Mark der DDR
| Mark der Deutschen Demokratischen Republik bis 01.07. 1990 | |
|---|---|
| Land | Deutsche Demokratische Republik |
| Unterteilung | 100 Pfennige |
| ISO-4217-Code | DDM |
| Abkürzung | M |
Die Mark der Deutschen Demokratischen Republik (ISO-Abkürzung DDM) oder kurz Mark der DDR (M) war ab dem 14. September 1974 gesetzliches Zahlungsmittel in der DDR und wurde von der Staatsbank der DDR herausgegeben.
Als Ost-Mark wurde die seit Ende Juni 1948 in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) bzw. Ostzone als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführte Deutsche Mark (DM) bezeichnet.
Für die – vor allem im westdeutschen Sprachgebrauch – so genannte Ost-Mark, welche die damalige Deutsche Notenbank in Ost-Berlin herausgab, wurde in der DDR bis 1964 die offizielle Bezeichnung Deutsche Mark beibehalten. Im Rahmen eines Geldumtausches nach dem Mauerbau erfolgte dann die Umbenennung in Mark der Deutschen Notenbank (MDN).
| Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Einführung
Die neuen Banknoten und Münzen lösten die bis dahin seit dem 12. Dezember 1967 im Umlauf befindlichen Noten der Mark der Deutschen Notenbank (MDN) ab. Vorläufer dieser war die Deutsche Mark der Deutschen Notenbank (DM). Umgangssprachlich wurde die Mark der DDR einfach als Mark bezeichnet, in Abgrenzung zur DM inoffiziell auch Ostmark.
1 Mark war unterteilt in 100 Pfennige (Pf.).
- Deutsche Mark der Deutschen Notenbank (DM) 31. Oktober 1951 - 31. Juli 1964
- Mark der Deutschen Notenbank (MDN) 1. August 1964 - 31. Dezember 1967
- Mark der DDR (M) 1. Januar 1968 - 30. Juni 1990
Die Mark der DDR war eine Binnenwährung, das heißt im Außenhandel und internationalen Reiseverkehr nicht konvertierbar. Im internationalen Zahlungsverkehr wurde mit Valuta-Verrechnungseinheiten bzw. der Valuta-Mark gerechnet. Ausländisches Geld (Sorten) war im DDR-Einzelhandel als Zahlungsmittel in der Regel nicht zugelassen. Ausgenommen waren die Intershops, in denen man nur mit harten Währungen (Devisen oder Westgeld) oder den so genannten Forumschecks bezahlen konnte. Reisende aus dem westlichen Ausland mussten als Mindestumtausch einen festgelegten Betrag in Mark der DDR wechseln. Diese Regelung wurde im inoffiziellen Sprachgebrauch als „Zwangsumtausch“ bezeichnet.
Die Kaufkraft der Mark der DDR läßt sich nur sehr eingeschränkt mit der der Deutschen Mark (DM) vergleichen: Für viele in der DDR subventionierte oder preiskontrollierte Güter des täglichen Grundbedarfs wie Grundnahrungsmittel, Wohnungen oder Bus und Bahn, aber auch Bücher, hatte sie eine deutlich höhere Kaufkraft als die Deutsche Mark. Für Konsumgüter wie Fernseher oder Autos war ihre Kaufkraft dagegen deutlich geringer. Auf dem freien Markt wurde die Mark der DDR lange Zeit für etwa 0,2 Deutsche Mark gehandelt; auch dies taugt aber nur sehr bedingt zur Einschätzung der Kaufkraft. Intern wurde mit Hilfe so genannter Richtungskoeffizienten eine Deutsche Mark 4,40 M gleichgesetzt, was z.B. bedeutete, daß Exportbetrieben für eine DM Exporterlös M 4,40 gutgeschrieben wurden. „Offizieller“ Kurs war jedoch stets 1:1 - allerdings war eine Konversion von M in DM nur sehr begrenzt möglich (z.B. für genehmigte Westreisen von DDR-Bürgern ein bestimmter Betrag pro Reisetag).
Preisbeispiele
In der DDR gab es staatlich vorgeschriebene Festpreise, die offiziell als Einzelhandelsverkaufspreis (EVP) bezeichnet wurden. Diese Preise galten landesweit und waren auf jeder Verpackung aufgedruckt. Der Durchschnittsverdienst pro Monat betrug im Jahr 1970 etwa 748 M, wobei die steuerliche Belastung vergleichsweise gering war.
- 0,05 M ein Brötchen
- 0,10 M Doppelbrötchen beim Bäcker
- 0,12 M Flasche Mineralwasser 0,33L (Pfand 0,30 M)
- 0,66 M Beutel Milch 1L
- 0,52/0,78/1,04 M (1/1,5/2 kg Roggenmischbrot), 0,64/0,93/1,28 M (1,5/2 kg Weizenmischbrot)
- 0,80 M Schlagersüßtafel (schokoladenähnlich)
- 0,85 M 4,5V Flachbatterie 3R12
- 0,85 M Bockwurst mit Brötchen und Senf
- 1,50 M Benzin 88 Oktan ('Normal')
- 1,65 M Benzin 92 Oktan ('Extra')
- 1,75 M Rahmbutter
- 2,25 M Farbfoto-Vergrößerung 9x13 cm
- 2,40 M Stück Butter
- 3,00 M Nudossi
- ca. 4,00 M Katzenzungen oder eine Tafel Pfefferminzschokolade
- 8,75 M Kaffee (125g)
- 8,00 M Dose Trumpf-Kakaopulver
- 17,50 M Bausatz Lichtschranke mit Fotowiderstand, Relais und 2 Transistoren
- 20 M FeO-Kassette (60 min) bis Mitte der 80er Jahre, später leicht im Preis gesenkt
- 30 M CrO2-Kassette (60 min) für Radiorecorder (Import Sony, ca. 1978)
- 45 M Bausatz Stereoverstärker mit 2x A210K (1987/88)
- 120 M Kleincomputer KC85/4 (1990)
- 123 M (subventionierter) Schülertaschenrechner SR1 (1984)
- 400 M digitale Armbanduhr Anfang der 1980er Jahre
- ca. 650 M Kleincomputerbausatz Z1013 (Platine + Folienflachtastatur)
- ca. 700 Mark Walkman Sanyo (Import) (1988/89)
- 900 M Kleincomputer KC87 S/W (1988/89)
- 1.200 M Standard Radiorecorder R 4000 (1977)
- 1.250 M Junost 402B tragbarer sowjetischer S/W-Kofferfernseher (Preis von 1989)
- 2.100 M EAW Audio 145 Stereo-Kassettenrekorder mit Musiksuchlauf und abnehmbaren Boxen (bester Rekorder zu DDR-Zeiten 1989)
- 2.300 M beste Kleinbildspiegelreflexkamera Praktica B200 mit Standardobjektiv (ca. 1985)
- ca. 4000 M Kleincomputer KC85/? (vor der Wende)
- 6.000 bis 7.000 M Farbfernseher, teilweise Import Sony 55er
- 8.000 M oder 8500 M Farbfernseher mit Fernbedienung, z.b. Color 40 (1989)
- über 10.000 M ein Trabant (Standardausführung)
- ca. 22.000 M ein Wartburg
- ca. 45.000 M Volvo 242 (Import)
- ca. 60.000 M besserer Bürocomputer mit 5 1/4"- Floppy-Laufwerk
Währungsunion
Mit der Währungsunion am 1. Juli 1990 wurde die Mark der DDR (M) von der Deutschen Mark (DM) als gesetzliches Zahlungsmittel in der DDR abgelöst. Die DDR-Münzen bis 50 Pfennig waren in einer Übergangszeit auf dem Territorium der DDR weiter gültig, da die Bundesbank anfangs nicht genug Hartgeld zur Verfügung stellen konnte.
Im Zuge der Währungsunion wurden die bestehenden Preise und Löhne im Verhältnis 1:1, Sparguthaben bis zum Höchstbeträgen von 4000 M (Bei Personen ab dem 60. Lebensjahr 6000 M) ebenfalls 1:1, darüber hinaus 2:1 in DM umgetauscht.
Münzen
Prägestätten
- A - Berlin
- E - Muldenhütten (bis 1953)
Kursmünzen
- 1 Pfennig
- 5 Pfennig
- 10 Pfennig
- 20 Pfennig
- 50 Pfennig
- 1 Mark
- 2 Mark
Seit der Öffnung der Grenze zur BRD und Westberlin wurden die Münzen von einigen abwertend Aluchips genannt, was auf ihr Material, aber auch auf den geringen Umtauschwert der DDR-Währung gegenüber der DM anspielte, der in den ersten Monaten nach Grenzöffnung Spekulationskursen von 1:20 und mehr unterlag. Der hier aufgeführte Satz zeigt nicht alle in Umlauf gewesenen Münzen. Es gab davor noch Aluminium- und Messingmünzen, die eine Ährengarbe auf der Rückseite hatten; die Zahl war dünner und erhabener ausgearbeitet Außerdem gab es Ein- und Zweimarkstücke auf denen noch 1(2) Deutsche Mark stand. Nach einer Übergangszeit wurden diese Münzen aus dem Verkehr gezogen.
| Vorderseite | Rückseite | Material | Gewicht | Durchmesser |
|---|---|---|---|---|
| 1 Pfennig
| ||||
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| Bild:DDR_Mark_Rueckseite_1Pfennig_kl.jpg
| Aluminium | 0,75 Gramm | 15 mm |
| 5 Pfennig
| ||||
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| Bild:DDR_Mark_Rueckseite_5Pfennig_kl.jpg
| Aluminium | 1,10 Gramm | 19 mm |
| 10 Pfennig
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| Bild:DDR_Mark_Rueckseite_10Pfennig_kl.jpg
| Aluminium | 1,50 Gramm | 21 mm |
| 20 Pfennig
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| Bild:DDR_Mark_Rueckseite_20Pfennig_kl.jpg
| Messing | 5,4 Gramm | 22,2 mm |
| 50 Pfennig
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| Bild:DDR_Mark_Rueckseite_50Pfennig_kl.jpg
| Aluminium | 2,0 Gramm | 23 mm |
| 1 Mark
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| Bild:DDR_Mark_Rueckseite_1Mark_kl.jpg
| Aluminium | 2,5 Gramm | 25 mm |
| 2 Mark
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| Bild:DDR_Mark_Vorderseite_2Mark_kl.jpg
| Bild:DDR_Mark_Rueckseite_2Mark_kl.jpg
| Aluminium | 3,0 Gramm | 27 mm |
Gedenkmünzen
| Vorderseite | Rückseite |
|---|---|
| 5 Mark
Gedenkmünze zum 20.Jahrestag der DDR | |
| Bild:DDR_Mark_Vorderseite_5Mark_20JahreDDR_kl.jpg
| Bild:DDR_Mark_Rueckseite_5Mark_kl.jpg
|
Es gab insgesamt 123 Gedenkmünzen die einen Münzwert von 5, 10 oder 20 Mark besaßen. Sie wurden zu verschiedenen Jubiläen oder Anlässen herausgegeben. Sie waren meist aus Silber, Kupfer/Nickel/Zink (Neusilber) oder anderen Legierungen.
| Ausgabejahr | Nennwert | Bezeichnung | erhaltene Auflage stgl. (PP) |
|---|---|---|---|
| 1966 | 10 Mark | Karl Friedrich Schinkel | 48.883 |
| 20 Mark | Gotfried W. Leibnitz | 48.581 | |
| 1967 | 10 Mark | Käthe Kollwitz | 61.946 |
| 20 Mark | Wilhelm v. Humboldt | 52.598 | |
| 1968 | 5 Mark | Robert Koch | 100.224 |
| 10 Mark | Johann Gutenberg | 66.526 | |
| 20 Mark | Karl Marx | 53.146 | |
| 1969 | 5 Mark | 20 Jahre DDR | 10,5 Mio |
| 5 Mark | Heinrich Hertz | 100.217 | |
| 10 Mark | Johann Friedrich Böttger | 66.652 | |
| 20 Mark | Johann W. v. Goethe | 53.222 | |
| 1970 | 5 Mark | Wilhelm C. Röntgen | 66.652 |
| 10 Mark | Ludwig van Beethoven | 72.343 | |
| 20 Mark | Friedrich Engels | 47.719 | |
| 1971 | 5 Mark | Johannes Kepler | 100.239 |
| 5 Mark | Brandenburger Tor | 1,7 Mio | |
| 10 Mark | Albrecht Dürer | 61.224 | |
| 20 Mark | Ernst Thälmann | 4,89 Mio | |
| 20 Mark | Heinrich Mann | 1,25 Mio | |
| 20 Mark | Liebknecht/Luxemburg | 47.465 | |
| 1972 | 5 Mark | Johannes Brahms | 100.366 |
| 5 Mark | Meißen | 930.094 | |
| 10 Mark | Heinrich Heine | 55.336 | |
| 10 Mark | Buchenwald | 3,55 Mio | |
| 20 Mark | Friedrich Schiller | 3,65 Mio | |
| 20 Mark | Lucas Cranach | 47.548 | |
| 20 Mark | Wilhelm Pieck | 2,39 Mio | |
| 1973 | 5 Mark | Otto Lilienthal | 100.234 |
| 10 Mark | Weltjugendspiele | 2,74 Mio | |
| 10 Mark | Berthold Brecht | 55.413 | |
| 20 Mark | Otto Grotewohl | 1,53 Mio | |
| 20 Mark | August Bebel | 47.197 | |
| 1974 | 5 Mark | Philipp Reis | 100.122 |
| 10 Mark | 25 Jahre DDR | 2,29 Mio | |
| 10 Mark | 25 Jahre DDR, Städtemotiv | 52.585 (200) | |
| 10 Mark | C. D. Friedrich | 49.416 (100) | |
| 20 Mark | Immanuel Kant | 44.465 (4.284) | |
| 1975 | 5 Mark | Thomas Mann | 102.354 |
| 5 Mark | Jahr d. Frau | 161.047 | |
| 10 Mark | Albert Schweitzer | 63.433 (1.040) | |
| 10 Mark | Warschauer Vertrag | 1,91 Mio | |
| 20 Mark | Johann Seb. Bach | 49.497 | |
| 1976 | 5 Mark | Ferdinand Schill | 100.216 |
| 10 Mark | 20 Jahre NVA | 593.765 | |
| 10 Mark | Carl Maria v. Weber | 45.042 (6.037) | |
| 20 Mark | Wilh. Liebknecht | 43.160 (4.020) | |
| 1977 | 5 Mark | Ludwig Jahn | 90.675 (10.000) |
| 10 Mark | Otto von Guericke | 43.443 (6.000) | |
| 20 Mark | Carl Friedrich Gauß | 42.502 | |
| 1978 | 5 Mark | Jahr d. Antiapartheid | 257.262 (4.000) |
| 5 Mark | Friedrich G. Klopstock | 70.500 (4.500) | |
| 10 Mark | Gem. Weltraumflug | 591.565 (2.200) | |
| 10 Mark | Justus Liebig | 40.058 (4.500) | |
| 20 Mark | Gottfried Herder | 36.550 (4.500) | |
| 1979 | 5 Mark | Albert Einstein | 55.475 (4.500) |
| 10 Mark | Ludwig Feuerbach | 38.834 (4.500) | |
| 20 Mark | Gotthold E. Lessing | 39.343 (4.521) | |
| 20 Mark | 30 Jahre DDR | 642.075 | |
| 1980 | 5 Mark | Adolph von Menzel | 54.750 (5.500) |
| 10 Mark | Gerhard v. Scharnhorst | 49.47 (5.500) | |
| 20 Mark | Ernst Abbe | 39.00 (5.503) | |
| 1981 | 5 Mark | T. Riemenschneider | 54.500 (5.500) |
| 10 Mark | 700 J. Münze Berlin | 54.540 (5.500) | |
| 10 Mark | 25 Jahre NVA | 626.700 (5.500) | |
| 10 Mark | Georg W. F. Hegel | 49.500 (5.500) | |
| 20 Mark | Freiherr vom Stein | 39.264 (5.500) | |
| 1982 | 5 Mark | Goethes Gartenhaus | 220.400 (5.500) |
| 5 Mark | Wartburg b. Eisenach | 221.283 (5.500) | |
| 5 Mark | Friedrich Fröbel | 54.500 (5.500) | |
| 10 Mark | Gewandhaus Leipzig | 49.165 (5.500) | |
| 20 Mark | Clara Zetkin | 39.500 (5.500) | |
| 1983 | 5 Mark | Luthers Geburtshaus | 238.580 (5.500) |
| 5 Mark | Schloßkiche Wittenberg | 237.800 (5.500) | |
| 5 Mark | Max Planck | 45.800 (4.380) | |
| 10 Mark | Richard Wagner | 49.500 (5.500) | |
| 10 Mark | 30 J. Kampfgruppen | 393.980 (5.000) | |
| 20 Mark | Karl Marx | 656.614 (6.000) | |
| 20 Mark | Martin Luther | 40.500 (5.500) | |
| 1984 | 5 Mark | Freiherr von Lützow | 45.000 (5.000) |
| 5 Mark | Rathaus Leipzig | 219.501 (5.500) | |
| 5 Mark | Thomaskirche Leipzig | 225.840 (5.500) | |
| 10 Mark | Alfred Brehm | 40.000 (5.000) | |
| 20 Mark | Georg F. Händel | 35.900 (4.500) | |
| 1985 | 5 Mark | Frauenkirche Dresden | 225.100 (8.000) |
| 5 Mark | Friederike Caroline Neuber | 51.825 (5.000) | |
| 5 Mark | Wallpavillon Zwinger Dresden | 219.520 (5.500) | |
| 10 Mark | Humboldt-Universität | 38.000 (4.000) | |
| 10 Mark | Semper-Oper | 55.002 (5.000) | |
| 10 Mark | 40 J. Befreiung | 606.010 (5.000) | |
| 20 Mark | Ernst Moritz Arndt | 36.000 (4.000) | |
| 1986 | 5 Mark | Schloss Sanssouci | 295.340 (4.200) |
| 5 Mark | Neues Palais | 294.002 (4.204) | |
| 5 Mark | Heinrich von Kleist | 46.700 (4.000) | |
| 10 Mark | Ernst Thälmann | 581.640 (4.002) | |
| 10 Mark | Charité Berlin | 38.000 (4.101) | |
| 20 Mark | Gebrüder Grimm | 37.650 (3.508) | |
| 1987 | 5 Mark | Rotes Rathaus | 495.110 (4.200) |
| 5 Mark | Alexanderplatz | 496.202 (4.200) | |
| 5 Mark | Nikolaiviertel | 314.134 (4.200) | |
| 5 Mark | Brandenburger Tor | 314.134 (4.200) | |
| 10 Mark | Schauspielhaus Berlin | 46.100 (4.000) | |
| 20 Mark | Stadtsiegel Berlin | 36.775 (2x2.100) | |
| 1988 | 5 Mark | Überseehafen Rostock | 392.801 (3.200) |
| 5 Mark | Ferneisenbahn Saxonia | 401.800 (3.200) | |
| 5 Mark | Ernst Barlach | 51.601 (3.000) | |
| 10 Mark | Ulrich von Hutten | 37.000 (3.000) | |
| 10 Mark | 40 Jahre Sportbund | 540.220 (3.200) | |
| 20 Mark | Carl Zeiss | 35.020 (3.001) | |
| 1989 | 5 Mark | Zwickau | 402.140 (3.200) |
| 5 Mark | Carl v. Ossietzky | 50.400 (3.066) | |
| 5 Mark | Mühlhausen | 401.900 (3.200) | |
| 10 Mark | Johann G. Schadow | 39.200 (3.000) | |
| 10 Mark | 40 Jahre DDR | 588.900 (3.080) | |
| 10 Mark | 40 Jahre RGW | 97.000 (3.000) | |
| 20 Mark | Thomas Müntzer | 38.500 (3.090) | |
| 1990 | 5 Mark | Kurt Tucholsky | 50.171 (4.000) |
| 5 Mark | Zeughaus Berlin | 407.620 (4.200) | |
| 5 Mark | 500 J. Postwesen | 392.720 (4.200) | |
| 10 Mark | 100 Jahre 1. Mai | 589.457 (4.367) | |
| 10 Mark | Johann G. Fichte | 40.564 (4.200) | |
| 20 Mark | Brandenburger Tor (Ag) | 154.525 (12.100) | |
| 20 Mark | Andreas Schlüter | 37.000 (3.500) | |
| 20 Mark | Brandenburger Tor (Ns) | 302.00 |
Vernichtung der Münzen
Zirka 4.500 Tonnen Münzen wurden eingeschmolzen, aber zahlreiche Stücke befinden sich immer noch im Besitz von Sammlern und Nostalgikern.
Banknoten
Die Banknoten haben ein allgemeines Erscheinungsbild mit einer berühmten Persönlichkeit, der Wertangabe in Zahlen unten links, dem Wappen der DDR und dem Schriftzug „Staatsbank der DDR“ oben mittig, darunter befindet sich die Wertangabe ausgeschrieben in „Mark der Deutschen Demokratischen Republik“ und die Jahreszahl. Die Rückseite zeigt eine typische Alltagssituation der Menschen der DDR und links daneben ein weiteres Mal das Wappen der DDR. Als Sicherheitsmerkmale sind Wasserzeichen und ein Metallstreifen vorhanden. thumb|300px|5-Mark-Banknote aus dem Jahr 1975
5 Mark
Die kleinste Banknote der Serie (11,3 * 5,0 cm) bildet einen der Anführer des Deutschen Bauernkrieges, Thomas Müntzer ab. Die Banknote ist in lila Farben gehalten. Die Rückseite zeigt mehrere Getreideerntemaschinen bei ihrer Arbeit. Diese Banknote wurde zweifelsohne den Bauern des Landes gewidmet.
thumb|300px|10-Mark-Banknote aus dem Jahr 1971
10 Mark
Diese Banknote (12,05 * 5,3 cm) bildet die deutsche Frauenrechtlerin Clara Zetkin ab und ist bräunlich gestaltet. Die Rückseite zeigt eine junge Wissenschaftlerin bei ihren wissenschaftlichen Untersuchungen. Diese Banknote ist den Frauen und zugleich der Wissenschaft in der DDR gewidmet. Das sozialistische System und damit auch die DDR sah die Wissenschaft als ihren Stützpfeiler in der Welt. Mit dieser Banknote wollte die DDR auch die hohe Stellung der Frau bekräftigen und sie würdigen.
thumb|300px|20-Mark-Banknote aus dem Jahr 1975
20 Mark
Diese in Grün gehaltene Note (12,8 * 5,6 cm) trägt das Bildnis des Schriftstellers Johann Wolfgang von Goethe. Goethe war bereits seit 1967 auf der 20-MDN-Banknote abgebildet, die damalige 10-MDN-Banknote zeigte Friedrich Schiller. Auf der Rückseite der ab 8. Dezember 1975 herausgegebenen Note sind mehrere Schüler beim Verlassen des Schulgebäudes zu sehen. Dieser Geldschein trägt den Gedanken der Bildung in der DDR.
thumb|300px|50-Mark-Banknote aus dem Jahr 1971
50 Mark
Auf dem in Rot gehaltenen 50-Mark-Schein (13,6 * 5,9 cm) ist Friedrich Engels, der Mitbegründer der Marxschen Theorie, zu erkennen. Der auf das Jahr 1971 datierte Geldschein zeigt auf der Rückseite einen großen Industriekomplex ( PCK Schwedt ), die vor allem im Chemiedreieck bei Bitterfeld zu finden waren. Die abgebildeten Chemiewerke und Kraftwerke lassen den Betrachter zunächst ein Wirrwarr aus Rohren und Schornsteinen erkennen. Mit dieser Banknote sollte ohne Zweifel die wichtige Bedeutung der Industrie in der DDR unterstrichen werden.
thumb|300px|100-Mark-Banknote aus dem Jahr 1971
100 Mark
Die höchste und bekannteste herausgegebene Banknote der DDR (14,5 * 6,2 cm) war im Nennwert von 100 Mark. Die blaue Banknote bildet den Begründer des Kommunismus, Karl Marx, ab. Auf der Rückseite wird die Straße Unter den Linden mit Blick auf den Palast der Republik gezeigt. Im Hintergrund sind der Berliner Fernsehturm und das Rote Rathaus zu erkennen. Dieses Zusammenspiel aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Volk sollte das sozialistische System ehren und die DDR als impulsives und modernes Land darstellen.
200 und 500 Mark
thumb|300px|200 Mark der DDR (Revers) thumb|300px|200 Mark der DDR (Avers) thumb|300px|500 Mark der DDR (Revers) thumb|300px|500 Mark der DDR (Avers) Es wurde von der Staatsbank der DDR geplant, eine 200- und eine 500- Mark- Banknote erscheinen zu lassen. Sie kamen aber nie in Umlauf, obwohl sie 1971 und 1984 schon „auf Vorrat“ gedruckt wurden. Die Währungsunion kam dem zuvor. Anders als bei den in Umlauf befindlichen Noten wurden auf der Vorderseite keine Persönlichkeiten dargestellt.
Auf dem 200-Mark-Schein (15,2 * 6,4 cm) war auf der Vorderseite eine Familie mit zwei Kindern vor einem typischen DDR-Neubau-Hochhaus und auf der Rückseite ein Kindergarten/Schulhort mit acht Kindern und einem Betreuer abgebildet. Das Wasserzeichen war eine Friedenstaube.
Auf dem 500-Mark-Schein (16,0 * 6,8 cm) waren auf der Vorderseite das Emblem des DDR (Hammer, Zirkel, Ährenkranz) und auf der Rückseite das Staatsratsgebäude der DDR abgebildet.
Vernichtung der Banknoten
Das gesamte Papiergeld (ca. 100 Mrd. DDR-Mark bzw. 620 Millionen Geldscheine mit einem Volumen von 4500 m³ (ca. 300 Güterwaggons), einschließlich den bei der Währungsunion eingesammelten Banknoten und den nicht ausgegebenen 200- und 500-Mark-Banknoten, wurde in den Jahren 1990 und 1991 in zwei 300 Meter lange Sandsteinstollen der Thekenberge bei Halberstadt eingelagert. Insgesamt wurden dort 3000 Tonnen Scheine, Sparbücher, Tank- und Forumschecks eingelagert, die per Militärlastzug vom alten Berliner Reichsbanktresor dorthin gebracht wurden. Durch die Fusion mit der Staatsbank der DDR 1994 ging das Geld in den Besitz der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über.
Das 13 km lange Stollensystem war Ende des Zweiten Weltkrieges von KZ-Häftlingen angelegt worden und wurde zu DDR-Zeiten als Bunker der NVA unter dem Decknamen „Malachit“ bzw. als Komplexlager KL-12 NVA-Nr.16/630 genutzt. Er war der flächengrößte Bunker und diente zum Einlagern kriegswichtiger Geräte und Munition. Das Geld war durch zwei Meter dicke Betonmauern und schwere Stahltüren vor Diebstahl gesichert. Es sollte aus Kostengründen dort durch die natürliche Feuchtigkeit einfach verrotten und wurde zusätzlich noch mit Kies überdeckt.
Im Juli 2001 wurde festgestellt, dass es zwei Halberstädtern seit 1999 gelungen war, wiederholt in das Stollensystem über einen ungesicherten Verbruch einzudringen und zahlreiche Banknoten zu entwenden. Die 24 und 26 Jahre alten Männer sind vom Amtsgericht Halberstadt zu jeweils einer Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt worden, die auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Weiterhin mussten sie 120 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Heute tauchen gelegentlich 200 M- und 500 M-Scheine aus diesen Beutezügen bei Sammlern auf.
Wegen des Diebstahls und der langsamen Verrottung der Geldscheine entschied sich die KfW nun, die Banknoten zu verbrennen. Dazu ließ man ab März 2002 die Stollenabschlusswände abreißen und holte die mit Sand und Kies vermischten Scheine heraus. Noch Untertage wurde von der Firma „Schachtbau Nordhausen“ per Trommelsieb das Geld vom Erdreich befreit und in Container zu 33 m², Inhalt 60 bis 65 Tonnen, verbracht. Man ließ diese ab April 2002 (pro Tag ca. sechs Container) per LKW in die niedersächsischen Schöningen bei Helmstedt in der „Thermischen Restabfall-Vorbehandlungsanlage“ (Müllverbrennungsanlage) am Braunkohlewerk Buschhaus bringen und dort verbrennen. Am 25. Juni 2002 wurde der letzte der 298 Container mit Hausmüll vermischt und verbrannt.
Militärgeld der DDR
Hierbei handelt es sich um nie in Umlauf gebrachte Banknoten, die 1955 gedruckt wurden. Es waren die „normalen“ in Umlauf befindlichen Banknoten von 5 bis 100 Mark, die mit einem Handstempel versehen waren (Staatswappen und "Musternote"). Ihre Einführung wurde 1980 vorbereitet, aber nicht durchgeführt.
Das Militärgeld sollte bei Auslandseinsätzen der Nationalen Volksarmee (NVA) zum Einsatz kommen.
Die in Sammlerkreisen kursierenden Noten wurden wahrscheinlich beim Abtransport des Geldes 1990 entwendet.
Literatur
- Holger Rosenberg: Die deutschen Banknoten ab 1871, ISBN 3-92486-173-0 (so genannter Rosenberg-Katalog, Standardwerk für Sammler deutscher Banknoten, alle Banknoten abgebildet, einschließlich Probedrucke und nicht ausgegebenem Militärgeld der DDR)
Weblinks
- Abbildungen der Geldscheine der DDR, auch von Forumschecks
- Infoseite über DDR-Münzen
- Infoseite über Militärgeld der DDR
