Operation Overlord
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| Operation Overlord | |||||||||||||||||
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| Konflikt | Zweiter Weltkrieg, Westfront | ||||||||||||||||
| Datum | 6. Juni – 22. August 1944 | ||||||||||||||||
| Ort | Normandie, Frankreich | ||||||||||||||||
| Ergebnis | Sieg der Alliierten | ||||||||||||||||
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thumb|250px|right|Kanadische Truppen landen am Abschnitt 'Nan White' Beach bei Bernières-sur-Mer Operation Overlord war der Deckname für die alliierte Invasion in der Normandie zur Befreiung Frankreichs während des Zweiten Weltkriegs mit dem Ziel bis nach Deutschland vorzudringen.
Unter dem Oberbefehl von General Dwight D. Eisenhower landeten am 6. Juni 1944 amerikanische, britische und kanadische Truppen, unterstützt von Einheiten aus nahezu allen von den Deutschen okkupierten Ländern Europas an der Küste der Normandie zwischen Cherbourg und Caen. Sie eröffneten damit eine zweite Front gegen Hitler-Deutschland im Westen und konnten das besetzte Frankreich innerhalb weniger Monate befreien. Der von der deutschen Seite aufgebaute Atlantikwall konnte seine eigentliche Funktion somit nicht erfüllen.
| Inhaltsverzeichnis |
Planung
Schon seit Anfang 1942 wurden von den Alliierten Pläne für eine Invasion des europäischen Festlands entworfen und kontrovers diskutiert. Der Beginn war die ARCADIA-Konferenz in Washington D.C. zwischen den amerikanischen und britischen Führungsstäben, die vom 24. Dezember 1941 bis zum 14. Januar 1942 stattfand. Von Beginn an stand fest, dass eine amphibische Landung in Nordwesteuropa, sowie ein Eindringen der alliierten Kräfte über das Mittelmeer stattfinden sollte.
Stalin hatte schließlich die Westalliierten zur Eröffnung einer zweiten Front gedrängt, um die Rote Armee zu entlasten, zumal die zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgte Landung der Briten und Amerikaner 1943 in Italien nicht den erwünschten, schnellen Erfolg gebracht hatte. Auf der Konferenz von Teheran im November 1943 einigten sich Roosevelt, Stalin und Churchill auf eine über den Ärmelkanal vorgetragene Landeoperation im Norden Frankreichs.
Dazu wurde eine gemeinsame Kommandostelle in Betracht gezogen, die die Koordination zur Vorbereitung und Durchführung der Aktion übernehmen musste. Diese wurde mit der Gründung des Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force (SHAEF) Mitte Februar 1944 etabliert. SHAEF beinhaltete neben dem Führungsstab und operativen Abteilungen auch eine Aufklärungsabteilung, die für das Ausspähen der deutschen Stellungen für die geplante Landung äußerst wichtig war.
Der Stab des SHAEF nahm den Grundriss des von Generalleutnant Frederick E. Morgan, dem COSSAC, entwickelten Plan zur Operation Overlord und formte ihn in die Endversion, die am 6. Juni 1944 von General Dwight D. Eisenhower und dem Landstreitkräftekommandanten für den Anfangsteil der Invasion, General Sir Bernard Montgomery ausgeführt wurde.
Die Planung umfasste im wesentlichen folgende Operationen:
- Operation Tiger - Trainingsoperation für die beteiligten See- und Landtruppen, zur Landung am Strandabschnitt Utah Beach unter Admiral Don P. Moon
- Operation Neptune - Sturmangriff auf die Befestigungen in der Normandie und die Etablierung eines Brückenkopfes inklusive der Errichtung zweier Nachschubhäfen (Mulberry-Hafen)
- Vorrücken der Truppen auf Paris mit dem Ziel die Stadt zu befreien
- Befreiung ganz Frankreichs
- Erringung der Luftherrschaft über die Normandie und später über das komplette Frankreich
- Planung einer strategischen Bombardierung deutscher Ziele auf deutschem Boden
Die Ausführung
Ursprünglich sollte die Invasion im Mai stattfinden. Wegen schlechter Witterungsverhältnisse musste der Tag der Landung (D-Day) aber mehrfach verschoben werden. Aus Geheimhaltungsgründen erhielten nicht nur Operation Overlord selbst und ihr Datum militärische Tarnbezeichnungen, sondern auch die für die Landung an der Küste der Halbinsel Cotentin vorgesehenen Strandabschnitte: Die 1. US Armee landete an den Stränden Utah bei Sainte-Mère-Église und Omaha bei St. Laurent. Die 2. Britische Armee ging in den Abschnitten Gold bei Arromanches und Sword bei Ouistreham an Land, die Kanadier im Abschnitt Juno bei Courseulles-sur-Mer.
D-Day
- Siehe dazu den Hauptartikel: D-Day
Am D-Day kamen die stärksten Landungskräfte der Kriegsgeschichte zum Einsatz. Unterstützt und getragen wurden diese durch die mächtigste Schiffsansammlung aller Zeiten, u.a. gehörten dazu: 5 Schlachtschiffe, 23 Kreuzer, 69 Zerstörer, 56 Fregatten und Korvetten, 247 Minensucher, 5 Monitore und Kanonenboote, 256 kleinere Schiffe und 4126 Landungsschiffe - insgesamt über 6000 Schiffe. Am Abend des Invasionstags hatten die Alliierten mit Unterstützung von Fallschirmjägereinheiten, die in der Nacht zuvor hinter der Landungsfront, ebenfalls unter hohen Verlusten, abgesetzt worden waren, alle fünf Landeköpfe gesichert. Insbesondere die Kämpfe am Omaha Beach erwiesen sich als äußerst blutig und verlustreich für beide Seiten.
Vorstoß ins Landesinnere
Bis zum 12. Juni gelang es den Alliierten, die Brückenköpfe auf einer Länge von etwa 100 km und einer Tiefe von rund 30 km landeinwärts miteinander zu verbinden. In nur sieben Tagen war es ihnen gelungen, 326.000 Soldaten, 54.000 Fahrzeuge und mehr als 100.000 t Kriegsmaterial anzulanden. Am 30. Juni eroberten sie die Hafenstadt Cherbourg, was ihnen ermöglichte, Truppen und Kriegsgerät nun in noch größerer Zahl über See heran zu schaffen. Am 25. Juli gelang den Alliierten in der Schlacht von Avranches der Ausbruch aus der Halbinsel Cotentin und der Übergang von der Invasion zum Bewegungskrieg.
Kämpfe in Nordfrankreich
- Siehe dazu den Hauptartikel: Kessel von Falaise
Mitte August kam es bei Falaise und Argentan zu einer entscheidenden Schlacht zwischen den Alliierten und den Deutschen. Die Alliierten konnten die deutschen Einheiten so empfindsam schwächen, dass sie sich nicht mehr von dieser Niederlage erholen konnten.
Nun stand den Allierten kaum mehr deutscher Widerstand im Wege und so konnten sie am 25. August Paris befreien und schon am 9. September bildete Charles de Gaulle eine provisorische Regierung.
Literatur
- Tony Hall, Operation 'Overlord', Motorbuch Verlag, 2004, ISBN 3613024071
- Gerhard L. Weinberg, Eine Welt in Waffen. Die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, Nikol Verlagsgesellschaft, 2002 ISBN 3933203643
- Raymond Cartier, Der Zweite Weltkrieg - Band 2, Dt. Bücherbund, 1968, ISBN B0000BQCCU
- Anthony Hall, Operation Overlord: D-Day Day by Day, New Line Books, 2005, ISBN 1840135921
- Joseph Balkoski, Omaha Beach: D-Day: June 6, 1944, Stackpole Books, 2004, ISBN 0811700798
- Christopher Chant, Operation Overlord: Sword Beach & the British 6th Airborne Division 6 June 1944: 001 (Order of Battle, 1), Ravelin, 1994, ISBN 1898994005
- Christopher Chant, Operation Overlord: Gold & Juno Beaches 6 June 1944: 002 (Order of Battle, 2), Ravelin, 1994, ISBN 1898994013
- James Arnold, Operation Overlord: Omaha Beach & Pointe Du Hoc 6 June 1944: 003 (Order of Battle, 3), Ravelin, 1994, ISBN 1898994021
- James Arnold, Operation Overlord: Utah Beach & the U S Airborne Divisions 6 June 1944: 004 (Order of Battle, 4), Ravelin, 1994, ISBN 189899403X
- Humphrey and Young, Susan Wynn, Prelude to Overlord: An Account of the Air Operations Which Preceded and Supported Operation Overlore, the Allied Landings in Normandy on D-Day, 6th, Presidio Press, 1984, ISBN 0891412018
Weblinks
- Deutsches Historisches Museum, Berlin
- Alliierte Invasion in der Normandie
- Ausführliche Darstellung der Operation Overlord auf www.ibiblio.org (englisch)
- Operation Overlord (englisch)
Operation Overlord | Operation Fortitude | Operation Neptune | Operation Tonga | D-Day | Omaha Beach | Utah Beach | Gold Beach | Juno Beach | Sword Beach | Schlacht um Villers-Bocage | Schlacht um Caen | Operation Cobra | Operation Lüttich | Kessel von Falaise
Siehe auch: Kategorie:Invasion in der Normandie
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