Panini (Grammatiker)
Panini (Devanagari पाणिनि Transliteration Pāṇini [ˈpɑːɳɪn̪ɪ]) war ein indischer Sanskrit-Grammatiker, der wahrscheinlich im 5. oder 4. vorchristlichen Jahrhundert lebte und an der berühmten Universität von Taxila gelehrt haben soll.
Zu dieser Zeit verbreiteten sich in Indien die Sutras (Lehrbücher) als neue Form des Gedankenaustauschs. Panini fasste die Regeln des klassischen Sanskrit in knapp viertausend Regeln zusammen. Das Werk wurde in Indien maßgebende Autorität und wurde vielfach kommentiert. Im 19. Jahrhundert trug es sehr viel zum Verständnis und zur Rezeption des Sanskrit in den europäischen Ländern bei und regte analoge Grammatik-Studien in anderen Sprachen an. "Es ist ausgezeichnet durch eine überaus scharfsinnige Erforschung der Wurzeln und der Wortbildung wie durch die schärfste Präzision des Ausdrucks und die Durchführung einer überkünstlichen, äußerste Kürze ermöglichenden Terminologie." (Meyers Konversationslexikon, 1907). Durch diese Formalisierung, die Ähnlichkeiten mit der Backus-Naur Form hat, eignet sich Paninis Werk auch für moderne computerlinguistische Studien.
Otto Böhtlingk (1815-1904) hat 1839-40 den Sanskrit-Text zunächst herausgeben und 1887 eine Übersetzung folgen lassen, die in der Folgezeit immer wieder aufgelegt wurde, zuletzt 1998.
Literatur
- Otto Böhtlingk (Hrsg.), Panini's Grammatik, Buske Helmut Verlag 1998, ISBN 3875481984
Weblinks
- Wikisource:Ạṣtādhyāyī
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Panini |
| ALTERNATIVNAMEN | पाणिनि |
| KURZBESCHREIBUNG | indischer Sanskrit-Grammatiker |
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