Osmanischer Lloyd

Osmanischer Lloyd war eine Tageszeitung, 1908 - 1918 während der Zweiten Osmanischen Verfassungsperiode, in Konstantinopel (seit 1930 Istanbul) in deutscher und französischer Sprache veröffentlicht.

Sie wurde vom Auswärtigen Amt als Teil der deutschen Nahostpolitik initiiert und von der Deutschen Bank, vom Bankhaus Bleichröder und anderen deutschen Unternehmen (u.a. Krupp) finanziert.

Die Zeitung hatte mehrere Chefredakteure, stellvertretender Chefredakteur war von 1908 bis 1917 der sozialdemokratische Orientalist, Kunsthistoriker, und Journalist Dr. Friedrich Schrader, der dem ansonsten wegen seines "Mittelmasses" von Zeitgenossen häufig kritisierten Blatt literarisch-intellektuellen Glanz verlieh, vor allem durch seine Beiträge im Feuilleton, die 1917 im Sammelband "Konstantinopel in Vergangenheit und Gegenwart" veröffentlicht wurden.

Mitarbeiter (Auswahl)

(einige Mitarbeiter waren gleichzeitig Nahost-Korrespondenten bedeutender deutscher Tageszeitungen)

Literatur

See also: Osmanischer Lloyd, 1908, 1917, 1918, Auswärtiges Amt, Beirut, Berliner Tageblatt, Deutsche Bank, Deutsche Morgenländische Gesellschaft, Deutsche Sprache