Orbiter (Raumfahrt)
Orbiter ist die Bezeichnung einer Raumsonde, die einen Himmelskörper, wie z.B. einen Planeten, einen Mond oder auch die Sonne umkreist. Der Begriff Orbiter kommt aus dem Englischen und wird von Orbit abgeleitet. Erdsatelliten, die sich im Orbit um die Erde befinden, werden nicht als Orbiter bezeichnet. Beim amerikanischen Space Shuttle wird die Raumfähre selbst oft auch als "Orbiter" bezeichnet.
Bislang wurden Orbiter beim Mond (viele Missionen), Mars (Marsmissionen der Sowjetunion, Mariner, MGS, Mars Express u.a.), Venus (einige Venera-Sonden, Pioneer-Venus, Magellan), Jupiter (Galileo), Saturn (Cassini-Huygens) sowie Asteroiden (NEAR) eingesetzt. Gestartet, aber noch nicht am Ziel angelangt, sind Merkur-Orbiter (MESSENGER) und Kometenorbiter (Rosetta). In den nächsten Jahren sind weitere Orbiter zum Mond (SELENE, LRO u.a.) zum Mars (MRO, MTO), zur Venus (Venus Express), zum Jupiter (Juno) und zum Merkur (BepiColombo) geplant. Langfristig wird für die Jahre nach 2015 über Orbiter um Europa, Titan und Neptun nachgedacht.
Ein anderes Konzept der Raumsonde verfolgt der Vorbeiflug an einem Himmelskörper, der technisch und energetisch günstiger ist (z.B. sind keine Bremstriebwerke nötig) und bei dem kein Orbit erreicht wird (vom Sonnenorbit abgesehen) und somit die wissenschaftliche Ausbeute geringer ausfällt. Ein weiteres und technisch wohl das schwierigste Konzept ist der Lander, bei dem die Raumsonde auf dem Himmelskörper landet.
