Ovarialfollikel
Unter Follikel versteht man die Einheit aus Eizelle mit den sie umgebenden Hilfszellen, den Follikelepithelzellen (Granulosazellen) sowie zwei Bindegewebsschichten, die diese umgeben: Der inneren Theca interna und der äußeren Theca externa.
Follikelreifung
300px|thumb|right|Eierstock eines Schafes
1 Eierstock, 2 Tertiärfollikel, 3 Ligamentum ovarii proprium, 4 Eileiter, 5 Arteria und Vena ovarica im Mesovarium.
Die Primordialfollikel werden bereits vor der Geburt angelegt. Sie bestehen aus der Eizelle und einem einschichtigen platten Follikelepithel. Aus den Primordialfollikeln entstehen durch Größenzunahme Primärfollikel mit einem einschichtigen prismatischen Follikelepithel. Daraus entstehen Sekundärfollikel, in denen die Eizelle eine Hülle aus Glykoproteinen (Zona pellucida) bildet und das Follikelepithel mehrschichtig wird und sich strahlenförmig ausrichtet (Corona radiata).
Die nächste Stufe, die Tertiärfollikel sind durch das Auftreten einer Follikelhöhle (Antrum folliculare) gekennzeichnet, die mit einer Flüssigkeit (Liquor folliculare) gefüllt ist. Die Eizelle liegt nun in einem Zellhaufen, dem Eihügel (Cumulus oöphorus). Erst jetzt differenziert sich auch das umgebene Bindegewebe zu Theca interna und Theca externa.
Durch weitere Größenzunahme entstehen nun die sprungreifen Graafschen Follikel, die mehrere Zentimeter groß werden können.
Die Steuerung dieser Prozesse erfolgt durch das Follikelstimulierende Hormon (FSH) aus der Hypophyse. Zum Follikelsprung kommt es, wenn die Hypophysenhormone FSH und LH ein bestimmtes Konzentrationverhältnis erreicht haben. Dabei wird die Eizelle zusammen mit den Begleitzellen in den Trichter des Eileiters gespült.
Im Verlauf der Follikelreifung produziert die gefäß- und zellreiche Theca interna Östrogene. verantwortlich. Im Anschluss an die Ovulation bildet sich aus den Granulosa- und Thecazellen der Gelbkörper, der Progesteron bildet. Diese Hormone steuern den Sexualzyklus.
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