Optischer Verstärker
Ein optischer Verstärker ist ein Gerät, das ein eingehendes optisches Signal verstärkt weitergibt, ohne es in ein elektrisches Signal gewandelt zu haben. Er enthält als aktive elektrische Bauelemente nur Laser und Überwachungselektronik. Optische Verstärker waren die Voraussetzung dafür, optische Signale transparent, also unabhängig von ihrer Formatierung, über sehr große Strecken zu übertragen. Sie werden seit einigen Jahren in Serie produziert und haben inzwischen eine so hohe Zuverlässigkeit, daß sie bereits auf Transatlantikstrecken eingesetzt wurden.
Grundsätzlich besteht ein optischer Verstärker für das dritte optische Fenster von Glasfasern bei 1550 nm aus einer Erbium-dotierten Glasfaser, wellenlängenselektiven Kopplern, optischen Isolatoren und optischer Bandfiltern (OBPF), wobei die Erbium-Ionen im Faserkern über wllenlängensensitive Koppler mit dem Licht eines Pumplasers bei Wellenlängen von 980 nm oder 1480 nm angeregt werden. Die Verstärkung der ankommenden Signalleistung erfolgt durch stimulierte Emission. Im übertragungstechnischen Sinn handelt es sich also um eine reine Regeneration der Signalamplitude ohne Regeneration der ursprünglichen Signalform, wie sie bei elektrischen Regeneratoren gewöhnlich vorgenommen wird. Wie bei jedem elektronischen Verstärker verschlechtert sich auch beim optischen das Signal-zu-Geräusch-Verhältnis (Rauschzahl), was bei der Hintereinanderschaltung von optischen Verstärkern auf langen Strecken zur Rauschakkumulation führt.
Die externe Steuerung von optischen Verstärkern durch ein Managementsystem erfolgt entweder über einen zusätzlichen optischen Kanal oder über eine elektrisches Interface des Verstärkers.
siehe auch EDFA
