Ougenweide
Ougenweide ist eine deutsche Folk-Rock-Band und Vorreiter des Mittelalter-Rock in Deutschland.
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Geschichte
Ougenweide wird im Frühjahr 1970 in Hamburg gegründet, benannt nach dem gleichnamigen Lied von Neidhart von Reuental. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hat die Kombo 1971 bei einem Schulfest.
Die Multiinstrumentalisten Olaf Casalich, Wolfgang von Henko, Frank Wulff, sein jüngerer Bruder Stefan und Jürgen Isenbart nehmen 1973 ihr erstes Album Ougenweide auf, damals noch mit den Sängerinnen Renée Kollmorgen und Brigitte Blunck, an deren Stelle im September des gleichen Jahres Minne Graw tritt.
1975 folgen Auftritte mit bekannten Musikern wie Fairport Convention, Steeleye Span, Planxty, Amazing Blondel, Alan Stivel und Konstantin Wecker.
Dichter und Schriftsteller Peter Rühmkorf und Regisseur Gerd Zenkel erstellen 1975 in Zusammenarbeit mit der Band einen Fernsehfilm über das Leben Walthers von der Vogelweide.
1977 nimmt Ougenweide an 6 Folgen der 13-teiligen Fernsehserie Dokumente Deutschen Daseins (Regie: Gerd Zenkel) teil und betreut diese musikalisch. Sie wirken in zwei Folgen über Die Stauffer, einem Film von Peter von Zahn, mit. Es folgen Auftritte in Fernseh-Musiksendungen wie Phonzeit, Liedercircus, Kultur- und Nordschau-Magazin sowie der Sesamstraße. Im gleichen Jahr sendet der Saarländische Rundfunk ein 45-Minuten-Portrait der Gruppe von einem Live-Auftritt in der mit 3000 Zuschauern ausverkauften Saarbrücker Saarlandhalle.
1978 tritt die Band in den Niederlanden, der Schweiz, Österreich, Polen, dem Elsaß und in England auf.
Ab 1979 geben sie über 60 Konzerte jährlich, 1980 gibt es eine grosse Deutschland-Tournee.
Die Band löst sich 1985 auf.
1996 tritt die Band in neuer Besetzung zusammen und veröffentlicht das Album SOL zusammen mit dem Tessera Streichquartett und dem Chor Time Of Roses.
Im September 2004 erscheint eine Compilation mit bislang unveröffentlichten Liveaufnahmen aus den Jahren 1970-1985. Zu diesem Anlass findet sich die Band für einen einmaligen Auftritt in einem Hamburger Club in Originalbesetzung zusammen.
Besetzung
- Olaf Casalich (Gesang, Schlagzeug, Perkussion, Congas, Bongos, Becken, Zimbeln, Pauke, Maracas, Tabla, Triangel, Röhrenglocken, Kleine Trommel, Gong, Fellschelle, Djembe)
- Wolfgang von Henko (Akustische Gitarre, Konzertgitarre, Westerngitarre, Oktav-Gitarre, Elektrische Gitarre, Midi-Gitarre, E-Bow-Gitarre, Mandoline, Sample-Perkussion, Programming, Gesang)
- Jürgen Isenbart (Glockenspiel, Xylophone, Marimbaphon, Marimba, Vibraphon, Perkussion, Schlagzeug, Schelle, Glocken, Röhrenglocken, Pauken, Stepptanz, Gesang; bis 1985)
- Stefan Wulff (E-Bass, Phaser Bass, Kontrabass, Akustische Gitarre, Effektorgel, Harmonium, Indisches Harmonium, E-Piano, Klavier, Flügel, Synthesizer, Psalter Synthesizer, Akkordeon, Zither, Kabasa, Talking Drum, Marimbaphon, Perkussion, Drum Programming, Mundharmonika, Gesang)
- Frank Wulff-Raven (Querflöte, Alt-Querflöte, Bass-, Tenor-, Alt-, Sopran- und Sopraninoblockflöte, Krummhörner, Indische Metallflöte, Arabische Schnarrflöte, Chinesische Schnarrflöte, Chinesische Membranflöte, Lotusflöte, Schalmei, Tin Whistle, Muschelhorn, Bombarden, Musette, Alt-Saxophon, Klarinettino, Didgeridoo, Maultrommel, Akustische Gitarre, Elektrische Gitarre, Elektrische 12-saitige Gitarre, Mandoline, Mandola, Laute, Banjo, Bouzouki, Sitar, Saz, Dulcimer, Mandolinenbanjo, Zitôle, Drehleier, Kalimba, Harfenzither, Singende Säge, Schwirrholz, Flügel, Klavier, Indisches Harmonium, Glöckchen, Perkussion, Spieluhr, Waterphon, Gesang)
- Minne Graw (Gesang, Harmonium, Cembalo, Klavier, Flügel, E-Piano, Fender Rhodes, Orgel, Positiv, Streicherorgel, Stringensemble, Synthesizer, Harfenzither, Marimba, Marimbaphon, Sopran-Blockflöte; 1973 - 1985)
- Brigitte Blunck (Gesang, Chor, Perkussion, Knochen; bis 1973)
- Renee Kollmorgen (Gesang, Chor, Perkussion, Triangel; bis 1973)
- Stefan Rager (Schlagzeug, Perkussion, Marimba, Programming, Glocken, Toypiano, Harfenzither, Bodhran, Udu, Gesang; seit 1996)
Diskografie
Auf LP (nicht mehr erhältlich):
- Ougenweide (1973, Zebra)
- All die weil ich mag (1974, Polydor)
- Ohrenschmaus (1976, Polydor)
- Eulenspiegel (1976, Polydor)
- Ungezwungen (Doppel LP/live) (1977, Polydor)
- Frÿheit (1978, Polydor)
- Ousflug (1979, Polydor)
- Liederbuch (Compilation 1973-1979) (1979, Polydor)
- Ja-Markt (1980, Polydor)
- Noch aber ist April (1981, Polydor)
- Ougenweide/Lieder aus 9 Jahrhunderten (4 LP - Box 1983, Polydor/Zweitausendeins)
Auf CD:
- Ougenweide (CD-Version des Albums von 1973) (1988, Polydor - nicht mehr erhältlich)
- Liederbuch Edition (CD-Version des Albums Ougenweide) (1993, Spectrum)
- Liederbuch (CD-Version der Compilation von 1979) (1988, Polydor (Universal))
- SOL (1996, Electrola (EMI))
- Eulenspiegel (Si-Wan Records)
- Wol mich der Stunde (2004, Sireena Records/FENN Music)
Verwandte Bands
- Subway to Sally
- In Extremo
- Weto
- Fiddler's Green
- Eric Fish
- Saltatio Mortis
- Finisterra
- Adaro
- Schandmaul
- Elster Silberflug
- Galahad
Weblinks
- http://www.oton-studio.com/ Ougenweide O'Ton Studio Hamburg
- http://www.ougenweide.de/ Fan-Seite
