Oligarchie

Die Oligarchie (griechisch ολιγαρχία - Herrschaft weniger, auch Oligokratie; von ολιγος "wenig", αρχη "Herrschaft") ist nach der klassischen Verfassungssystematik des Aristoteles die Entartung der Aristokratie.

In der Oligarchie hat eine Minderheit die Macht usurpiert und übt diese zum eigenen Vorteil aus. Die daran beteiligten Personen werden Oligarchen genannt.

Dem gegenüber steht die Aristokratie für die Herrschaft der Besten.

Eine besondere Form der Oligarchie ist die Plutokratie (Herrschaft der Reichen).

Bei entsprechend kritischer Betrachtung ist auch der Parlamentarismus eine oligarchische Herrschaftsstruktur (oder bei wohlwollender Betrachtung eine aristokratische) - im Gegensatz zur heute so genannten direkten Demokratie.

In den 90er Jahren des 20 Jhdts. wurde der Begriff auch auf wirtschaftliche Macht übertragen, insbesondere in den Staaten des ehemaligen Warschauer Pakts, in denen eine Minderheit mittels Kapitalkraft oder Seilschaften die einst flachen sozialistischen Strukturen zu ihrem Vorteil ausnutzt.

Aktuell werden auch Personen als Oligarchen bezeichnet, die sich z.B. in Rußland mit dubiosen Methoden in einer pervertierten Marktwirtschaft an der Macht halten.

Siehe auch

Herrschaftsformen

Demokratie, Ochlokratie, Politie, Monarchie, Tyrannis, Meritokratie, Feudalismus, Plutokratie

sonstige Verweise

Boris Beresowski, Medien in Russland, oligo

See also: Oligarchie, Aristokratie, Aristoteles, Boris Beresowski, Demokratie, Direkte Demokratie, Feudalismus, Griechische Sprache, Medien in Russland, Meritokratie