Österreichische Ostbahn

Inhaltsverzeichnis

Name, Geschichte

Raaber Bahn

Die Ostbahn nahm ihren Anfang in der Wien-Raaber Bahn, die von 1840 bis 1846 von Wien nach Bruck an der Leitha und 1855 weiter bis nach Raab (Győr) gebaut wurde. Ursprünglich sollte sie "Kaiser-Ferdinands-Südbahn" heißen. Da aber Baron Sina bei der Konzessionserteilung im Jahre 1838 nur Teilerfolge erzielte und ihm nur ein Teil des Beantragten genehmigt wurde, teilten sich die Bauvorhaben.

Auch die 1875-1879 erbaute Raab-Ödenburg-Ebenfurther Eisenbahn (Györ-Sopron-Ebenfurthi Vasút, ROeEE bzw. GySEV) mit Sitz der Betriebsleitung in Wulkaprodersdorf wird als Raaber Bahn bezeichnet. Bei dieser handelt es sich um eine österreichisch-ungarische Privatbahn, die auf österreichischem Boden die Strecke Sopron - Ebenfurth und die 1897 erbaute Neusiedler-See-Bahn (Neusiedl - Pamhagen - Fertöszentmiklos) betreibt. Seit dem Jahr 1997 ist der Hamburger Hafen an der Betriebsgesellschaft beteiligt und wickelt über die Raaber Bahn (ROeEE),einen wesentlichen Teil des Containerverkehrs mit Ost- und Südosteuropa ab.

Ostbahn

Die Bahn nahm ihren Anfang beim Raaber Bahnhof in Wien, der in der Nähe des Gloggnitzer Bahnhofs lag. 1870 wurde an Stelle des alten Raaber Bahnhofs der (alte) Ostbahnhof erbaut und aus dem Gloggnitzer Bahnhof wurde der alte Südbahnhof, bis beide (nach Zerstörung im 2. Weltkrieg) neu errichtet und zum neuen heutigen Südbahnhof zusammengefasst wurden. Dies gibt dem Südbahnhof seine eigentümliche Schienenanordnung.

Diese Nähe von Süd- und Ostbahn führte auch immer wieder zu Verwechslungen. Ursprünglich hätte die Eisenbahnverbindung in den Süden nach Triest entlang des Alpenostrandes über Teile der Ostbahn erfolgen sollen. Dies wurde jedoch vom Kaiser nicht gewünscht, da er sich von einer Verbindung durch die Mur-Mürzfurche Vorteile für die dort ansässige Schwerindustrie versprach. Einzig der Semmering war noch ein Hindernis, welches aber Carl Ritter von Ghega mit der Semmeringbahn löste.

Heute ist die Route der Ostbahn teilweise wieder im Gespräch als Ersatz für die Semmeringbahn und mögliche Alternative zum umstrittenen Semmeringbasistunnel.

Als (steirische) Ostbahn wird auch die 1872 eröffnete Strecke Graz - Gleisdorf - Feldbach - Fehring - Szentgotthárd (Grenzübergang nach Ungarn) bezeichnet.

Die Staats-Eisenbahn-Gesellschaft

1870 wurde die Raaber Bahn mit der (trotz des Namens privaten) Staats-Eisenbahn-Gesellschaft fusioniert. Diese errichtete die "nördlichen Linien" über Stadlau und Marchegg nach Bratislava sowie über Mistelbach und Laa an der Thaya nach Brünn. (Der Name lebt in lokalen Bezeichnungen fort, so z.B. in der Staatsbahnstraße in Laa an der Thaya).

1909 wurde die Gesellschaft verstaatlicht.

Streckenverlauf

Die Strecke beginnt am Wiener Südbahnhof (die Gleise der Ostbahn verlassen den Bahnhof in rechtem Winkel zu denen der Südbahn). Nach wenigen Kilometern gabelt sich die Strecke beim Bahnhof Simmering-Ostbahn:

Die Strecken der Ostbahn gehören teilweise zum Netz der Wiener Schnellbahn (nicht zur Ostbahn gehörende Teilstücke der Schnellbahnlinien sind in Klammern gesetzt):

Alle Strecken gehören zum Verkehrsverbund Ostregion.

Siehe auch

Links:

Ostbahn, Österreichische Osterreichische Ostbahn

See also: Österreichische Ostbahn, 1838, 1840, 1846, 1855, 1870, 1872, 1875, 1879, 1897