Trophiensystem

Mit dem Trophiensystem wird der Zustand von Stillgewässern dargestellt. Die Gewässergüte basiert auf dem Gehalt an organischen und anorganischen Nährstoffen.

In der Limnologie wird das Gewässer anhand der Jahresdurchschnittswerte an Chlorophyll und Gesamtphosphorgehalt in vier Trophiestufen eingeteilt. Daneben spielen Sauerstoffsättigung, Farbe und Sichttiefe eine Rolle:

Charakterisierungen

  oligotroph mesotroph eutroph hypertroph
Sichttiefe (in Meter) 5 bis 10, höchstens 15 -201 bis 2, höchstens 5 bis 10weniger als 1, höchstens 2 bis 3weniger als 1
Tiefengrenze der submersen Vegetation 12 bis 30 m5 bis 10 mweniger als 2 mweniger als 1 m
Phosphatgehalt (mg/m3) 4 bis 510 bis 3535 bis 100mehr als 100
Nitrat- und Ammonium-Gehalt im Herbst (mg N pro ml) höchstens 1höchstens 1mehr als 2höchstens Spuren
Chlorophyllgehalt im Jahresmittel (mg/m3) weniger als 3,5weniger als 7,0weniger als 11mehr als 11
O2-Gehalt (in mg/ml)mehr als 86 bis 82 bis 4 
BSB2 (in mg/l) 0,51,1 bis 2,24 bis 7 
BSB5 (in mg/l) höchstens 33 bis 5,55,5 bis 14mehr als
CSB (in mg/l) 1 bis 28-920 bis 65 
Bakterienzahl (Anzahl pro ml) weniger als 100ungefähr 10000bis 100000mehr als 100000

BSBx: Biologischer Sauerstoffbedarf in x Tagen
CSB: chemischer Sauerstoffbedarf (Bestimmung mit Kaliumdichromat K2Cr2O7)

Da die biologische Zonierung sich in Fließgewässern von stehenden Gewässern unterscheidet, wird anstelle des Trophiensystems eine auf dem Saprobiensystem beruhende Einteilung in Gewässergüteklassen verwendet.

siehe auch

See also: Trophiensystem, Anaerob, BSB, CSB, Chlorophyll, Eisen, Epilimnion, Eutrophierung, Fließgewässer, Gewässergüteklasse