Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken
| Basisdaten | |
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| Gründungsdatum: | |
| Gründungsort: | |
| Vorsitzender: | Veit Dieterich |
| Mitgliederzahl: | ca. 10.000 |
| Verbandsstruktur: | 16 Landesverbände und Bezirke |
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| Website: | www.wir-falken.de |
| E-Mail: | info@sjd-die-falken.de |
Die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken (SJD – Die Falken) ist ein Kinder- und Jugendverband, hervorgegangen aus der sozialistischen ArbeiterInnenjugendbewegung.
Die SJD - Die Falken ist Mitglied in der Sozialistischen Jugendinternationale IUSY, in ECOSY und im IFM.
| Inhaltsverzeichnis |
Inhaltliches Profil
Die SJD – Die Falken sieht einen Schwerpunkt ihrer Arbeit im Kinder- und Jugendbereich. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu selbstbewussten und kritischen Persönlichkeiten heranwachsen zu lassen. Die Kinder sollen ihre eigenen Interessen erkennen und formulieren können.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die politische Vertretung der Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen im politischen Raum.
Die SJD - Die Falken stehen organisatorisch außerhalb der SPD. Jedoch ist eine Mitgliedschaft in einer anderen Partei als der SPD - aufgrund eines im Verband seit langem heftig umstrittenen Beschlusses von 1971 - mit einer aktiven Mitgliedschaft bei den Falken unvereinbar.
Mitgliedschaft
Die Falken stehen allen offen. Kinder können ab dem Alter von sechs Jahren Mitglied werden und besitzen bereits das aktive Wahlrecht. Das passive Wahlrecht besitzen die Falken erst mit 14 Jahren.
Aufbau
Die Arbeit der Kinder- und Jugendgruppen findet in den Ortsverbänden statt. Diese sind zu Kreisverbänden oder Unterbezirken zusammengefasst. Auf Landesebene bestehen Bezirke und Landesverbände.
Um die Kinder und Jugendarbeit strukturell zu trennen, bestehen zwei Ringe. Die Kinderarbeit finden im F-Ring (Falken-Ring) statt. Die Jugendarbeit findet im SJ-Ring (Sozialistischen Jugend-Ring) statt.
Geschichte
Bereits 1904 wurden in Berlin und Mannheim erste Jugendvereine der Arbeiterbewegung gegründet. Direkte Vorläufer der Falken waren in der Zeit der Weimarer Republik die Sozialistische Arbeiterjugend (SAJ) (ab 29.10.1922) und die Kinderfreunde Deutschlands (ab 13.11.1923). Die Bezeichnung Falken kam gegen Ende der 20er Jahre in den Gruppen der älteren Kinderfreunde auf. Aber auch die Jüngeren in der SAJ bezeichneten sich selbst als Rote Falken. Der Anstoß dazu kam aus Österreich. Die Falken waren damals eine der ersten Gruppen, die sich mit Kinder- und Jugendrechten auseinandersetzten und alternative Erziehungskonzepte (Kurt Löwenstein) diskutierten. Bekannt wurden die Falken damals unter anderem über die ersten Kinderrepubliken. Die erste Kinderrepublik fand 1927 in Seekamp mit mehreren tausend Kindern statt.
Bereits 1930 wurden die Kinderfreunde in Bayern faktisch verboten. Die Gründe lagen z. B. in der gemeinsamen Erziehung von Jungen und Mädchen, in ihrer kritischen Haltung gegenüber den Lehrmetoden in Schule und Kirche. 1933 wurden die Falken deutschlandweit wie viele andere sozialdemokratische und antifaschistische Gruppen verboten. Viele Falken wurden ab 1933 von den Nationalsozialisten inhaftiert. Vereinzelt waren einzelne Kinderfreunde und SAJler im Widerstand tätig. Andere konnten ins Ausland flüchten.
Nach 1945 wurden die Falken in Deutschland neu gegründet. Standen die Falken zu Beginn der Bundesrepublik relativ treu an der Seite der SPD, wurden sie in den Jahren der Studentenbewegung zunehmend kritischer und standen zeitweise dem marxistischen SDS nahe. 1990 wurden die fünf ostdeutschen Landesverbände gegründet.
Heute können die Falken als progressiv links und gewerkschaftsnah bezeichnet werden. Die praktische Arbeit findet zumeist vor Ort in Gruppen oder Jugendzentren (Falkenhäusern) statt. Höhepunkte sind Ferienfahrten im In- und Ausland. Den Falken stehen eine Vielzahl eigener Häuser und Zeltplätze zur Verfügung. Jugendleiter bei den Falken nennen sich selber Helfer. Die dreimal im Jahr erscheinende Zeitschrift des Bundesverbandes für Jugendliche heißt AJ – Die andere Jugendzeitschrift und für die Kinder gibt es die Freundschaft.
Symbole
Die Falken haben mit blauem Falkenhemd und rotem Tuch eine eigene Kluft, die jedoch nicht von allen Mitgliedern getragen wird. Das blaue Hemd soll auf die Verwurzelung des Verbandes in der Arbeiterbewegung, das rote Tuch auf die Verbindung zum Sozialismus und zu den Gewerkschaften hinweisen. Symbol des Verbandes (oft auf den Hemden oder den Fahnen zu sehen) ist der rote Falke.
Freundschaft lautet der interne Gruß der Falken.
Konflikte mit der SPD
Konflikte mit der SPD entstanden meist in Fällen, in denen die Falken klassische sozialdemokratische Positionen durch die SPD nicht mehr vertreten sahen. Als Beispiel sind die Notstandgesetze, die Berufsverbote oder die Politik der rot-grünen Regierung seit 1998 zu nennen. Die Falken berufen sich auf das Programm eines demokratischen Sozialismus.
Personen
Bundesvorsitzender der Falken ist seit 2003 Veit Dieterich aus Berlin.
Siehe auch: Liste von Jugendorganisationen in Deutschland
Weblinks
- Bundesverband SJD-Die Falken
- Salvador-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick
- Kurt-Löwenstein-Haus in Werftpfuhl
