Otto Kretschmer
Dieser Artikel befasst sich mit dem U-Boot-Kapitän Otto Kretschmer. Für den SPD-Politiker und ehemaligen Thüringer Justizminister siehe Otto Kretschmer (Politiker).
Flottillenadmiral Otto Kretschmer (* 1. Mai 1912 in Heidau; † 5. August 1998 in Straubing) war der erfolgreichste U-Boot-Kommandant im Zweiten Weltkrieg.
Er versenkte mit seinen Booten U-23 und U-99 44 Schiffe (315.246 BRT). Am 17. März 1941 wurde sein Boot von dem englischen Zerstörer "Walker" versenkt, südöstlich von Island. Es gehörte zu einem so genannten "Wolfsrudel", welches auf einen Geleitzug operierte. Bei den U-Booten waren auch die Kommandanten Prien (U-47) und Schepke (U-100), bis dahin die erfolreichsten drei U-Boot-Asse des 2. Weltkrieges, bei dem Angriff beteiligt. Alle drei Boote gingen verloren. U-47 Prien wurde bereits am 8. März 1941 versenkt, von der Besatzung überlebte keiner. Auch U-100 Schepke ging als Totalverlust am 17. März 1941 verloren. Bei der Versenkung von U-99 kamen drei Besatzungsangehörige, darunter der L.I., ums Leben, der Rest ging in Kriegsgefangenschaft nach England und später nach Kanada. Er war bis 1947 in Kriegsgefangenschaft. Die Versenkung der drei Asse wurde von der Wehrmacht lange Zeit geheimgehalten.
Kretschmer war Inhaber des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern. Nach dem Krieg wurde er Offizier in der Bundesmarine und stieg bis zum Flottillenadmiral auf. Nach 1962 gehörte Kretschmer zum Nato-Kommandostab. Acht Jahre später, 1970, schied er aus dem militärischen Dienst aus. Er verstarb im Sommer 1998 in Straubing/Bayern 3 Tage nach einem Sturz, bei dem er sich schwere Kopfverletzungen zugezogen hatte.
Literatur
- Terence Robertson: Der Wolf im Atlantik, Weltbild Verlag, ISBN 3-89350-695-0
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kretschmer, Otto |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher U-Boot-Kommandant |
| GEBURTSDATUM | 1. Mai 1912 |
| GEBURTSORT | Heidau |
| STERBEDATUM | 5. August 1998 |
| STERBEORT | Straubing |
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