Panafrikanismus
Der Grundgedanke des Panafrikanismus verfolgt das Ziel, die im Zuge des Kolonialismus auseinandergerissenen Völker, wieder zusammen zu führen und zu einem einheitlichen Afrika zu vereinigen. Diese Völker und Staaten sollten sowohl politisch, militärisch, kulturell, als auch wirtschaftlich kooperieren.
Erste panafrikanische Ideen tauchten in der Neuzeit um 1900 in Nordamerika und Westindien auf. Seit dem Zweiten Weltkrieg lag der Schwerpunkt des Panafrikanismus in Afrika. Der schwarze US-amerikanische Bürgerrechtler W. E. B. Du Bois war der wichtigste Vertreter der Panafrikanischen Kongresse. Ein einflussreicher Sympathisant der Panafrikabewegung war der marxistische Theoretiker C. L. R. James, der mit der Darstellung des Sklavenaufstandes auf Haiti in seinem Buch "Toussaint L'Ouverture" einen wichtigen Beitrag zur Entstehung des schwarzen Selbstbewusstseins leistete. Der in der Welt wohl bekannteste Panafrikanist war der jamaikanische Musiker Bob Marley.
Pan (v. griech.: pan alles) als Präfix bedeutet in einer Wortbildung soviel wie alle, umfassend.
