Panzerkampfwagen III

thumb|200px|right|Panzer III, Ausf. D
mit kurzer 3,7 cm Kanone thumb|right|200px|Panzer III, Ausf. H - mit kurzer 5 cm KwK und Zusatz-Frontplatten
in Nordafrika 1942 thumb|200px|right|Pz.KpfW. III, Ausf. J - meistgebaute Ausführung mit 1.549 produzierten Einheiten thumb|200px|Panzer III (F1) - Flammpanzer thumb|200px|right|Panzer III, Ausf. J thumb|200px|Panzer III M (Ausgestellt im Panzermuseum Munster) [[Bild:Panzerkampfwagen III Ausf. M 2.jpg|thumb|200px|Heckansicht des Panzer III M (Siehe auch: Andere Ansicht)]]

Der Panzerkampfwagen III war ein mittlerer deutscher Kampfpanzer des Zweiten Weltkriegs. Bereits um 1935 planten General Heinz Guderian und der Führungsstab der Wehrmacht zwei grundlegende Panzerkampfwagen die das Rückgrat der zukünftigen Panzerverbände bzw. Panzerdivisionen bilden sollten. Vorgesehen wurde ein Kampfpanzer der in einer Schlacht die feindlichen Panzer ausschalten sollte sowie ein Infanterieunterstützungspanzer. Diese gehören mit zu den bekanntesten deutschen Panzern und bildeten stets das Rückgrat der Panzerdivisionen.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

Für das Projekt welches schließlich zum Panzer III werden sollte schlug General Guderian eine 50 mm-Kampfwagenkanone (KwK) vor, Planer und Konstrukteure wählten aber schließlich ein 37 mm-Geschütz aus, da die deutschen Infanterieverbände bereits mit der standardmäßigen 37-mm Pak 35/36 L/45 ausgerüstet waren. So musste nur ein Geschütz und eine Sorte Munition hergestellt werden. Immerhin konnte erreicht werden, dass der Turmdrehkranz groß genug gehalten wurde damit später Kanonen von größerem Kaliber eingebaut werden konnten. Dies sollte sich später als positiver Umstand herausstellen, da die 37 mm-KwK schon zu Beginn des Polenfeldzuges veraltet war und später auch dringend ersetzt werden musste.

Zur Kampfunterstützung des Panzer III wurde der Panzerkampfwagen IV entworfen. Die beiden Typen waren sich sehr ähnlich, allerdings war der Panzer IV etwas größer und erhielt eine 75 mm-KwK mit kurzem Lauf zur Bekämpfung von Infanterie.

Im Jahre 1943 wurde der Panzer III endgültig aus der Produktion genommen, das Fahrwerk wurde jedoch bis Kriegsende für andere Typen weiterverwendet, z.B. für Sturmgeschütze und Selbstfahrlafetten der Artillerie bzw. Panzerjäger.

Einsatz

Trotz der relativ schwachen Bewaffnung bewährte sich der Panzer III auf den Schlachtfeldern in Polen und auch in Frankreich sehr gut; er war zunächst der einzige Panzer der Wehrmacht, der gegen die alliierten Panzer dieser Zeit bestehen konnte. Ab der Ausführung F (späte Modelle) wurde der Panzer III zunächst mit einer kurzen (50 mm L/42), ab der Ausführung J/1 mit einer langen (50 mm L/60) KwK ausgestattet. So konnte er für einige Zeit konkurrenzfähig bleiben, auch wenn er die Grenze seiner Ausbaufähigkeit erreicht hatte.

Der ursprünglich als Unterstützungspanzer entworfene Panzer IV bewies sich jedoch sowohl als leistungs- wie auch als verbesserungsfähiger. Ab der Ausführung N des Panzer III hatte er seine Rolle schließlich mit der des Panzer IV getauscht: der Panzer IV erhielt eine lange 75 mm-KwK, die verbliebenen kurzen 75 mm-KwK der frühen Panzer IV wurden in die Panzer III Ausf. N verbaut und machten diesen somit zum Unterstützungspanzer gegen Infanterie.

Auch in Nordafrika kam der Panzer III erfolgreich zum Einsatz, er war anfangs allen britischen Panzern überlegen mit Ausnahme des Matilda, der schwer gepanzert aber auch langsam war. Dennoch gelang es einige Matildas zu isolieren und mit Schüssen in die Seite oder ins Heck zu zerstören. Der Panzer III trug die Hauptlast bei den Offensiven von General Erwin Rommel (der "Wüstenfuchs"). Ab 1942 wurde jedoch auch auf diesem Schauplatz der Panzer IV zum Rückgrat des Afrikakorps und der Panzer III erfüllte immer mehr eine Unterstützerrolle. Der Panzer III blieb bis zum Ende der Kämpfe in Tunesien am 10. Mai 1943 im Einsatz.

Im Russlandfeldzug erwies sich die seitliche Panzerung der Panzer III den russischen Panzerbüchsen als unterlegen, hier wurden die so genannten Panzerschürzen an Laufwerk und Turmseiten angebracht, die die Lebensdauer des Panzer III weiter verlängerten. Mit dem vermehrten Aufkommen des T-34 war die Leistungsgrenze des Panzer III hingegen erreicht - mittlerweile war er den meisten alliierten Panzern unterlegen.

Varianten

Die einzige Variante war der Bergepanzer III, dieser wurde jedoch in nur geringer Stückzahl hergestellt.

Technische Daten

Panzerkampfwagen III, Ausf. A-C

Panzerkampfwagen III, Ausf. D

Panzerkampfwagen III, Ausf. E & F

-> Die 100 letzten Ausf. F wurden mit der 5cm L/42 Kanone gebaut und noch vorhandene E/F darauf umgerüstet

Panzerkampfwagen III, Ausf. G

Panzerkampfwagen III, Ausf. H

Panzerkampfwagen III, Ausf. J,J/1,L & M

Panzerkampfwagen III, Ausf. N

Literatur

Weblinks

20px Siehe auch: Panzerkampfwagen IV - Deutsche Militärfahrzeuge des 2. Weltkrieges

See also: Panzerkampfwagen III, 10. Mai, 1935, 1943, Afrikakorps, Artillerie, Deutsche Militärfahrzeuge des 2. Weltkrieges, Erwin Rommel, Fahrwerk