ORWO

thumb|Meterware von ORWO: NP20 Kleinbild-Negativfilm in Filmdose [[Bild:orwo1.jpg|thumb| Fotopapier von ORWO, 100 Blatt, Preis: EVP 3,15 M, später für 1,20 DM verkauft. Hergestellt im Kombinatsbetrieb VEB Fotopapierwerk Dresden]] ORWO (Abk. für Original Wolfen) war ein Markenname für Produkte der Filmfabrik Wolfen bei Bitterfeld, der später zum Synonym für das ganze Werk wurde. Das Warenzeichen ORWO wurde 1964 eingeführt.

Unternehmensgeschichte

1909 gründete Agfa in Wolfen die Fabrik, die später das Monopol auf die Filmherstellung in der DDR hatte. Neben Filmen für die Fotografie wurde auch Kinofilm für die Filmkunst, Reprografie- und Röntgenfilmmaterial sowie technische Filme und Platten hergestellt.

Mangels Investitionen verlor Orwo spätestens ab den 80er Jahren den Anschluß an aktuelle Technologien, insbesondere bei der Farbfilmherstellung.

Bekannte Marken waren die NP-Reihe für Schwarz-Weiß-Negativfilme und die UT/ UK-Farbdiafilme.

Nach der Wende kam es zu vielen kleineren Ausgründungen. So stieg z.B. die ORWO Media GmbH in die digitale Fotodienstleistungsbranche ein. Die Herstellung analoger Farbfilme wurde jedoch eingestellt. Das Industrie- und Filmmuseum in Wolfen berichtet über die Geschichte der Firma Agfa und Orwo und zeigt als einziges Museum der Welt an Maschinen aus den 30er und 40er Jahre die Herstellung von Rohfilm.


Nur die FilmoTec GmbH in Wolfen setzt die traditionelle Filmherstellung fort und produziert auf dem ehemaligen ORWO- Gelände für den gesamten Weltmarkt noch unter dem ORWO-Label bewährte und selbstentwickelte neue analoge Schwarz- Weiß- Spezialfilme für den Kine-, Kopier- und Überwachungsbereich sowie für holographische Anwendungen.

Siehe auch

Weblinks

See also: ORWO, 1909, 1964, 1980er, Agfa, Bitterfeld, Deutsche Demokratische Republik, Efke, Farbfilm, Filmfabrik Wolfen