Ostfriesisch
385px|thumb|Verbreitungsgebiet des Friesischen
Ostfriesisch ist eigentlich ein heute nur noch in Gestalt des "Saterfriesischen" erhaltener Dialekt der friesischen Sprachgruppe, der zudem in zwei Varianten, der so genannten emsfriesischen und weserfriesischen auftrat, die sich teilweise lexikalisch und phonematisch unterschieden. Spuren dieser Unterscheidung finden sich noch heute im ostfriesischen Platt, der niederdeutschen Sprache, die auf der ostfriesischen Halbinsel und den vorgelagerten Inseln inzwischen als eine recht eigenständige Variante der niedersächsischen Sprache das eigentliche Ostfriesische ersetzt, dabei aber noch starke Spuren des friesischen Substrates aufweist und meist gemeint ist, wenn heute von "Ostfriesisch" gesprochen wird.
Eine moderne Variante des Ostfriesischen wird als Saterländisch (Saterfriesisch, Seeltersk) nur noch im Saterland gesprochen, das südlich von Ostfriesland liegt und sprachlich im Wesentlichen die drei Gemeinden Ramsloh, Scharrel und Strücklingen bezeichnet, die zudem noch phonematisch leicht abweichende Varianten des Saterfriesischen unterscheiden.
Friesischer Ursprung findet sich noch häufig bei ostfriesischen Vornamen.
Historisch bezeichnet man mit Ostfriesisch die friesische Sprache, die bis etwa 1500 in Ostfriesland gesprochen wurde. Reste von ihr sind das aktuell noch von rund 1000 Sprechern beherrschte Saterländische und bis ca. 1930 das Wangerooger Friesisch, das zur weserfriesischen Variante gehört. Als historisches Zeugnis des Ostfriesischen ist wohl am bekanntesten der so genannte Brookmerbrief, eine alte Gesetzesquelle.
Siehe auch:
Weblinks
- http://www.oostfreeske-taal.de Ostfreeske Taal
- http://www.diesel-online.de Diesel - dat oostfreeske Bladdje, the trilingual East Frisian newspaper
- http://www.holger-weigelt.de/projekte/platt/plattrahmen.html
