 0 (keine Spannungsquelle) und
vernachlässigbar, bezeichnet man x1 als ohmschen Widerstand und bezeichnet ihn als R.
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Differenzieller Widerstand
Eine Entwicklung in eine Potenzreihe an der Stelle I0:
führt meist zu einem
. Die Größe x1 bezeichnet man als differenziellen Widerstand. Der differentielle Widerstand ist eine Funktion des Stromes bzw. der dazugehörigen Spannung.
Wechselstromwiderstand / Impedanz
In Wechselstromkreisen gilt das Gesetz in analoger Form, wenn man die Werte als komplexe Zahlen auffasst. Hierbei können dann auch Phasenverschiebungen zwischen Strom- und Spannung aufgrund von induktiven und kapazitiven Bauteilen berücksichtigt werden. Der Widerstand wird hierbei verallgemeinert als Impedanz bezeichnet.
Mikroskopische Betrachtungsweise / Maxwellsche Materialgleichung
In einer mikroskopischen Betrachtung wird das Ohmsche Gesetz durch die lineare Abhängigkeit zwischen der Stromdichte-Vektor
und der elektrischem Feldstärke-Vektor
beschrieben, also
In isotropen Materialien ist der Tensor σmn durch einen Skalar approximierbar und es gilt:
Weblinks
- Berechnungen - Das Ohmsche Gesetz und das magische Dreieck
- Berechnung von Leistung Spannung Stromstärke Widerstand
- Übungsaufgaben zum Ohmschen Gesetz
