Ölfleckversuch

thumb|Aufbau des Ölfleckversuchs Beim sog. Ölfleckversuch versucht man, die Größe eines Moleküls ungefähr zu bestimmen.

Versuchsaufbau

Eine Schale wird mit Wasser gefüllt, auf die eine feine Schicht Bärlappsporen gepudert wird. Anschließend wird ein Tropfen einer Petroläther(Benzin)-Ölsäure mit bekannter Konzentration und zuvor bestimmtem Volumen in die Mitte der Schale gegeben. Man beobachtet nun, dass die Bärlappsporen durch den Tropfen kreisförmig verdrängt werden. Im Idealfall entsteht ein perfekter Kreis, meist "zerfranst" aber der Rand.

Theorie

Durch die Informationen über die Fläche des Fleckens und das Wissen, dass sich die Ölsäure in einer monomolekularen Schicht (das heißt ein Molekül neben dem anderen, keine zwei übereinander) ausbreitet, kann man die Größe eines Moleküls und eines Atoms ungefähr bestimmen. Der Einfachheit halber geht man meist davon aus, dass die Moleküle würfelförmig und aus 54 gleich großen, würfelförmigen Atomen zusammengesetzt sind. Man kommt zu dem Ergebnis, dass ein Ölsäuremolekül in der Größenordnung von 1-9 m und ein Atom in der Größenordnung von 1-10 m liegt.

Weblinks

See also: Ölfleckversuch, Atom, Benzin, Molekül, Bärlappsporen