Opera buffa

Als Opera buffa ("komische Oper", musikalische Komödie; auch scherzhafte Oper) wird, im Gegensatz zur Opera seria, eine Form der Oper bezeichnet, die in Neapel (Giovanni Battista Pergolesi) und Venedig (Baldassare Galuppi) entwickelt wurde und zunächst im Schatten der Opera seria stand, ab etwa 1750 jedoch zunehmend an Beliebtheit gewann und gekennzeichnet ist durch Behandlung volkstümlicher oder komischer Themen, den Rückgriff auf die Stehgreifkomödie (commedia dell'arte) und das gelegentliche Parodieren der Opera seria. Charakteristische Merkmale des Buffostils sind das Secco-Rezitativ, das Parlando und das Wiederholen kurzer Melodiephrasen.

Zu den frühen Erfolgen der Opera buffa gehört Pergolesis "La serva padrona" (1733). 1752 löste Pergolesi in Paris den ersten großen Opernstreit zwischen seinen Anhängern, den "Buffonisten", und den Verfechtern der ernsten Tragédie lyrique (Lully, Rameau) aus. In der Wiener Klassik entwickelte sich die Opera buffa zur wichtigsten Operngattung, die ihre Höhepunkte in den drei Musikkomödien Mozarts fand: "La finta semplice" (Die Gärtnerin aus Liebe, KV 51), „Così fan tutte“ und "Le nozze di Figaro" (Die Hochzeit des Figaro).

Als Mischgattung aus Opera buffa und seria wurde die Opera semiseria und das Dramma giocoso entwickelt, die ernste und heitere Elemente miteinander verbinden. Mozarts "Don Giovanni" kann als ein Beispiel dieser Art bezeichnet werden. Demgegenüber ist "Die Zauberflöte" in diese Typen kaum einzuordnen. Als große "Teutsche Oper" - wie sie Mozart bezeichnete - ist sie Opera seria, Opera buffa und Singspiel zugleich.

Weitere Vertreter und Werksbeispiele

Siehe auch

See also: Opera buffa, 1733, 1750, 1752, Baldassare Galuppi, Commedia dell'arte, Così fan tutte, Die Zauberflöte, Domenico Cimarosa, Don Giovanni